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Sonntag, 8. Januar 2012

Hallo neues Jahr, nein eigentlich nicht..du bist genauso nicht anspruchsvoll wie das Alte.. .Deshalb allen ein schönes gleiches Jahr.

Dienstag, 3. Januar 2012

Zurück von Liverpool sitze ich im Zug und wie jedes Mal,- dieses Mal sehr stark,- ist mir das Dach auf den Kopf gefallen.

Was mach ich eigentlich hier? Wofür genau lohnt es sich, zurückzukommen?

Am Donnerstag werde ich mich meinen Pflichten fügen, wieder arbeiten gehen ohne jeglichen Emotionen. Ich kehre in mein Heim zurück wobei ich, nicht über mein „Heim“ sprechen mag. Ein warmes Plätzchen mit einem Bett, aber nicht mein Zuhause.

Ich sitze hier und habe einen riesen Knoten im Hals. Ich habe gerade unendlich Angst vor der Zukunft und wie immer stehe ich alleine da. Kein Rückhalt von keiner Seite. Ich spreche von Leuten, welche mir unter die Arme greifen , mich lehren und mit mir zusammen gehen. Ich denke gerade unentwegt an meine Arbeit. Was ist das für ein Leben, wenn man sich ständig während der Arbeit fragt, was das alles für einen Sinn hat, wo genau die Erfüllung sein soll. Hätte ich nicht langsam auch ein wenig Glück, Erfolg, Gesundheit und Freude verdient? Jeder Arbeitstag ist ein Kampf und zur Zeit ein doppelter. Am Donnerstag starte ich wieder mit der Arbeit,- dieses Mal wieder mit 100%,- meinem Fuss zu liebe... . Noch nie und das werde ich auch nie,- habe ich mir meine Lustlosigkeit anmerken lassen . Ich verstehe meine Verantwortung in meinem Beruf. Ich würde den Kleinen Angst machen und meine Aufgabe ist es doch den Familien Sicherheit und Rückhalt zu geben und den Kleinen wenn immer möglich zumindest etwas die Angst zu nehmen. Ich gehe jeden Tag zur Arbeit ohne grosse Motivation, aber ich bin menschlich und sozial gut, das kann ich von mir behaupten. Die Freude für diesen Beruf bleibt mir aber definitiv verwehrt.

Ich kann mich daran erinnern, als ich neu angefangen habe, wie dankbar ich war eine solche Arbeit gefunden zu haben, bei welcher ich am Wochenende frei habe und zu einigermassen Bürozeiten arbeiten kann. Natürlich hatte ich am Anfang ein überschwengliches Gefühl, doch zu einer Absolution wurde es nicht, das wusste ich von vornherein, aber ich liess mich von meiner Freude und Dankbarkeit über einen solchen Job für einen Moment treiben. Dies gab mir ein wenig Schwung und Stärke zurück... .

Es kommt alles hoch, weil ich an einem Ort war wo ich mich wohlfühlte, mit allem drum und dran. Jedes Mal wenn ich lande, bin ich emotional überwältigt,- „Flogi ebe“,- und davon überzeugt mit Motivation für mich selber Neues wie z.B. die englische Sprache, eine gute Geographiekenntnis sehr gut zu erlernen, oder zu versuchen aus dem beruflichen Alptraum zu entfliehen, kaum sitze ich aber im Zug, höre die ersten Berner und sehe all die unfreundlichen Leute, verfliegt alles in Windeseile. Ich frage mich dann, für was? Für was, wenn mir doch die Chance verwehrt bleibt, etwas zu tun was mir, mich als Mensch mit Herz und Niere,- begeistert und ich mit Herzblut dafür lebe. Es gab bis jetzt in meinem Leben noch ziemlich gar nichts was ich länger als 5 Monate mit Herzblut getan hätte. Nein! Auch nicht das Militär. Ja gut sind wir mal ehrlich, das darf man auch nicht zu Ernst nehmen, im Kriegsfall würde man ihm erlegen. Ausserdem waren das auch sonst keine erfreulichen Tage, mein Freund starb in dieser Zeit. Also nein, es gab noch nie was.

Hätte ich Geld, könnte ich meine Nachholbildung machen und dann studieren. Das Stipendium wird mir, so wie es aussieht, verwehrt bleiben, da meine Eltern Wertgüter wie ein Haus besitzen. Schon mein Bruder bekam am Anfang gar nichts und nun nur wenig. Ja das Geld ruiniert Leben. Ich könnte ein Darlehen aufnehmen und mich ruinieren, das würde gehen. Ich weiss aber nur zu gut, was dies heisst; -als ich mit 18 Jahren ausgezogen bin. Es war zwar im Vergleich zu den Schulgeldern nicht viel, doch wenn man nicht sehr viel verdient, will auch dies auf einem gesunden Weg abgearbeitet werden und dafür „krampft“ man. So bin ich nun auf dem „Heimweg“ und frage mich ernsthaft, warum ich all den Bockmist aufgebrummt und andere ihren „Arsch“ auf gut Deutsch keinen Millimeter bewegen müssen und alles in die Wiege gelegt bekommen. Ich fühle mich absolut hintergangen und bin enttäuscht. Ich kann 1000 Mal mehr, als das was dieser Beruf mir abverlangt, ich bräuchte einfach mal ein Engel, welcher mich auf den richtigen Weg bringt und mir zeigt, dass ich gut bin, genau so wie ich eben bin und ich angesehen werde.

Ich würde gerne als Beruf schreiben dürfen. Natürlich lässt mich der Polizeiberuf nicht ganz in Ruhe, aber wie soll ich denn überhaupt die Aufnahmeprüfung schaffen, wenn ich nicht mal anständig und ohne Schmerzen gehen kann? Ja, ein anderer würde wahrscheinlich sagen, hab noch Geduld, nächstes Jahr ist alles wieder gut. Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass das 90% der Menschheit sagen würde, weil sie eben dumm sind. 1. Diese Hobbyärzte können mir bestimmt nicht meine Heilungsprognose auftischen, wenn es nicht einmal ein geübter und langjähriger Spezialist kann, weiter sind sie, obwohl sie,- weil sie so aussehen,- Menschen sind, menschlich...sagen wir mal ungeübt. Man darf ja schliesslich nicht schimpfen. So etwas würde man aus blinder Überzeugung nicht sagen, wenn man sich den Menschen genauer ansieht und sich fragt, warum dass er sich so quält. Hättet ihr Freude jeden Tag mit einem Holzklotz durch die Gegend zu spazieren? Bei jedem Schritt, ich wiederhole bei jedem Schritt!!!, ein Stechen, Ziehen und Schmerz zu verspüren, hättet ihr? Hättet ihr gelegentlich noch Motivation auf euer Arbeitsleben, wenn ihr seht, dass man ein weiteres Lebensjahr seines eigenen Lebens auf etwas wartet (ich spreche von der Polizeischule), wobei man nicht einmal weiss, ob man genommen wird und ob das nun neben dem Schreiben die Erfüllung wäre. Wenn ich daran denke, dass wie gesagt mehr als die Hälfte der Menschen eine gewollte Naivität an den Tag legen, sich beruflich nicht auf Fachkenntnisse berufen, sondern sich subjektiv leiten lassen und auch wenn es die Menschen unter den Teppich kehren; Schwule, Frauen, dunkelhäutige Menschen sind heute noch klar und schwer benachteiligt. Da ich weiss, ich sehe nicht aus wie eine männliche Maschine, habe ich wie immer doppelt zu kämpfen und ich muss gestehen, heute bin ich manchmal müde geworden.

Das neue Jahr 2012 fing aber eigentlich nicht mit einer Sinnfrage des Lebens an, sondern mit 3 wunderschönen Tagen. Ich würde behaupten, diese Tage, sind nun schon eine der schönsten Tage im 2012. Sogar meine Neurodermitis verabschiedete sich über diese Ferien und zwar fix. Sie kam zwar nach meiner Lebenstrauer bei meiner Heimkehr in Windeseile wieder zurück und mit doppelter Portion, jedoch habe ich nun einige Bilder mehr, welche mich beruhigen und an denen ich zu träumen wage für eine andere Zukunft.

Wie es war werde ich in den nächsten Tagen berichten. Nur schon mal so viel; ich war an einem Pier in der Nähe von Liverpool, wo man in die Luft springen konnte und sich in der Luft um einige cm verschob, alles nur wegen dem Wind, der an der irischen See herrscht, in der Schweiz würde eine Sturmwarnung mit dem Namen Ueli herausgegeben.

Elsbeth

Samstag, 31. Dezember 2011

Rutschit ufem Buch, mir trotze em Schnee!

Donnerstag, 31. Dezember 2011

Endlich, die Weihnachten sind um. Das eigentliche Fest war ein Plausch, aber der Rest... Am 25. brach mein Herz und am 26. setzte es mein toter Grossvater wieder zusammen.

Von Anfang an. Wie jedes Jahr gehe ich am 24.12 zu meiner Familie. Am Nachmittag habe ich gebacken,- ja gebacken! Kochen kann ich nicht wirklich, aber backen. Hätte ich einen richtigen und grossen Backofen Zuhause würde ich für jeden Menschen auf dieser Welt backen, aber mein Backofen kommt einem Miniformat gleich. Daher nutzte ich die Gunst der Stunde und backte Zuhause bei meiner Familie Brownies und Birnenwegen-Rollen. War ganz gut gelungen.

Nach dem Backen, stellte mein jünger/kleiner-grössere Bruder den Weihnachtsbaum auf und nach der Frage in viele Grad er noch zurecht gebogen werden müsste, damit er gerade steht, war dann das Schmücken dran. Unser Christbaum ist immer sehr ...farbig. Es wird alles an den Baum befestigt, was in den letzten Jahren angesammelt wurde. Also ein höchst anspruchsvoll-kreativer Baum.

Später gab es unser typisches Weihnachtsessen. Ein teures Stück Fleisch vom Kalb. Kalbsplätzli(von der Niere),- 1kg = 99Fr.-. Wir hatten 20 Fleischstücke in der Pfanne. Für mich gab es wunderbare Pouletbrust-Plätzchen. Einmal im Jahr treiben wir unsere Cholesterinwerte in die Höhe, denn unser „Babi“ brät die Plätzchen in naturgetreuem Butter an. Ca. ½ kg Butter ist wie immer in je einer Pfanne, mit den gewürzten Plätzchen am braten, gibt das eine cholesterin-freundliche super Sauce. Mit meinem Poulet war das der absolute Hit und subjektiv betrachtet hat das Poulet pro kg um die 124.80 Fr.- gekostet und ist somit teurer gewesen als jedes noch so gute Kalbsstück.

Nach dem Essen ging es wie jedes Jahr ab ins Zimmer um zu warten bis das Weihnachtskind kommt und den Tannenbaum...eh ich meine die Kerzen am Weihnachtsbaum anzündet,- zur Verständnis; der jüngste an diesem Abend war mein kleiner Bruder, der knapp noch keine 2 am Rücken trägt. Das hat sich einfach so eingebürgert. Die Eltern machen die Lichter im Wohnzimmer aus, legen als letztes die Geschenke unter den Baum, zünden die Kerzen an und rufen dann wie jedes Jahr: „Ihr chönet cho!“

Im Wohnzimmer alle versammelt, betrachtet man den Baum und fängt miteinander an zu singen. Nun gut, jedes Jahr verschlechtern wir uns. Dieses Jahr war das Niveau um einige Meter weiter gefallen. Kurz zur Erklärung: vor gut 15 Jahren(meine Güte ich bin alt geworden), standen wir in der Stube, vor uns der Notenständer, in unserem Mund eine Flöte, sangen und spielten Instrumente und zwar total konzentriert und innerlich total ungeduldig auf die Geschenke. Nach gefühlten 4 Stunden war es endlich so weit. Schnellst möglich Kerzen auslöschen, brav hinsitzen und hoffen, dass man als erstes Geschenke bekommt, bei 4 weiteren Geschwistern kann das Warten schon mal unerträglich werden.

Dieses Jahr haben sich irgendwie die Rollen vertauscht. Wir sassen alle auf dem Sofa probierten ein Lied nach dem anderen anzustimmen und bis zum bitteren Ende durchzuhalten,- bei 6 von 7 anwesenden Personen, besteht die Chance, dass der eine oder andere eine weitere Strophe von einem Weihnachtslied kennt. Nach jedem gesungenen oder abgebrochenen Lied, legte unser Vater Einspruch ein. Seine Worte: „So und jetzt chömet dGschänkli!!“ Früher konnten wir als Kinder kaum still sitzen und „chüschelten“ miteinander, machten unsere Faxen, so dass unsere Mama den Finger hob, heute sind es die Eltern. Dieses Jahr, es war beim Lied „oh du Fröhliche“, sah ich meinen jüngsten Bruder an und musste etwas grinsen. Er der den grössten „Seich“ früher verzapfte, war derjenige welcher sich am meisten Mühe beim singen gab. Und plötzlich: Ein jemand neben mir, welcher plötzlich aus heiterem Himmel sich fast auf den Boden kugelte vor lauter lachen. Da fing doch plötzlich unser Vater total an zu lachen und versaute das ganz weitere Lied. Als er fertig war: „Fertig jetzt, ich will jetzt Gschänkli ha.“ Kurze Zeit später gaben wir auf und ich musste mir meine Tränen vor lauter Lachen aus dem Gesicht streichen.

Meine Mutter nervte mich vor 2 Wochen, was ich mir denn auf die Weihnachten wünschen würde. Wie jedes Jahr sagte ich ‚nix’, so dass meine Mama natürlich nicht locker lies. Einen Tag bevor meine Eltern Weihnachtseinkäufe machen gingen, lass ich in der Zeitung: Was man an Frau NICHT zu Weihnachten schenken sollte. Dort entdeckte ich, was ich mir wünschte. So ging ich nach Hause, wartete bis meine Mama mich mit der Frage was ich mir wünsche, quälte und meine Antwort war: „Ich heti gern en chline Staubsuger.“

Darf ich vorstellen, nun hat es Zuwachs für meine Lotti und Donna gegeben: Der liebe RUEDI schmückt nun meinen kleinen Putzschrank und saugt was das Zeug hält, ich mach sogar extra Dreck, damit er sich wohlfühlt. Seit mehr als 5 Jahren lebe ich schon alleine, aber bis zu Weihnachten 2011 schaffte ich es nicht einen Staubsauger zuzulegen, ich machte alles,- fleissig und putzteuflisch wie ich bin,- mit einem Feuchtwischer.

Nach der feucht-fröhlichen Bescherung, gingen wir bald schlafen. Regula war nämlich krank. Trotzdem schlief ich in ihrem/meinem alten Zimmer. Bevor sie einschlief, mussten wir unbedingt noch etwas pleuderlen und sie ablenken. Ihr war spei-übel und ich nahm mir vor dieses Mal alles richtig zu machen. Das letzte Mal als ich es gut meinte und versuchte einen Menschen auf andere Gedanken zu bringen, war im Flugzeug mit meiner Freundin welche Flugangst hatte. Ich spielte mit ihr das Buchstaben-Henkerspiel. Es war wirklich nur gut gemeint! Keine bösen Gedanken standen dahinter, ich schwörs! Bei meiner kränkligen Schwester machte ich aber schliesslich alles richtig. Das sah man anhand von ihren Unternehmungen in der Nacht. Kein Erbrechen, WC-Gang oder sonstiges. Sie schlief.

25. Dezember 2011

Um 9 Uhr erwachte ich, schlich mich aus dem Zimmer,- neben an meine schlafende Schwester und ging duschen. Schon in der Dusche bemerkte ich, dass dies ein Tag sein würde, bei welchen ich mich an mein Leben von früher erinnern würde. In meiner ehemaligen Familiedusche waren die ersten Erinnerungen nicht weit. Ich erinnerte mich wie ich nach meinem Training jeweils zu Hause duschte,- dies machte mich traurig wegen meinem krüpligen Fuss, ich erinnerte mich daran, wie gross die Plage damals für mich war duschen zu gehen mit meinen immer wiederkommenden Hautausschlägen, - wie die Ärzte mein Bein damals fast abgeschlachtet hätten, weil sie zu inkompetent waren und ich ohne Betäubung Hautfetzen von meinem Körper mit einem Skalpell weggeschnitten bekam und ich erinnerte mich daran wie ungern ich die Duscharmaturen trocken wischte. Weiter musste ich feststellen, dass ich keinen Zentimeter mehr gewachsen sein kann, denn wie früher so auch heute, konnte ich das Fenster nicht bis ganz oben kurz abtrocknen, ich war und bin einfach zu klein.

In der Küche setzte ich mich hin, mein Vater war bereits wie früher am Tisch, las Zeitung, trank Kaffee aus seinem heissgeliebten Mucheli und verzog seine Mimik je nach Text. Ich war zum Anfang ca. 5 Minuten damit beschäftigt herauszufinden, was eine Zeitung am 25. Dezember für einen Sinn machen würde. Eine logische Erklärung fand ich nicht und beendete meine unendlichen Gedanken mit einem trauernden Gefühl für all die Leute, welche die Zeitung für den 25.12 am 24.12 schreiben mussten.

Ich setzte mich an den Tisch, ass Brot von meiner Lieblings Bäckerei, trank Tee und schon gingen die Gedanken weiter. Ich sah die zwei selber gebastelten am Fenster klebenden Sterne. Ich erinnerte mich daran, was das für ein Hype war, mit Fensterfarben zu malen. Durch das Fenster, sieht man an ein Waldstück hinauf. Keine Sekunde verging als ich plötzlich an meine erste Jugendliebe dachte. Ich erinnerte mich daran, wie wir herausgefunden hatten, dass wir uns eben doch mehr gerne hatten, als eben nur so und auch daran, dass wir als wir uns kennen lernten, in genau diesen Wald spazieren gingen. Damals hatte es Schnee. Es muss wenn ich mich recht erinnere, Anfang eines Jahres gewesen sein. Ich konnte mich genau an dieses Gefühl erinnern, welches ich damals verspürte.

Als ich mein Geschirr verräumte, sah ich auf die Uhr und stellte fest, dass es 10 vor 10 am Morgen war. Noch 20 Minuten bis mein Grossvater vor 7 Jahren gestorben war. Ab diesem Moment spürte ich, dass ich mich trotz meiner ganzen Familie total alleine fühlte. Ich dachte an meine nicht gekannte Grossmutter mit welcher ich mich verbunden fühle, an meinen verstorbenen Freund und eben an meinen Grossvater. Es war total störend, 3 Geschwister nebenan zu haben, welche total verliebt und glücklich sind. Wieder mal sass ich da und dachte nicht zum ersten Mal, dass mir alles genommen wurde, obwohl ich es teilweise nicht einmal richtig kennen durfte. Die Stunden vergingen.. . Am Nachmittag fuhr mein kleiner Bruder mich nach Hause und half mir mit meinen Geschenken hochzutragen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich war Zuhause zu sein. All die Lasten von früher sassen mir alle samt auf einmal im Nacken. Ich begab mich sofort ins Bett. Eine riesen Kluft lag in mir und ich konnte machen was ich wollte, sie verschwand nicht. Am Abend liefen mir dann aus heiterem Himmel Tränen über mein Gesich und ich war froh konnte ich weinen. Ich fühle mich sehr schwer alleine. Irgendwann schlief ich ein.

Am 26.12 erwachte ich und ging aufs Klo und riskierte nach einem zuvor weinenden Abend einen Blick in den Spiegel. Dies hätte ich besser nicht getan. Mein Gesicht war aufgepumt wie Michelin’s Pneu. Kein Wunder nehmen nahestehende Menschen den erst besten Sarg den sie kriegen können,- bei einem solchen Anblick.

Um 4 Uhr ging ich auf den Zug nach Basel. Ich ging auf das Grab zu meinem Grossvater. Wie jedes Jahr wollte ich ihm einen kurzen Jahresüberblick erzählen. Am Grab angekommen, sah ich, dass er vor mir Besuch gehabt haben muss. Eine angezündete Grabkerze stand nämlich da. Beovor ich mich vor sein Grab hinsetzte, sagte ich wie jedes: „Ich habe keine Ahnung, ob das ein reinster Witz ist was ich hier tue, aber es wäre schön, wenn es nicht so wäre.“ Mit diesen Worten setzte ich mich hin, zog meine angelaufene Brille aus und zündete meine mitgebrachte Kerze an. Ich war aber nicht darauf gefasst, dass die Zündhölzer, welche ich am Bahnhof bekommen habe, so irrsinnig schnell abbrennen, ich verbrannte mir den Finger und spickte vor lauter Schreck das Zündhölzchen weg, so dass es auf dem Nachbargrab ankam und auf den Blümchen weiter brannte. Ich stampfte sogleich, das Feuer nieder und bemerkte sofort, dass ich eine mutwillige Grabschändung veranstaltet habe.

Wie jedes Jahr erzählte ich ihm als 1. vom diesjährigen Weihnachtsfest. Dann erzählte ich die wichtigsten Dinge aus diesem Jahr von meinen Geschwistern und meinen Eltern und dann kam mein ganz persönlicher Jahresüberblick dran. Ich erzählte was gut lief, woraus ich gelernt habe, was schlecht war, welche bösen Menschen ich kennengelernt habe, von der Liebe,- und dass er noch nicht verstorbener Urgrossvater ist und und und. Ein paar Tränen liefen, als ich sagte, dass ich mich alleine fühle.

Es ist sehr speziell; ich bin nicht traurig, dass ich keinen Mann an meiner Seite habe, ich fühle mich traurig, weil ich dieses Gefühl nicht mehr kenne. Dies lässt mich einsam werden. Einen Mann wäre am Sonntagmorgen schön, aber das Gefühl der Liebe möchte ich wieder richtig und offensichtlich in meinem Herzen haben, nicht nur am Sonntagmorgen. Zu wissen, dass es da ist, dies wäre das was ich mir wünschte, erst später der Mann. Daher ist es natürlich total kontraproduktiv wenn ich nebenan 3 Geschwister habe, welche totaaaal verliebt sind. Erkenntnis: Verliebte Menschen sind mühsam und nerven.

Nach ¾ Stunde pleuderlen, sagte ich wie jedes Jahr: „So mis Füdli isch wieder emol igfrohre, ich muess jetzt also langsam go.“ Nach Knacks und ächtz stand ich auf meinen eingefrorenen Beinen. Dann kam mir,- auch wie jedes Jahr noch etwas in den Sinn um zu sagen und schimpfte noch kurz über den neuen Stil des Friedhofs,- mit den LED Lichtern und dann ging ich, mit der Bitte, dass er mich doch noch etwas begleiten möge. Ja! Tote bitte ich um solche Sachen. Beim Treppenausgang vorne angekommen, empfand ich die Sterne als sehr unscharf. Erst dort bemerkte ich, dass ich meine Brille auf dem Grab vergessen hatte. So kann man sehen, dass noch nicht alles von Elsbeth verflogen ist. Ich lief langsam zum Grab zurück. Ich wusste, dass sie noch da sein würde, ansonsten wäre am nächsten Tag im Blick gestanden: Blick. Die stärkste Zeitung der Schweiz. Toter klaut Brille.

Nach diesem Friedhofbesuch erlebte ich wunderschöne und erholsame Tage.

Der Physiotherapeut war zufrieden(ich auch), ich konnte in Ruhe meine Übungen machen, musste nicht Arbeiten und 4 Stunden auf den Beinen stehen, so ging die Schwellung trastisch zurück, wie auch die Schmerzen.

Weiter besuchte ich meine Expo-Familie in Welschland. 3 Stunden Hinweg zu ihrem Ferienhaus hatte ich mit dem Zug. Es war ein wunderschöner Tag. Von Aigle nach Leysin stieg ich in ein Bähnchen, was einer halben Zahnradbahn gleich war. Die Steigung war gross und die Aussicht und das Wetter fantastisch, Sonne und Schnee. Dort fühlte ich Weihnachtsstimmung. To late. Vielleicht nächstes Jahr. Dieses Bähnchen ist absolut meine favoriten Bahn,- auch wenn sie zur SBB gehört. Das ist so winzig und herzig, das schliesst man sofort ins Herz. Wir gingen einen Kaffee trinken und liefen in Leysin etwas umher. Ein wunderschönes Feriendorf. Wär hätte es gedacht? Dort sah ich meinen Sämi wieder. Wer? Herr Schmid Samuel persönlich. Mittlerweile habe ich ihn schon ca. 6 Mal in meinem Leben gesehen. Das letzte Mal am Schwingfest in Aarau als ich im Militär war. Dort schüttelte er mir vor laufender Kameras die Hand und ich dachte, wenn das so weiter geht sind wir bald beste Freunde. Ein Dutzis wäre langsam aber sicher an der Zeit. J Herr Schmid stand auf der anderen Strassen seit und kam rüber, denn am Morgen hatte er schon mein Expo-Papi gesehen und ihn ein kleines Stück mit dem Auto mitgenommen. „De Sämi isch ebe de Bescht!“. Nun begrüsste er uns alle. Mein Expo-Papi erzählte ihm von meinem geleisteten Militärdienst und vom Schwingfest in Aarau. So kamen wir in ein kurzes Gespräch und er meinte, dass er sich noch an eine zierliche Frau in Uniform erinnern könne und dass er das stark fand. Jaja auch Alt-Bundesräte, sind eben subjektiv. Mein Vorhang war auf jeden Fall ab diesem Moment unten. Eine zierliche Frau... vielen Dank Sämi.

Einen weiteren schönen Tag erlebte ich trotz Erkältung mit meiner Schwester in Luzern Wir gingen einkaufen und assen im besten chinesischen Restaurant,- in Luzern. Das Bing Haus. Wie wir herausgefunden haben, heisst Bing,- Fladenbrot. Aus Anstand fragte ich nicht nach wieso. Nach dem feinen Essen gingen wir an ein Konzert. „The old time jungle cats“ spielten im Stadtkeller in Luzern. Eine Jazzband, welche Lieder von Louis Armstrong zum Besten gibt. In dieser Band ist auch mein ehemaliger Lehrer, welchen ich ab und zu in Luzern besuchen ging. Dieser Abend brachte mir ein paar Freudentränen ein. Diese Band existiert schon so lang und man merkte bei jedem einzelnen Musiker auf dieser Bühne, dass er es liebt. Ich genoss jeden Ton, es war einfach total genial. Ein paar Kollegen aus seinem Jura-Studium lernten wir kennen. Einer war besonders supa. Seine Sprüche endeten meistens mit: „S’Alter weisch!“. Der Beste war: „Wärdit so schnell wie möglich alt, denn chönit dir en Weltreis unterneh!“. Sogar Lebensweisheiten lernten wir so an diesem Abend. Als das Konzert (leider) ferig war, gingen wir schon bald auf den Zug. Leider war dies der Zug von Milano nach Basel. Dieser Zug gehört an der SBB, orientiert sich aber zunehmend am italienischen Volk und streikt. Auch an diesem Abend. So gingen wir dann um halb 1 Uhr auf den S-Bahn Zug und ich war um halb 2 Uhr Zuhause. Egal, dieser Abend war ein echtes Highlight und werde mich noch lange und gerne daran erinnern.

Heute ist Silvester und ich freue mich so drauf, dass ich vor lauter Vorfreude müde werde. Es ist für mich wie ein Valentinstag. Die Leute haben, dass Gefühl es ist etwas Spezielles und sie können mit verschiedenen Sachen abschliessen, weil das neue Jahr da ist. Geht morgen die Sonne an einem anderen Ort auf oder lieben sich ab Morgen alle Menschen, nur weil Morgen eben nur Morgen ist?? Es hilft alles nix, die Menschen denken so und sollte man annehmen, das was die Menschen munkeln stimmt, so wird dies der letzte Silvester auf Erden gewesen sein.

Weil es alle tun, tu ich es nun auch: Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins Jahre 2012 und bedanken mich bei meiner kleiner hartnäckigen Lesergemeinschaft. Vielen herzlichen Dank. Alles Liebe und Gute.

Elsbeth

Gut, ich kann es mir nicht verkneifen. Was bitte schön ist anders als heute? Ich werde mich 2 Monate damit rumschlagen die richtige Jahreszahl zu schreiben und darin sehe ich nicht wirklich eine Freude, also auf was freuen sich die Menschen und was wird morgen anders sein, ausser dass Elsbeth in aller „herrgottsfrüeh“ im Flogi Richtung Liverpool sitzt!?!?

Freitag, 23. Dezember 2011

Montag, 23. Dezember 2011

Haben Flugzeuge auch eine Weihnachtsbeleuchtung? Und wenn ja, wann wird sie angebracht? Auch im September? Ist der Flug dann so noch sicher? Was wenn die Triebwerke ausschalten? Stürzt dann das Flugzeug mit seiner im September angebrachten Weihnachtsbeleuchtung am 23. 12 2011 in die tiefe des Meeres ab? Dann könnte man sagen; die Ami vergünstigen zwar ihre Beerdigung, wenn man seine Asche in das All schiessen lässt, aber die Europäer sind dann doch noch menschlicher. Es gibt eine gratis Beleuchtung für das Meeresgrab und zusätzlich kann man es jederzeit auf Google Earth oder vom einem Nachgänger der MIR vom Weltall aus mit voller Wehmut das Todesgrab betrachten und beten. Das einzige Übel: Die verstreute Ami-Asche im All, die teilweise die Sicht raubt. Man müsste dann den kleinen Kinder nur noch beibringen, dass die Verstorben uns nicht vom Himmel herab begleiten, sondern dass sie uns von der Kloschüssel aus beobachten und trösten.

Warum ich das erzähle? Genauso absurd verlief dieser Monat für mich. Total komische Beobachtungen habe ich gemacht oder komische Informationen erhalten. Es war auf jeden Fall vieles komisch und absurd. Beispiele:

Eine vor mir hergehende junge ’Frau’ mit Pelzkragen, schneemonstermässige Plüschschuhe, -mit Zigarettenabsatz, -oben verziert mit einem Eichhörnchenschwanz-Fell, Tiger-Leggins, einem gefütterten Mini-Minirock, eine beim Waschen eingegangene Jacke und wasserstoffblonden Haaren inkl. brauner Haaransatz, welcher typisch ist für eine naturtreue Blondine. Was habe ich mir da wohl gedacht? Natürlich! Ein Chihuauau fehlt. Und was passiert??? Natürlich! Ein Pärchen kam mir geradewegs nach meinem Gedankensprung entgegen mit einer mini Ratte UND da ja bald Weihnachten ist: Ein pinkiges Mäntelchen für den kleinen Waschlappen ohne Fell. Natürlich habe ich mich umgedreht um zu schauen ob die Felltragende, mit Tigerleggins beschmückte Dame mit dem Chihuauau Pärchen ein Treffen hatte um den Hund zu übergeben. Leider nein. Macht nix. Zum Trost: Der Hund war pink.

SBB-Lautsprecher Durchsagen am Morgen früh:

Wir verabschieden uns von Ihnen und das Fundbüro ist ihnen äusserst dankbar für alle nicht verlorenen Gegenstände.

Ein ander Mal im Zug (er fuhr gerade los als dies vom Lautsprecher erklang:)

Sehr geehrte Damen und Herren. Dieser Zug wird heute nach Basel fahren.—Punkt.(Gott sei Dank und ich dachte schon,- ohne Halt bis Bern!) Ja der Schnellzug von Zürich nach Basel ist nicht nur sinnvoll, er hat auch Humor und Charme.

Bei der Arbeit:

Kind zu Mutter: „Ich ha di ned gärn.“

Mutter: „Jo ich weiss.“

Eine Frau in der Apotheke: „Grüezi, ich het gern en Entschlankigstee.“

Apotheker: „Für Sie denne?“

Frau: „Ja genau.“

Wäre das eine 250kg Frau gewesen, dann wäre es in Ordnung gewesen und ich hätte ihr als Apotheker geradewegs noch eine Telefonkarte von einem fähigen Chirurgen weitergereicht, welcher schon mehr Magenbänder implantiert, als sein eigenes Klo sauber gemacht hat. Dort vor dem Apotheker stand aber eine junge ca. 30 jährige Frau, blond gefärbte Haare (nicht Wasserstoffblond), sehr elegant angezogen, um die 1.70m gross, SCHLANK, etwas übergeschminkte Wangen mit viiiiel Make-up, sie hätte aber ein angenehm-schönes Gesicht gehabt, hätten da nicht die Farb auf Farbschichten so viel Sicht geraubt und man sah, dass ihr Körper ein Dauerthema war. Eine Frau welche Gesundheits-Klatschheftchen liest, eine Creme für jede einzelne Pore am Gesicht aufträgt, einen Mann hat, welcher viel Geld hat und viel auf Geschäftsreisen ist oder jede Menge arbeitet und sich als allgemein dick bezeichnet, wobei sie beim BMI dem Untergewicht nahe kommt.... UND EBEN DIE WOLLTE EINEN ENTSCHLANKUNGSTEE, ich glaube ich brauch ein Magenband.

Im Coop wollte ich eine Gutscheinkarte kaufen;. Wo sie sind? Gleich unterhalb der Glückwunsch-Scheidungskarte.

Und nun das absurdeste: Morgen ist Weihnachten. ICH habe all meine Geschenke, es sind nur noch noch 2 Sachen zum ausdrucken und 4 Geschenke zum einpacken. Und trotzdem bin ich 1 Tag zu früh dran. Die SBB färbt ab.

Mein persönliches Weihnachtsgeschenk ist vor ein paar Tagen schon eingetroffen. Meine DVD-Wunschbestellung ist da, nun bin ich von „E.T.“ über „Singing in the rain“ total beschäftigt über die Weihnachtstage.

Gesundheitlich gesehen, geht es mir etwas schlechter. Anscheinend habe ich eine Knochenhautentzündung, die Belastung auf den Fuss ist zu viel. Die Einlagen waren am Anfang nix wert, weil ich keinen Halt mehr hatte und sich der operierte Fuss ständig verknickste. Ich kann euch sagen, das tat gut. Nun wurden sie nochmals angepasst, jetzt ist es ok. Auch so ist es aber noch schmerzhaft. Die Einlagen stützen und aktivieren, alles braucht seine Zeit.

Zu meinen Jungs: Ach meine Jungs, meine Jungs....die Jungs von der Autobahnpolizei, genannt Cobra 11. Sie waren meine Helden. Jeden Donnerstagabend, versüssten sie mir diesen Abend mit absolut unrealistischen Szenen, psychologischer Inkompetenz, verschrotteten jedes Mal aufs neue wunderschöne Autos, und stiegen wie Juck Norris nach einer eigentlich schwerverletzbaren,- wenn eigentlich nicht sogar tödlichen Aktion aus ihrem Auto unverletzt aus . Und weil alles so schön war, rennen sie noch eine runde um ihr Leben, denn das Auto fliegt natürlich in die Luft. Früher passte sich die Serie nicht besonders dem Amiland an, sondern sie hatten ihren ganz eigenen Stil. Es waren „normale Verfolgungsjagden auf „normale Psychopathen“, sie hatten ihren ganz eigenen Stil die Serie zu gestalten und dies fand ich als höchst angenehm. Eine Serie welche einen nicht sehr hohen Intelligenzquotient hat, keine ewigen mühsamen und kaum mehr ansehbaren Weltuntergangsszenarien und auch keine immer in Lebensgefahr zu sein Serie.

Seit den neuen Folgen wurde alles anders. Kaum ein Auto fliegt mehr,- so wie früher in die Luft(auch wenn das unlogisch war,- ich fand’s sehr amüsierend), jedes Mal sind sie in tödlicher Gefahr, machen lebensgefährliche Undercover-Einsätze und die Hälfte wird mit lauter Musik und Schiesserei übertrönt. Sogar der Humor war früher besser. Nun bin ich etwas enttäuscht und wünsche mir die alte Zeit wieder zurück.. . Und wenn wir gerade dabei sind,- die Musik aus den 60ger bis Ende der 80ger hätte ich auch gerne wieder, Männer mit Stil von früher, die schönen Filme, die Schrift von früher und nicht zuletzt die Mode aus den 70-80 Jahre. Ich denke, der liebe Gott, liess mich zu lange im Backofen und hat mich einen Moment vergessen. Eigentlich sollte ich einen 1970 Jahrgang besitzen. 20 Jahre hat er mich einfach liegen lassen, da frage ich mich ob der wehrte Herr da oben nicht langsam etwas wieder gut zu machen hat. Habe bis jetzt noch nix gespürt und wenn dann eher nur das Gegenteil. Vielleicht sind seine Gedanken: „Naja 20 Jahre... was soll’s da kann man auch nix mehr ändern.“ Wenn dies der Fall sein sollte,bedanke ich mich. Sind wir schon 2.

Bis Weihnachten. Alles Liebe.

Elsbeth

Montag, 12. Dezember 2011

Sonntag, 11.12. 2011

Mein Wochenende: Mein Wochenende war schön. Langsam aber schön. Auch wenn der Wetterfrosch wieder einmal gelogen hat, es war schön.

Am Samstagmorgen bin ich ohne mit der Wimper zu zucken aufgestanden, habe meine Wohnung blitzeblank hergerichtet, ging einkaufen und fuhr um halb 6 Uhr am Abend los. Ich wollte weg.

Ziel: Lugano. Weg ins Ziel: Direkt. Fragen: Keine. Los.

Der Weg nach Lugano war wahnsinnig unterhaltsam. Ich fühlte mich in einer Live-Seifenoper. Ich war ein Nebendarsteller, welcher für das realistische Bild einfach ein Mitreisender spielte. Hinter mir war ein etwa 50-jähriger Mann, kaum auffallenden, Zeitung lesend und still sass er da, wie ein Jürg eben. Ich war am umher träumen bis mich der Rufton seines Handys mich aus den Träumen riss. Es war ein normaler Rington, das fiese daran; er war sehr hoch und bei jedem weiteren Klingeln wurde der Ton läuter. Nun gut, als Strafe dafür, dass sich der Jürg wie ein 14-jähriger Teenager verhielt,- was den Rufton anbelangt,- hörte ich aufmerksam seinem Telefongespräch zu.

Jürg: „Hallo!?“

Telefonstimme (TS): „djsa ofjo...df hajdf.ejrine hdfpa ajsdp..“

Jürg: „Ich verlange vo der Respekt, Achtig, Astand und vorallem en ufrechtigi Entschuldigung..“

Jürg: „fjdskalö. Sadjf uoai, sgjirgjsagh,a gaoigoj“

Jürg: „Lueg ich han jetzt grat ächt nüme Luscht mit dir zrede, jetzt isch sMass aller Dinge eifacht voll, emmer wird’s irgendwenn so dreiht, dass ich nu Tschuld bin. Es isch gnueg!!“

(Der unauffällige Mann war während des ganzen Gesprächs, sehr ruhig und wurde nicht ausfallend, seine Stimme war aber bestimmt und gezielt.)

TS: „wpagfshg...brummel...brummel...ahsfupz ghagz adhfp s.“

Jürg: „Ich sägs nomal; ich verlange, vo der Respekt, ich verlange vo der Astand und ich verlange vo der en ufrechtigi Entschuldigung bevor,- wenn überhaupt,- ich nomal chum. Ich han gnueg. Ich la nüm uf mir so umetrample!!“

So ging das Gespräch noch munter 5 Minuten weiter, bis er sich kurz und entschlossen verabschiedete. Ich denke eine Frau war am anderen Ende am Telefon. Entweder eine verzogene erwachsene Tochter oder eine Frau. Ich seh sie vor mir: 1.60m gross, auftoupiert, blonde Haare inkl. brauner Haaransatz,- eben 100% natur-Blondine, pinke Lippen, überschminkte Augen,- die Falten danken und werden mehr, blaue Leggins, hautenges Oberteil,- trotz ein paar vielen Speckröllchen zu viel, einen gutgemeinten Ausschnitt mit einem zu engen BH, Kaugummi kauend und eine halbe Flasche eau de cologne am Körper. Genau so. Etwa 10 Minuten später klingelte das Handy mit dem tollen Ton wieder. Jürg stand auf, lief an mir vorbei und ging aus dem Abteil raus. Da ich gegenüber der Tür sass, konnte ich teilweise alles sehr gut mithören, vorallem dann, wenn seine Stimme das „normale“ Lautstärkenvolumen überschritt. Der arme Jürg war richtig wütend. Was ich alles hören konnte, war eigentlich das Selbe wie oben, nur mit ein paar Fluchwörter zwischen drin und etwas leiser...eh ich meine lauter.. . Etwa 3 Mal sagte er, er beende jetzt das Gespräch, liess die Person am anderen Ende dann aber weiterreden. Da ist er selber Schuld. Wenn er wirklich die Schnauze voll hat: Auflegen und Telefon ausschalten! Nach ein paar Anläufen, beendete er das Gespräch dann aber doch. Ich mag das nicht, wenn ich Leute streiten höre. Da zerreist es mir das, Herz und manchmal habe ich bei Streithähnen einfach keine Geduld mehr zum zuhören, es gibt Menschen welche absolut nicht schön streiten können. Da würde ich gerne das Zepter übernehmen. Jürg hatte bis auf die leeren Drohungen am Schluss aber seine Sache wirklich gut gemacht und ich hatte erbarmen mit ihm. Er kam zurück in den Wagon, setzte sich ein Abteil hinter mir wieder auf seinen Platz. Kurz darauf klingelte das Telefon noch mal, er drückte den Anrufer weg und schaltete doch tatsächlich das Natel aus. Zu schön wär’s gewesen nochmals eine Ladung „Jürgs Streitigkeiten“ zu hören und geniessen. In diesem Moment, war ich überglücklich alleine weggefahren zu sein, einfach Ruhe.

Eine halbe Stunde später, ich war am einschlafen, hätte ich fast einen Schuh Richtung Jürg geworfen. Der Holzklotz stellte sein Natel wieder ein und natürlich klingelte es. Danke Mister Jürg, ich hatte gerade eben einen riesen grossen Schokoladenberg zum abmampfen, du hast ihn mir versaut. Dieses Mal war jemand anderer am Telefon. Ich denke ein gemeinsame(r) Freund/in der beiden. am Telefon und sie diskutierten darüber, was so eben geschehen war. Jürgy-Boy erzählte das Selbe dieser Person nochmals, plus dass er zur Zeit nicht mehr Lust habe, darüber zu sprechen und nun Richtung Bellinzona unterwegs wäre um zu lesen. Er hatte zwar keine Lust zu reden, das Telefon dauerte dann aber doch 20 Minuten. No comment.

Als Jürg ausstieg, war ich zu tiefst traurig. So eine reale Seifenoper habe ich schon lange nicht mehr live gesehen. Sogar das Ende ist vorprogrammiert! Leute!- Bald ist Weihnachten! Er grollt bis dahin noch vor sich hin, dann gibt’s am Heilig Abend Friede, Freude, Eierkuchen, an Silvester gibt es einen Versprechungskuss niemals mehr zu streiten und für ewig zusammen zu sein und dann ist auch schon das neue Jahr da, um alle guten Vorsätze so schnell wie möglich zu vergessen und zu brechen! Auch mit 50 Jahren hat man schliesslich noch nicht ausgelernt! Alles Gute lieber Jürg!

In diesem Winter habe ich das erste Mal Schnee gesehen und zwar in Airolo. Ich war friedamässig froh , fuhr der Zug so schnell vorbei. Es fror mich vom blossen hinschauen.

In Lugano angekommen, fragte ich mich wieder einmal offensichtlich, was diese Pünktlichkeit genau bewirken soll!?! Ich glaube kaum, dass jemand böse wäre, wenn der Zug ein paar Minuten Verspätung hätte, er ist ja schliesslich von Basel her gestartet und nach 4 Stunden in Lugano eingetroffen,- ohne 1 Minute Verspätung. Ich hoffe der Mensch welcher die Pünktlichkeit erfunden hat, konnte nie schlafen und verstarb früh und qualvoll. Er starb wahrscheinlich aus hyper-psycho-somatischen Gründen. Er konnte nicht mehr schlafen, denn die Angst war zu gross, dass der Wecker verspätet klingeln könnte. Es muss ein Schweizer gewesen sein, welcher so ein Quatsch erfunden hat.

In Lugano angekommen, dankte ich meinem Navi auf meinem Natel und folgte ihm ohne Zweifel. Bei einem Bahnübergang stand ich vor verschlossenen untenstehenden (untenliegenden??!) Barrieren,- ich sah auf die Uhr...... 5 Minuten bis die Barriere wieder hochgingen.

Morgen im Blick die stärkste Zeitung der Schweiz: SBB-Überpünktlichkeitsseuche schlägt nun auf Barrieren ein. Erste Fälle im Tessin bekannt.

Mein Hotel war 5 Minuten vom Bahnhof entfernt, mit direkte Seesicht und ich war ab dem ersten Moment total verliebt in das Hotel. Hohe Wände mit Stuck bedeckt, wunderschöne Kronleuchter,- Grosse und Kleine, ein heimeliges, altmodisches wie auch modernes Gebäude. Es harmonierte sehr. Die Angestellten waren äusserst freundlich. Mein Zimmer war tiptop,- bis auf die Badewanne, die gab es nämlich nicht. Ich bade nie. Das geht mir absolut zu lange, aber im Hotel mache ich eine Ausnahme. Dort kann ich abschalten, jedoch nur wenn ich alleine unterwegs bin. Ich genoss daher eine laaaange Dusche und machte mich dann ans Werk. An diesem Abend schrieb ich einige Briefe, Karten, schaute einen alten James Bond Film-Diamantenfieber und genoss es ein riesen Bett zu haben, denn das Hotel stellte mir ein 2 Bettzimmer zur Verfügung.

Um 2 Uhr schlief ich in etwa ein und um halb 9 Uhr klingelte der Wecker. Der einzige Moment in meinem Leben, wo mir mein Wecker nicht auf den Wecker geht. Ich machte mich bereit und freute mich wahnsinnig auf das Essen. Ich liebe Frühstück im Hotel. Eine Ladung Ei und Specke, Toast & Brot, Müesli, Schwarztee, O-Saft und KuchenJ. Ich mampfte vor mich hin und belächelte die wartende Kolonne vor der Barriere, sah die pünktlichen Züge und sah zum See. Zufrieden auf meinem Zimmer zurück packte ich alles wieder in meinen Reisekoffer, setzte mich wie immer nochmals auf’s Bett und sah noch eine Folge Monk. Wenn ich am Wochenende unterwegs bin, ist das irgendwie Standart geworden. Um halb 12 Uhr habe ich ausgecheckt und besuchte den Weihnachtsmarkt. Es war schon schön, aber die Weihnachtsstimmung war bei mir schon im September, zur Zeit bin ich gerade beim Abbau des Weihnachtsbaumes in meinem Kopf . Was sehr positiv war; trotz beliebter Stadt, war es überschaubar, so dass auch ich niemandem auf die Füsse stand.

In der Stadt umherspaziert, begab ich mich später dann in ein kleines Restaurant,- am See nahe. Ich ass meine Spaghetti Bolognese, schrieb an einem Brief weiter, zahlte auf Italienisch *Schulterklopf*, genoss die Zeit nochmals am See und versuchte ohne Navi wieder zum Hotel zurückzufinden,- ich durfte meinen Koffer dort stehen lassen, den ich nun abholen wollte. Mit ein paar Umwegen und einmal einen Blick auf’s Navi fand ich es dann wieder. Um 16:10h stieg ich in den Nachhausezug ein. Dieser Zug war so was von lange.. ich stieg ganz vorne ein, so hatte ich meine Ruhe. Im Gegenüberliegenden Abteil war ein Grossvater mit seinem guterzogenen Enkel unterwegs, so war kein Geschrei, sondern absolut entspannte Atmosphäre. In Arth-Goldau musste ich Umsteigen, das Nette dabei; unser Zug hatte um die 5 Minuten Verspätung, wir trafen auf dem Gleis 2 ein und ich stieg am vordersten Punkt des Bahngleises aus, so musste ich alles nach hinten laufen und der Anschlusszug lag auf dem Gleis 8. Das Beste: Er sollte seit 3 Minuten gefahren sein. Haha er musste warten und so trafen wir mit einer Verspätung von 8 Minuten in Luzern ein. Wie beschämend. Ein wunderschönes Wochenende ohne persönliche Seifenoper und keine künstlichen Gespräche. Für musikalische Unterhaltung sorgte Franky Sinatra,- er führte mich durch Lugano auch wenn es absolut unpassend und kitschig war, für mich war es genau so perfekt.

Es gibt wie schon viele Male erwähnt schöneres als der Nachhauseweg, aber dieses Mal habe ich mich mit einem lächelnden Auge auf den Weg gemacht,- das Wissen, dass der Zug mit einer Verspätung von rund 5 Minuten in der Endstation Basel eintreffen wird, war eine würdige Genugtuung. Ich sah auf jeden Fall keinen Mensch, welcher böse gewesen wäre.

Mein Fuss konnte sich in dieser Ferienwoche erholen und richtig speditiv mit der Physio vorankommen. Mein Therapeut ist super. Ich spürte auch in Lugano, dass es besser geht. Naja ich konnte mich einfach hinsetzen, wenn mein Fuss schmerzte. Ich hoffe es wird nicht wieder schlechter im Verlauf der nächsten Arbeitswoche, bei der Arbeit kann ich mich nicht einfach hinsetzten, wenn ich Schmerz verspüre.. . Am Donnerstag bekomme ich Einlagen. Auf die freue ich mich. Die werden eine gute Unterstützung sein, da bin ich sicher.

Auf ein Neues.

Elsbeth.

Samstag, 10. Dezember 2011

Sonntag, 11.12.2011

Korrektur der Primzahl 11. Ich habe mich zum Datum 11.11.2011 geäussert und möchte mich dazu korrigieren. Ich stellte fest, dass die Zahl 11 die kleinste Primzahl sei. Leider musste ich mich belehren lassen... natürlich hatte der wehrte Herr Lehrer Recht und dies wusste ich auch eigentlich. Ein Wort zwischen der kleinsten Primzahl fehlt nämlich. Es sollte heissen: 11 ist die kleinste ZWEISTELLIGE Primzahl.

Nun sind wir wieder im Reinen. Besten Dank für den Hinweis.:-)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ich habe Ferien, 1 Woche. Juhuu. Ich freue mich so, weil ich weiss ich habe Arzttermine, Physiotherapien und darf wissen, nicht ins Ausland gehen zu dürfen, aus versicherungstechnischen Gründen. Besser kanns wohl kaum sein. Etwas schönes hat es doch. Am Montag war ich unterwegs nach Luzern, meinen ehemaligen Lehrer besuchen. Von jemandem das Eigengeschriebene vorlesen zu bekommen ist etwas noch berührendes, als wenn man ein Buch liest, bei welchem man den Autor kennt.

Nach diesem „wie-in-alten-Zeiten-Treffen ging es weiter zum Spez.Doc. Es kreisten einige Gedanken vor diesem Arztbesuch in meinem Kopf herum. Ich bin teilweise schon fasziniert, wie Leute den Zustand, ob es stimmt oder nicht, konkret darstellen können, so dass es gar keine Eigenempfindungen mehr geben kann. Der Prof. Dr. Med. Dent. Phil. etc. sitzt schliesslich da und der kommt Gott nahe. Ok, ich gebe zu, mein Spez.Doc. war bisher noch nicht so, aber ich muss schon sagen, es hat mich gekränkt, als ich im Zwischenbericht lesen musste, dass “leichtes Joggen“ erlaubt wäre... dabei laufe ich wie ein schiefgewachsener Krüppel in der Gegend umher. Natürlich bin ich froh, hat er gute Arbeit an meinem Fuss geleistet, mein Ego ist aber durch diese...naja nennen wir es mal „Bemerkung“ etwas angeknackst.. . Ich bekomme nun Einlagen und er war nicht gerade begeistert von meinem Gang. Es war ein sehr unangenehmes Gefühl wieder in diesem Spital zu sein. Es verletzt mich und es beschämt mich an diesen Spitalaufenthalt zurück zu denken. Total hilflos, nackt, keinen eigenen Willen und ein totaler Verlust aller Sinne zu haben,- diese Gedanken waren mir wieder nahe. Es macht mir Angst. Dazu kam, dass der Arzt mir dieses Mal geradeaus mitgeteilt hat, dass eine Heilungsprognose nicht gestellt werden kann, denn die Zahl dieser Verletzung gesamtschweizerisch seinen für eine genaues Heilungsprozedere zu stellen unbefriedigend. So stand ich dann irgendwo in Aarau vor einem Schaufenster und ich spürte ein Tsunami welcher mit ganzer Wasserpracht auf mich zu raste. Aber nein, geweint habe ich nicht. Ich sah mich im Schaufenster an und dachte, egal was noch kommt, ich bin so wie ich jetzt da stehe. Schlussendlich zählt wer ich bin. Ich werde nicht weinen, vielleicht an einem anderen Tag aber nicht jetzt, nicht in diesem Moment. Du kannst 100 richtige Freunde haben, alles Mitgefühl würde nichts bringen. Schlussendlich steht man alleine da, sieht sich an und entscheidet sich immer alleine für etwas oder gegen. Will ich glücklich oder traurig sein, will ich lachen und mit den Augen weinen, will ich wütend sein oder ziehe ich mich zurück? Es ist immer die ganz alleinige Entscheidung von sich selber, kein Freund kann dir in solchen Momenten helfen. Ich würde sie keinem von meinen Freunden abgegeben wollen. Ich wollte in diesem Moment vor dem Schaufenster nicht weinen. Irgendwann wird man Müde. Am Anfang von einer Trauer, von einem Schicksalsschlag oder von einem sehr tragischen Ereignis hat man immer sehr viel Kraft um auf seine Art zu trauern. Ich trauerte meistens im Sport, ich ging rennen, machte Kampfsport, ging wandern, Hauptsache war mein Körper spürte ich in allen Knochen. Da ich von dem genau nix machen kann, traure ich meisten in meinem Bett, Decke über den Kopf gezogen, Gesicht ins Kissen gedrückt um dann nur noch auf den Tsunami zu warten bis er mit den Wellen bricht und schlussendlich schläft man irgendwann ganz erschöpft ein und ist froh, ist der nächste Morgen gekommen.

Ein anderes Thema; ein Elsbeth-Drama: Eine Kollegin und ich haben etwas Unverzeihliches alle Jahre wieder in Basel entdeckt. In der Weihnachtszeit, gelingt es den Basler, ein Teil ihrer Weihnachtsbeleuchtung,- welche sie eigentlich liebevoll und wunderschön in ganz Basel aufhängen,- in den Sand zu setzten. Schon mal im Bahnhof gestanden? Macht das mal. Es gibt nur ein Wort für eine solche „Dekoration“: Grässlich. Wie an einem Mobile hängen BLAU beleuchtete Girlanden von der Decke. Überall. Wenn man das aktuelle Datum nicht im Kopf hätte, könnte das auch eine misslungene Fasnachtsdekoration sein, oder wie wäre es mit einer Sommerdekoration? Blau wäre dann in diesem Fall, das neue Gelb! Die Stadt Basel wird jedes Mal mit viel Charme und Stil in der Weihnachtszeit dekoriert und keine andere Stadt steht Basel nah. Keine. Bis auf den Bahnhof. Wie traurige ist dass denn, wenn man sagen muss, dass der nicht stilvolle, möchtegern-bonzige und total am falschen Platz stehende Svarovski-Baum in der Schalterhallte Zürich, den Bahnhof Basel um Längen übertrifft. Es ist traurigerweise definitiv hässlicher, als die klotzige Beleuchtung im Bahnhof Zürich mit dem fehlstehenden Weihnachtsmarkt,- wobei definitiv keine Weihnachtsstimmung aufkommt. Ist man Pendler begrüsst der Bahnhof den Besucher als Erster. Die Erinnerung an einen Ort gestaltet dem Pendler auch der Bahnhof mit. Dies ist nämlich der erste Eindruck und auch der Letzte vor Abreise. Denke ich an den blig-bling Baum in Zürich denke ich an eine Spiessige Stadt mit teilweise doch schönen Ecken, aber ohne jemals Basel übertroffen zu haben. Nun ist aber leider das Fass überloffen und die Luft muss raus. Es kann nicht sein, dass der Basler Bahnhof einen solch miesen Eindruck macht. Befragt man die Leute nach der Meinung ist meist die Anwort; welche Dekoration? Ich habe einige Leute nach der Meinung befragt. So muss nun etwas unternommen werden. Wie? Ein Beschwerdebrief muss her. An dem schreiben wir zur Zeit.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Eine Frau steigt in einen Bus ein, mit dabei 2 Kinder, ein ca. 4-jähriges Mädchen und ein Baby im Kinderwaagen. Das 4-jährige Mädchen ist in einem Alter wobei es alles erfragen muss, was es sieht. Man merkt der Mutter ihren Stress an, gibt aber ihrem Kind Antwort, wenn auch einfac h mit einer etwas gereizten Stimme. Zum Kinderwaagen: Er hat 3 Räder und ist mit lauter Unheil bepackt. Einige Einkaufssäcke wurden dem Kinderwagen angehängt, unten auf der Abstellfläche des Kinderwagens jede Menge Dosen, Spielsachen und Wc-Papier.

Und dann: Ein Knall. Ein Baby schreit. Ein aufgelöstes 4-jähriges Mädchen und eine fluchende Mutter. In einer Kurve ist der Kinderwagen zusammengeklappt. Das Vorderrad klappte sich so hoch, dass das Baby wortwörtlich eines auf die Schnauze bekam. Die Mutter nimmt das Baby raus um es zu beruhigen und richtete den Kinderwagen wieder geraten. Das 4-jährige Mädchen fragt die Mutter ganz schockiert, wie das nur passieren konnte. Wäre diese Familie nicht schon genug Busberühmt gewesen, kam es dann auch noch zu einer Zugabe, die Mutter antwortete: Ich habe den Kinderwagen zu schwer bepackt. Meine Schuld.. .

Es gibt Menschen welche schon beim ersten Anblick dieser kleiner Familie ins Grübeln geraten und böse denken: Das wäre was, wenn der Kinderwagen zusammenbückst.

Wer würde so denken.

Ich gehe beichten.