7. Februar 2011
Wochenstart. Nach Hustenanfällen und Übelkeit liege ich ein weiteres Mal Zuhause und könnte schreien vor Verzweiflung. Auch habe ich riiesen Mist geträumt. Dazu kommt, dass ich heute traurig bin.
Heute ist die Hälfte meines Geburtstags.
Nun möchte ich eine Geschichte erzählen, welche mich heute noch berührt.
Es war an einem Frühlingsabend. Ein Montag. Ende April 2007. Ein damals ca. 19 jährige junge Frau sass am Rhein in Basel. Die LAP stand kurz bevor. Den LAP-Ornder immer mit dabei sass sie am Rheinufer und „lernte“. Wahrscheinlich genoss sie vorallem den Sonnenuntergang und sah von Weitem den Höhen gewinnenden Flugzeugen zu. Ein wunderschöner lauer Abend. Ca. 3 Meter neben ihr war ein ca. 20 jähriger spindeldürrer Mann, welcher meditierte. Auf der anderen Seite eine grosse Steintreppe. Sie bemerkte einen Mann, welcher andere Geniessende um Feuer bat. Sie sah in aber nur vom Seitenwinkel. Auf einmal sprach dieser Mann sie an. Er bittete um Feuer und meinte; ich glaube, ich muss mal jemand anderen fragen. In diesem Augenblick, als er diese junge Frau ansprach, blieb die Welt für einen Moment stehen,- um dieses gewaltig gegenwärtige und unbeschreibliche Gefühl überhaupt aufnehmen zu können. Diese Augen, dieses Gefühl auf einmal, diese Vertrautheit trotz Fremde, es war als wäre alles für einen Moment lang still um zu sagen, dieser Moment gehört dir. Im zweiten Moment war sie wieder da. Leider musste sie abwinken, da Nichtraucher und kein Feuer. Er sagte höflich; „danke trotzdem“ und ging. Ja da sass die junge Frau nun wusste einfach nicht wo ihr Kopf gerade stand. Das Bedürfnis ihn nochmals anzusehen war aber da. „Was soll ich denn jetzt bloss tun? Ich springe ins Wasser und schreie? Oder evtl. sollte ich doch nochmals in meine Tasche schauen, vielleicht hat jemand sein Feuerzeug in meine Tasche verlegt?“ Dies waren so etwa die Gedanken. Weiter kam sie mit ihren Gedanken nicht. Denn da stand er schon wieder vor ihr. „Hättest du was dagegen, wenn ich mich neben dich setzten würde?“. Sie: „Nein natürlich nicht, setz dich.“ Sie redeten 10 Minuten einfach so, lachten und geniessten. Danach fragte sich die junge Frau wie er wohl heissen möge, sie traute aber nicht zu fragen. Schüchternheit war schon immer eine grosse Stärke, wenn es um etwas Ernsteres Männerartiges ging. Auch diese Frage wurde schnell gelöst. Denn kurz darauf, erfragte er ihren Namen. Dann wollte sie seinen wissen. Er nannte ihn. Er streckte ihr seine Hand entgegen und schaute ihr in die Augen und sagte: „Freut mich“,- offen, ehrlich und respektvoll. Das einzige Problem bestand in diesem Moment, darin, dass sie seinen Namen nicht verstanden hatte, auch nach einmal nachfragen nicht und danach traute sie sich nicht mehr ein 3. Mal nachzufragen. Den ganzen Abend redeten sie. Ernstes und weniger ernstes. Er war sehr offen und erzählte auch von seiner Mutter welche sich das Leben nahm. Dieses Gefühl der Verbundenheit, einen Menschen seit ewig zu kennen umbahn den ganzen Abend. Er fragte sie ob sie was trinken gehen möchte, er wisse zwar nicht gerade wo, er habe eben durst. Sie sagte, nein danke, sie hätte hier Wasser. Wenn er möchte könne er gerne davon haben. Er nahm es dankend an. (Die Flasche trug sie wie ein Pokal nach Hause und bewahrte sie auf.) Sie erfuhr an diesem Abend, dass er bei einem Fussballclub dabei war. Ausserdem betrieb sein Onkel ein Restaurant, an ihrem Wohnort. Es wurde von der Arbeit erzählt und gelacht. Er war Landschaftsgärtner. Der Abend war traumhaft schön. Um kurz vor 22 Uhr gingen sie Richtung Tram. Beim Steg hinaufgehen, bat er ihr seine Hand an, wobei sie natürlich ihre Schuhe auszog und sagte: „Danke geht schon“(10 Sekunden später merkte sie dann aber, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine solch überflüssige Geste doch sehr gerne angenommen hätte, aber es nun zu spät war). Beim Tram angekommen, schauten sie sich beide an und verabschiedeten sich. Nein keine 3 doofen Küsschen(wie es die meisten jungen Leute machen, bei Menschen die sich im Leben gerademal 3 Sekunden kannten), man gab sich die Hand und wieder blickte er ihr in die Augen und sah sie. Sie stieg zuforderst ins Tram ein, die Türen gingen zu und sie schauten sich nach. Als das Tram abfuhr, gab es ein sehr peinlich berührten Moment. Denn plötzlich stand sie auf und sagte in die ganze tramfahrende Menschenmenge hinein: „Nein, ich hab doch nicht mal seine Nummer“. Was muss das für einen Abend gewesen sein, wenn man an nichts anderes als an das Jetzt denkt, erlebt und einfach nur geniesst? Ein Unbeschreiblicher. Auf dem Heimweg und Zuhause, rief sie ihre besten Freundinnen 23 Uhr an, riess fast alle aus dem Schlaf und erzählte den ganzen Abend von vorne und rückwärts gute 4 Mal hintereinander. Am nächsten Tag rief sie ihre Mutter an und sagte: „Mama, ich hab den perfekten Schwiegersohn. Ich hab so was noch nie gehabt, dieser Mann kann ich dir nicht erklären, er war einfach da und hat mich verzaubert, ich werde ihn finden.“ 2 Chancen hatte sie. Entweder sie geht ins Restaurant seines Onkels, welches ja an ihrem Wohnort war oder sie schickt einen Brief an den Fussballclub. Das grösste schwerwiegende Problem war, dass sie seinen Namen nicht genau wusste. Sie entschied sich für das Erste und ging am Mittwoch um ca. 10 Uhr in das Restaurant und wollte den Chef sprechen. Er war gerührt von ihr und musste lachen. Nach kurzer Namendeutung wusste sie seinen Namen. Sofort setzte er alles in Bewegung und so hatte sie seine Nummer nach 10 Minuten in der Hand. Der Onkel meinte: „Wissen sie wir könnten ihn auch überraschen. Wir könnten ihn doch zum Besuch beten und dann sind sie auch da. Meine Tochter könnte ihn einladen. Schreiben sie ihm desshalb noch nicht. Meine Tochter wird sich dann mit ihnen in Verbindung setzten. Abgemacht. Mit zitternden Knien, riesigem Grinsen und wässrigen Augen vor Freude ging sie an den Bahnhof und fuhr zu ihrer Mutter nach Hause und berichtete ihr alles.
Am Samstag darauf, ging die junge Frau mit einer guten Freundin nach Locarno. Ein wunderschöner Tag war es. Um 16 Uhr wollten die beiden dann wieder auf den Zug. Ihre Kollegin musste noch zum Billetschalter. Plötzlich kingelte das Telefon. Sie sah zwar, dass dieser Mann anrief(sie hatte natürlich umgehend seine Nummer gespeichert), aber angekommen, dass sein Name auf dem Display stand, wars nicht. Sie nahm ab und da war seine Stimme. Er meinte, dass es eine lustige Aktion von ihr gewesen wäre und sich freuen würde, sie wieder zu sehen. Wieder am Montagabend um 7 Uhr am gleichen Ort sollte es sein. Sie verabschiedeten sich. Aufregung war schlichtweg untertrieben. Die junge Frau war eigentlich keine Schminketussi, kaum ein Kleidungsstück hatte ein grosser Wert. Sie zog sich immer so wie es ihr passte an und machte sich nicht gross etwas aus Mode. An diesem Samstagabend war das dann doch schon anders. Sie stand vor ihrem Kleiderschrank und überlegte sich was sie am Montagabend anziehen soll. Unglaublich. Wenn sie ein Ergebnis hatte, war das nach 1 Stunde nicht mehr gut und so ging das bis am Sonntagabend so weiter. Der Montag kam, auf die eine Seite viel zu schnell und auf die andere Seite, wollten einfach die Minuten nicht vorbei gehen. In der Berufsschule, wurde sie immer wie ungeduldiger. Endlich Feierabend. Schnell auf den Zug, ab nach Hause und wieder auf den Zug. Oh nein. Ein Missgeschick. Sie hatte ihre Linsen vergessen. Ja im Alter nimmt die Sehstärke eben wieder ab. Eigentlich, geht es auch ohne Linsen, aber wenn etwas in der Ferne liegt, sieht sie es nur mit einem „Chinesenblick“. Dies hätte vor ihm beim 2. Aufeinandertreffen sicherlich liebreizend ausgesehen. Auch ohne Linsen erblickte sie ihn schon von Weitem. Auch dies war ein wunderschöner Abend. Sie gingen zum Münster auf die Aussichtsplattform. Dort sieht man über den ganzen Rhein und das Kleinbasel. Über ein Gebäude war die Rede. Sie nahmen Vermutungen auf, was wohl dies für ein Gebäude sein könnte. Sie meinte, der Fernsehturm, -ein Gelächter seinerseits,- er meinte, der Messeturm mit Büros(er hatte natürlich recht). Zuvor gingen wir uns etwas zum Trinken kaufen. Ich brachte keinen Schluck runter. Wir redeten und redeten,- über Gott und die Welt. Über Themen wo andere Menschen die Augen verdrehen würden. Zum Beispiel, kamen sie zum Thema Tod. Einen Sarg oder doch eine Urne? Er war sich unschlüssig. Ihm war das nicht so wichtig. Verbrennen wäre schon ok, meinte. Ihr Standpunkt war klar. Einen Sarg. Nicht verbrennen, denn für sie wäre das ehrenlos. Dieser Körper hätte sie das ganze Leben getragen. Ausserdem haben die Mäuse dann auch was davon. Er überlegte und kam zum Schluss, dass das was dran wäre. Als wir gingen, sah er einen Baum an, welcher dort stand und nahm ein Blatt herunter und gab es ihr. Er fragte, „weißt du was das für ein Baum ist?“ Sie: „Leider nein. Die Natur mag ich sehr, aber mit den Namen hab ichs überhaupt nicht.“ Dann fing sie an zu raten. Natürlich hat sie es nicht herausgefunden. Es war ein Kastanienbaum, mit wunderschön grossen Blättern. Am Barfüsserplatz angekommen, setzten sie sich Draussen beim Café Huegin hin. Es dämmerte langsam ein, doch war es warm. Im Café drin, spielte ein Pianist am Flügel. Wie im Film nur schöner. Es passte vom Anfang bis zum Schluss einfach alles. Die Zeit verging viel zu schnell. Für ihn war es selbstverständlich, sie zum Bahnhof zum Gleis zu begleiten. Am folgenden Freitag wollten sie sich wieder treffen und tanzen gehen. Die ganze Woche bis zum Freitag schrieben sie sich und telefonierten. In dieser Woche hatte sie eine praktische Vorprüfung für den Abschluss. Er machte ihr jede Menge Mut mit seinen Gedanken und Worte welche er in wunderschöne Worte umschrieb. Seine Art Dinge zu beschreiben und zu sehen, waren unglaublich. Sie fühlte sich nicht mehr alleine.
Am Freitagabend, war es dann soweit. Die ganze Nacht wollten sie durchtanzen und feiern. Beim Tanzen kamen sie sich zum ersten Mal nahe. Nein, das war nicht eine 0815 Annäherung. Sondern mehr als Besonders. Es kam zum Kuss (leider war sie so aufgeregt, dass das keine filmreife Szene war, aber ok). Später war es für sie dann doch sehr schwierig, nicht müde zu werden. Die Anspannung löste sich nämlich etwas(dies raubte Kräfte) und die Musik war auch schon mal besser. Sie sassen da und er meinte: „Wie war das? Die ganze Nacht durchtanzen? Du siehst müde ausJ. Falls du schlafen gehen willst, kannst du zu mir kommen. Habe eine 2. Matratze und gehe natürlich ins Wohnzimmer schlafen, auch eine 2 Zahnbürste habe ich. Ein Pyjama finden wir dann schon. Sie ging mit ihm ohne Angst. Vom Kleinbasel nach Allschwil liefen sie um 2:45 Uhr und hatten gute 45 Minuten. Den ganzen Heimweg hielt er ihre Hand und war bei jeder Kleinigkeit achtsam. Männer welche ihr die Türe aufhielten, Blumen schenkten, etc. waren nie ihr Fall, er verhielt sich anders und doch waren solche Kleinigkeiten im Spiel nur anders und diese nahm sie bei ihm an. Bei ihm Zuhause angekommen, gab er ihr eine Zahnbürste. Danach suchte er ihr ein Pyjama raus. Sie meinte ein überdimensionales T-Shirt tut es auch(sie ist halt nicht gerade gross gewachsen). Es lagen einige im Schrank aber er suchte und suchte immer weiter. Sie sagte ihm, dass ein Normales auch ganz ok wäre. Er: „Ja weißt du ich suche gerade ein Shirt welches vorne keinen Druck hat, die ohne sind nämlich viel bequemer. Es war ihm überaus wichtig ein Solches zu finden. Schlussendlich bekam ich ein gewünschtes Überdimensinales, mit einem Mini-Aufdruck. Er zeigte sich nicht ganz zufrieden, aber war ok. Nun wollte er die Matratze holen gehen. Sein Bett enthielt 2 Matratzen. Also empfand sie es als in Ordnung bei ihm auf der anderen Seite zu schlafen. Er tat ihr bestimmt nichts. Später lagen sie im Bett und er machte das Licht aus. Er kam zu ihr und fragte leise; „darf ich dir einen Gutenachtkuss geben?“. „Ja“. Danach drehte er sich um und zog sich auf seine Seite zurück. Er fragte: „Bin ich genügend weit weg von dir, damit es dir wohl ist?“ „Danke, es ist perfekt.“ Am Morgen darauf erwachte sie und merkte, dass sie ein Lächeln im Gesicht hatte. Auch er bemerkte dies. Sie stand auf und er war bereits am Frühstück machen. Sie konnte sich einfach setzen. Er erklärte ihr die Idiologie von einer Kiwi. Ohne Kiwi war er nämlich für den Tag nicht startbereit. Umso mehr um so besser. Eine solche Erkenntnis, ist von hoher Bedeutung, denn sie erklärte ihm am Vorabend, dass sie eine Ohnekissen-Schlaferin ist. Nach dem Frühstück konnte sie kurz duschen gehen. Er meinte, dass er halt nur diese Duschsachen hätte, wenn es ihr nicht reicht könnte er auch noch andere holen gehen. Wie gesagt, dieser Mann sagte, solche Sachen nicht einfach, weil es gut tönt. Er sagte dies, weil es ihm wichtig erschien. Natürlich reichte es ihr völlig. Später zeigte er ihr alte Kinderfotos, worauf auch seine Mutter war. Sie unterhielten sich über die Zukunft, Zum Beispiel über das Militär. Er mochte dies nicht. Als Sanitätssoldat trug er eine Pistole. Diese zeigte er mir. Später setzten sie sich auf den Balkon und genossen die Sonne, welche mit aller Pracht schien, sie lehnte sich an ihn. An diesem Tag hatte er ein Fussballmatch. Daher konnte sie nicht länger bleiben. Er begleitete sie aus einer Selbstverständlichkeit zum Bahnhof nach Basel. Einfach so, weil es ihm wichtig erschien und er es als gut empfand. An diesem Tag ging sie zu ihrer Grossmutter ins Spital, auch dies war ihm wichtig zu erfahren ob es ihr besser geht. Jeder der jetzt denkt, dass er aus Anstand nachgefragt hat, der irrt. Seine Art und Weise wie er fragte und wie er sich gegenüber solchem verhielt und dachte, war nicht der Respekt sondern ganz einfach er. Er war so.
Durch die Annäherung und die 2 Küsse war sie dann doch etwas irritiert. Er bemerkte dies auch und meinte, er verstehe das und versuche Abstand zu halten und es langsam angehen zu lassen. Es wäre für ihn aber nicht das Leichteste seine Finger von ihr zu lassen, denn sie sei eine wunderschöne, spezielle Frau. Einen solchen Spruch von irgendeinem Mann hätte sie bestimmt gekontert und nachgefragt, ob ihm seine Sprüche ausgegangen wären. Bei ihm aber, nahm sie es einfach an. Denn er sagte das, weil es ihm wichtig erschien, dies sagen zu können.
Der darauffolgende Dienstag ging sie wieder zu ihm. Er wartete wieder am Bahnhof. Sie gingen kleine Snacks einkaufen und wollten einen gemütlichen Abend zu zweit bei ihm veranstalten. Im Wohnzimmer sassen beide auf je einer Sofaseite. Weitweg von einander,- redeten und lachten. Sie machte sich gerne über sein Alter lustig, da er 28 Jahre alt war. Kissenschlacht vorprogrammiert. Es war wahnsinnig lustig und sie konnte wieder Tränen lachen. Es gab wieder eine Annäherung wobei sie sich schlussendlich einfach im Arm hielten. Es war wie Magie. Leider war der Abend viel zu kurz und sie musste schon bald gehen. Er begleitete sie wieder zum Bahnhof. Dort angekommen konnte sie ihn vom Burger-King Fastfood überzeugen, die Snacks sind dort wahnsinnig leckaa!. Sie schrieben die ganze Woche miteinander per SMS. Am Donnerstag-Morgen fragte sie ihn, ob er an die Liebe auf den ersten Blick glaube und an die wahre Liebe. Er: „Ist schwer zu sagen. Man muss sich doch zuerst ---etwas kennen und vertrauen habe. Aber ob man auf der gleichen Linie steht, das glaube ich schon, dass man das ziemlich schnell merkt. An die wahre Liebe glaube ich.“ Weiter fragte sie ihn: „Was ist für dich wahre Liebe? “Wenn man einander vertraut und gerne aneinander denkt. Wenn man gerne den Tag zusammen verbringt und man auf einander acht gibt kann es durch aus auch sein, dass dies für das ganze Leben reicht.
Am Freitagabend ging sie wieder zu ihm. Sie gingen nicht aus, sondern zu ihm nach Hause. Gingen sogleich ins Bett und schliefen Arm in Arm ein. Seine Nähe und Wärme zu spüren, gab Sicherheit, sie konnte sich einfach fallen lassen ohne nachzudenken, so sein wie man ist, wo kann man das denn schon noch?. Am Morgen darauf, lagen sie immer noch Arm in Arm zusammen. Diese Gefühle, all die Emotionen, dies wird für immer in Erinnerung bleiben. Zusammen schauten sie alte Fotos von ihm an. Seine Mutter war auch darauf. Er erzählte viel von seinem Leben. Vor dem Mittag ging sie nach Hause.
Sie wollten sich am Abend wieder treffen. Zuhause angekommen, fing sie an zu studieren und zu fühlen. Nein, er war noch nicht bereit. Seine 4-jährige Beziehung lag gerade mal 4 Monate hinter ihm. Er musste sie sehr lieben/geliebt haben. Dies spürte sie durch Gespräche. Es wäre nicht fair von ihr, ihn mit ihren Gefühlen zu überrollen. „Er kann nichts dafür, dass meine Gefühle einfach so da waren“, dachte sie. Sie sprach ihn darauf an. Er schrieb; dass er einfach noch etwas Zeit brauche, bis er ihr sagen kann, dass er sie liebe, aber er fühle sich sehr wohl bei ihr und verbringe gerne Zeit mit mir. Dies war das erste Mal, dass sie etwas von ihm nicht ganz annehmen konnte wie sonst. -Denn es wäre nicht fair gewesen. Seine Ex-Freundin war noch zu fest da. Am Abend ging ich zu ihm und er wartete wieder beim Gleis. Sie verabschiedete sich von ihm. „Deine damalige Freundin ist noch zu fest da. Ich möchte dir dies nicht nehmen. Du brauchst halt einfach noch Zeit. Ich bin mit meinen Gefühlen ohne das ichs wollte einfach schon viel weiter. Ich weiss nicht was du mit mir gemacht hast. Danke für die unglaublich wunderschöne Zeit.
Die letzten Worte von ihr:
„Pass uf dich uf“. Sie strich mit ihrer Hand über sein Gesicht und ging.
Sie ging in einen Park wo sie früher mit ihrer Familie und Grossvater in Basel war. Sie setzte sich an den Teich und schaute an den Himmel und sagte; wenn es dich wirklich gibt, dann bring ihn mir mit einem offenen und freien Herzen zurück. Denn er hat mich glücklich gemacht.
Es lies ihr keine Ruhe jeden Tag dachte sie an ihn. 1 Woche später schrieb sie ihm. Keine Antwort. Sie ging zum Onkel und fragte ihn um Rat. Er sagte, er versuche seinen Bruder zu erreichen. 2.5 Wochen später an einem Sonntagabend ging sie mit einem Handgeschrieben Brief zu ihm nach Hause und legte ihn in die aufgeschnittene Flasche rein, woraus er am Rhein getrunken hatte. Darin schrieb sie, dass es ihr sehr schwer fällt, Abschied von ihm zu nehmen. Sie bekam auch auf das keine Antwort. Also nahm sie es schweren Herzens hin, jedoch hörte sie nicht auf an ihn und die wunderschöne Zeit zu denken. Am daraufkommenden Freitag wollte sie am Abend ins Training. Da bemerkte sie, dass sie einen Brief von seinem Onkel bekommen habe. Es stand: „Kommen Sie bitte in mein Restaurant, ich habe eine Nachricht für Sie“. Sie ging mit gemischten Gefühlen; nun, evtl. liess er ausrichten, dass sie ihn in Ruhe lassen soll oder aber er sich melden möchte, aber einfach noch einen Moment brauche und sie sich zurückhalten soll. Auf jeden Fall wollte sie Fassung bewahren und versuchte keine Erwartungen zu hegen. Das erste was der Onkel meinte als sie ankam war: „Setzen sie sich“. Dies tat sie und schaute verwundert, seinen Onkel an. Er sagte: „ Es ist etwas passiert.“ Sie schaute ihn fragend an. Onkel: „Er ist leider verstorben.“ „Aber wie und warum??“. „Er hat sich umgebracht.“ Mehr als dies konnte nicht mal sie verkraften. Sie redete ca. 30 Minuten mit ihm und seiner Ehefrau und Tochter.
Danach rannte sie an den Bahnhof und ging zu ihrer Familie nach Hause. Es waren nur ihre zwei kleinen Geschwister da. Sie konnte es nicht mehr halten und weinte und schreite einfach nur noch.
Nun ja meine Lieben, eigentlich wollte ich, dass es wie eine Geschichte aussieht und niemand bemerkt, dass ich eine Hauptperson in dieser Geschichte bin. Dies habe ich so ziemlich nicht erfüllt. Subjektive Gefühle liesen dies nicht zu.
Es liess mir lange keine Ruhe, auch jetzt wenn ich schreibe, laufen mir ein paar Tränen über mein Gesicht. „Es wird alles gut“, ist ein Satz welcher ich wie die Pest hasse. Dies ist so schnell gesagt und bedeutet den meisten Menschen einfach nichts. So nebenbei sagen, dass man was gesagt hat. Es muss unvorstellbar sein, wenn man 20 Jahre zum Beispiel verheiratet ist und der Partner stirbt. Das ist dann so was von pervers, wenn man dem leidenden Menschen einfach ein „es wird alles gut“ hinwirft. Schickt doch gleich eine Postkarte.
Er begann Suizid mit seiner Armeepistole. Diese hatte ich in der Hand, als er mir sie zeigte. Dies tat er in der Badwanne. Dort stand ich drin. Also kann ich mir alles ziemlich genau vorstellen. Dies tat alles so verdammt weh. Mit einem solchen Gewissen musste ich an meine LAP. Auch an die Beerdigung ging ich. Meine Freundin kam mit. An der Beerdigung kam ein Lied von Alanis Morisette mit Ironic. Es war eine seiner Lieblingsmusik. Auf dem Altar stand seine Urne... . Nach der Beerdigung weinte ich eine geschlagene Stunde in den Armen meiner Freundin. 1 Monat später war ich mit Militärdienst dran und war ein Jahr unter der Woche alleine. Dabei hätte ich mir nur gewünscht, dass jemand da wäre wo mich in seinen Arm nimmt und sagt; „DU BIST NICHT ALLEINE, FÜHLST DU ES NICHT, ICH HALTE DICH.“ Ich war abgeschottet von allen, immer alleine am Abend und diese verdammten Gefühlen kamen immer dann. 3 Monate später hielt ich die gleiche Pistole, mit welcher er sich erschossen hatte, in der Hand und sollte perverser Weise auf eine Scheibe mit einem Mann zielen. Ja dies tat doppelt so gut wie die alleinige Abende. Mein Militär hielt ich durch. Ohne gross aufzufallen oder keine Kräfte mehr zu haben. Nur einmal kamen die Gefühle über mich und ich musste weinen,- vor einem Oberst der mir mitteilte, dass ich nicht in die Offiziersschule durfte. Ich wollte ihn zusammenscheisse und mich verteidigen, dies ging gründlich schief. Den ein Gedanken der plötzlich da war, war; „ja du schaffst es einem Menschen einen Ruck zugeben, damit er sich umbringt, aber du schaffst es nicht mal dich zu beweisen, wie schlecht bist du eigentlich.“ Dies konnte ich mir nie verzeihen. Sich schwach zu zeigen ist nicht gut. Man zeigt sich verletzlich und bevor du es siehst hast du ein Messer im Rücken. Alanis Morissette`s Lied mit Ironic, hörte, hörte ich Stundenweise. Nur diese Lied. Ja dies ist eine meiner weniger schönen Geschichten. Ich erzähle sie heute, da er heute 32 Jahre alt geworden. Happy Birthday. L
Die Hälfte meines Geburtstags wie wir damals herausgefunden haben. Vor 4 Jahren, waren 1.5 Monate die schönste Zeit meines Lebens. Ich danke dir von ganzem Herzen.
In Gedenken an einen geliebten Menschen. 7.2.1979-6.6.2007.
Ich hätte diese herzzerreissende Tragödie besser nicht gelesen. Jetzt bin ich ganz traurig.
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