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Sonntag, 8. Januar 2012

Hallo neues Jahr, nein eigentlich nicht..du bist genauso nicht anspruchsvoll wie das Alte.. .Deshalb allen ein schönes gleiches Jahr.

Dienstag, 3. Januar 2012

Zurück von Liverpool sitze ich im Zug und wie jedes Mal,- dieses Mal sehr stark,- ist mir das Dach auf den Kopf gefallen.

Was mach ich eigentlich hier? Wofür genau lohnt es sich, zurückzukommen?

Am Donnerstag werde ich mich meinen Pflichten fügen, wieder arbeiten gehen ohne jeglichen Emotionen. Ich kehre in mein Heim zurück wobei ich, nicht über mein „Heim“ sprechen mag. Ein warmes Plätzchen mit einem Bett, aber nicht mein Zuhause.

Ich sitze hier und habe einen riesen Knoten im Hals. Ich habe gerade unendlich Angst vor der Zukunft und wie immer stehe ich alleine da. Kein Rückhalt von keiner Seite. Ich spreche von Leuten, welche mir unter die Arme greifen , mich lehren und mit mir zusammen gehen. Ich denke gerade unentwegt an meine Arbeit. Was ist das für ein Leben, wenn man sich ständig während der Arbeit fragt, was das alles für einen Sinn hat, wo genau die Erfüllung sein soll. Hätte ich nicht langsam auch ein wenig Glück, Erfolg, Gesundheit und Freude verdient? Jeder Arbeitstag ist ein Kampf und zur Zeit ein doppelter. Am Donnerstag starte ich wieder mit der Arbeit,- dieses Mal wieder mit 100%,- meinem Fuss zu liebe... . Noch nie und das werde ich auch nie,- habe ich mir meine Lustlosigkeit anmerken lassen . Ich verstehe meine Verantwortung in meinem Beruf. Ich würde den Kleinen Angst machen und meine Aufgabe ist es doch den Familien Sicherheit und Rückhalt zu geben und den Kleinen wenn immer möglich zumindest etwas die Angst zu nehmen. Ich gehe jeden Tag zur Arbeit ohne grosse Motivation, aber ich bin menschlich und sozial gut, das kann ich von mir behaupten. Die Freude für diesen Beruf bleibt mir aber definitiv verwehrt.

Ich kann mich daran erinnern, als ich neu angefangen habe, wie dankbar ich war eine solche Arbeit gefunden zu haben, bei welcher ich am Wochenende frei habe und zu einigermassen Bürozeiten arbeiten kann. Natürlich hatte ich am Anfang ein überschwengliches Gefühl, doch zu einer Absolution wurde es nicht, das wusste ich von vornherein, aber ich liess mich von meiner Freude und Dankbarkeit über einen solchen Job für einen Moment treiben. Dies gab mir ein wenig Schwung und Stärke zurück... .

Es kommt alles hoch, weil ich an einem Ort war wo ich mich wohlfühlte, mit allem drum und dran. Jedes Mal wenn ich lande, bin ich emotional überwältigt,- „Flogi ebe“,- und davon überzeugt mit Motivation für mich selber Neues wie z.B. die englische Sprache, eine gute Geographiekenntnis sehr gut zu erlernen, oder zu versuchen aus dem beruflichen Alptraum zu entfliehen, kaum sitze ich aber im Zug, höre die ersten Berner und sehe all die unfreundlichen Leute, verfliegt alles in Windeseile. Ich frage mich dann, für was? Für was, wenn mir doch die Chance verwehrt bleibt, etwas zu tun was mir, mich als Mensch mit Herz und Niere,- begeistert und ich mit Herzblut dafür lebe. Es gab bis jetzt in meinem Leben noch ziemlich gar nichts was ich länger als 5 Monate mit Herzblut getan hätte. Nein! Auch nicht das Militär. Ja gut sind wir mal ehrlich, das darf man auch nicht zu Ernst nehmen, im Kriegsfall würde man ihm erlegen. Ausserdem waren das auch sonst keine erfreulichen Tage, mein Freund starb in dieser Zeit. Also nein, es gab noch nie was.

Hätte ich Geld, könnte ich meine Nachholbildung machen und dann studieren. Das Stipendium wird mir, so wie es aussieht, verwehrt bleiben, da meine Eltern Wertgüter wie ein Haus besitzen. Schon mein Bruder bekam am Anfang gar nichts und nun nur wenig. Ja das Geld ruiniert Leben. Ich könnte ein Darlehen aufnehmen und mich ruinieren, das würde gehen. Ich weiss aber nur zu gut, was dies heisst; -als ich mit 18 Jahren ausgezogen bin. Es war zwar im Vergleich zu den Schulgeldern nicht viel, doch wenn man nicht sehr viel verdient, will auch dies auf einem gesunden Weg abgearbeitet werden und dafür „krampft“ man. So bin ich nun auf dem „Heimweg“ und frage mich ernsthaft, warum ich all den Bockmist aufgebrummt und andere ihren „Arsch“ auf gut Deutsch keinen Millimeter bewegen müssen und alles in die Wiege gelegt bekommen. Ich fühle mich absolut hintergangen und bin enttäuscht. Ich kann 1000 Mal mehr, als das was dieser Beruf mir abverlangt, ich bräuchte einfach mal ein Engel, welcher mich auf den richtigen Weg bringt und mir zeigt, dass ich gut bin, genau so wie ich eben bin und ich angesehen werde.

Ich würde gerne als Beruf schreiben dürfen. Natürlich lässt mich der Polizeiberuf nicht ganz in Ruhe, aber wie soll ich denn überhaupt die Aufnahmeprüfung schaffen, wenn ich nicht mal anständig und ohne Schmerzen gehen kann? Ja, ein anderer würde wahrscheinlich sagen, hab noch Geduld, nächstes Jahr ist alles wieder gut. Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass das 90% der Menschheit sagen würde, weil sie eben dumm sind. 1. Diese Hobbyärzte können mir bestimmt nicht meine Heilungsprognose auftischen, wenn es nicht einmal ein geübter und langjähriger Spezialist kann, weiter sind sie, obwohl sie,- weil sie so aussehen,- Menschen sind, menschlich...sagen wir mal ungeübt. Man darf ja schliesslich nicht schimpfen. So etwas würde man aus blinder Überzeugung nicht sagen, wenn man sich den Menschen genauer ansieht und sich fragt, warum dass er sich so quält. Hättet ihr Freude jeden Tag mit einem Holzklotz durch die Gegend zu spazieren? Bei jedem Schritt, ich wiederhole bei jedem Schritt!!!, ein Stechen, Ziehen und Schmerz zu verspüren, hättet ihr? Hättet ihr gelegentlich noch Motivation auf euer Arbeitsleben, wenn ihr seht, dass man ein weiteres Lebensjahr seines eigenen Lebens auf etwas wartet (ich spreche von der Polizeischule), wobei man nicht einmal weiss, ob man genommen wird und ob das nun neben dem Schreiben die Erfüllung wäre. Wenn ich daran denke, dass wie gesagt mehr als die Hälfte der Menschen eine gewollte Naivität an den Tag legen, sich beruflich nicht auf Fachkenntnisse berufen, sondern sich subjektiv leiten lassen und auch wenn es die Menschen unter den Teppich kehren; Schwule, Frauen, dunkelhäutige Menschen sind heute noch klar und schwer benachteiligt. Da ich weiss, ich sehe nicht aus wie eine männliche Maschine, habe ich wie immer doppelt zu kämpfen und ich muss gestehen, heute bin ich manchmal müde geworden.

Das neue Jahr 2012 fing aber eigentlich nicht mit einer Sinnfrage des Lebens an, sondern mit 3 wunderschönen Tagen. Ich würde behaupten, diese Tage, sind nun schon eine der schönsten Tage im 2012. Sogar meine Neurodermitis verabschiedete sich über diese Ferien und zwar fix. Sie kam zwar nach meiner Lebenstrauer bei meiner Heimkehr in Windeseile wieder zurück und mit doppelter Portion, jedoch habe ich nun einige Bilder mehr, welche mich beruhigen und an denen ich zu träumen wage für eine andere Zukunft.

Wie es war werde ich in den nächsten Tagen berichten. Nur schon mal so viel; ich war an einem Pier in der Nähe von Liverpool, wo man in die Luft springen konnte und sich in der Luft um einige cm verschob, alles nur wegen dem Wind, der an der irischen See herrscht, in der Schweiz würde eine Sturmwarnung mit dem Namen Ueli herausgegeben.

Elsbeth

3 Kommentare:

  1. “Das Geld ruiniert Leben“
    Welch eine weise Aussage! Diese Weisheit müsste in den Eingangshallen aller Banken auf der ganzen Welt auf Riesenplakate aufgemalt werden.
    Zudem sollte sie zum Zitat des Jahres 2012 gekürt werden.

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  2. Zur Aussage:“Das Geld ruiniert Leben“ noch dies:

    Es ist ein perverser Zynismus, wenn gewisse steinreiche Bonzen sagen:
    "Ueber Geld spricht man nicht, das hat man."

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