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Mittwoch, 2. März 2011

Heute, der 2. März 2011

Es war 12 Uhr als ich erwachte. Um halb 2 Uhr am Nachmittag hüpfte ich unter die Dusche. Das Duschen fühlt sich für mich wenn ich krank bin immer so an, wie wenn eine Fassade runter gespült und neu aufgesetzt wird. Die Käfer schwimmen in den Abfluss und ich fühle mich 10 Kilo leichter. Nach dem Duschen legte ich mich nochmals kurz hin.

Um halb 4 Uhr ging ich auf den Zug nach Zürich. Dort hatte ich vor ein paar Wochen eine Bar/Lounge von aussen gesehen mit dem Namen 0815 welche mir gefiel. Dort wollte ich nun hin. Etwas Abwechslung kann ja nicht schaden, der Arzt meinte ja auch ich solle raus, also gings ab die Post nach Zürich. Ich war sogar so brav und nahm meine Rechnungen mit und machte meine Einzahlungen. Gerade mal 2 Tage zu spät, ja ich bin der Vollbringer! Die Bar war wirklich schön und angenehm. Sie verfügen über eine grosse Weinpalette und kleinen Snacks, Loungemusic, schöne Einrichtung(trotz neuwärtig). Wenn man dort jedoch alleine hingeht und schreiben möchte, ist es am Besten man geht am Nachmittag zwischen 2 und 5 Uhr. Ab 5 Uhr kommen viele Leute rein um sich ein Feierabenddrink zu gönnen und dann wird’s lauter. Wenn man alleine unterwegs ist, ist dies nicht sehr angenehm, daher zog ich mich zurück und ging. Ach übrigens neben an am gleichen Tisch setzte sich ein junger Herr welcher die absolut gleiche Ray Ban Nerd-Brille trug wie ich mit Glasgläsern und der gleichen Fassung. In meiner Fassung habe ich noch kaum jemanden gesehen, dies freute mich nun ungemein. Ich bin übrigens kein Nachmacher. Meine Brille besitze ich schon lange bevor sie überhaupt in Mode kam und geträumt von dieser Brille habe ich 1 Jahr lang bevor ich meine perfekte Brille dann endlich gefunden habe.J

Ich informierte mich Zuhause vorgängig noch über Internetcafés in Zürich. Nach längerem suchen habe ich dann eines gefunden und sitze nun mit teurem Anschluss drin und haue in die Tasten. Hab jede Menge nachzuholen und habe mir vorgenommen, heute bis zum bitteren Ende zu schreiben. Mir sind viele Ideen bezüglich meines Weiterschreibens und Gestaltung meines Blogs gekommen, so dass ich nun eins,zwei zusätzliche Blogs errichtet habe. Könnte ich alles umsetzen was mir hier in den Sinn kommt, müsste ich Geld dafür bekommen und meine Arbeit kündigen, denn es braucht wahnsinnig viel Zeit.

Ich hab herausgefunden was zur Zeit mein Traumberuf wäre; ich als Journalistin dürfte in der Weltgeschichte umher reisen und einen Blog schreiben mit meinem dort Erlebten. Tja ich habe eben 1000 Träume und ich träume wahnsinnig viel und gerne.

So nach gut 3 Stunden habe ich nun meinen Standort gewechselt und sitze nun um viertelvor 10 am Abend im Mac beim Bahnhof Zürich. Ich lache mich innerlich gerade kaputt. Neben mir sitzen zwei asiatische junge Damen ca. 16 Jahre alt, welche den Zürcher Dialekt hervorragend beherrschen. 10 Minuten sassen sie einfach nur da. Kein Wort. Plötzlich klingelte das Natel. Und siehe da: Sie können sprechen:

Sie: „Was? De isch ire Fründ? Uiiii weee, das gaht ja gar nöd. Hee das chan ich jetzt aber chum glaube. He-ee das gits doch nöd.“

Die andere junge Frau welche neben an sass: „Wer meinsch du?“

Die immer noch Telefonierende: „Ja weisch de chlii Dick..... ..hee sorry, ich muess ufhänke es lütet de SCHAAATZ ah.... . Hoii Schaaatz. Ja mir sind gat daaa bim Ässe am Bahnhof. Jaa ... du ich han hüt öbis ghört... en Fröndin vo mier wöt öbis vo dier. Ja das han ich imfall ghört und ich dreie ab, wenn du mit ire zäme chunsch Schatz....nei du weisch ganz genau, dass es mitem J.J. verbii isch, er isch min Ex. Jaa genau. Schatz ich muess ufs WC, ich gib sNatel wiiters.“ Die nebenan sitzende „Freundin“ bekam das Natel in die Hände gedrückt.

Sie: „Hooi Sven. Wie gaahts? Jaa danke, isch en schöne Abig gsi denn... jaa ich weiss, sOutfit het au gnueg koschtet... nei Sven ich säg sicher nüt. Es isch en Uusrutscher gsi, jaa du muesch aber au nüt sege. Jaaa, wart si chunt wiider zrug.“

Das Natel ging wieder zurück zu der vermeintlich angegebenen und bestimmt nie betrogenen(höchstens 1 Mal)Freundin zurück. „Hooi Schatz. Jaa ich han extra schnell gmacht für dich. Du Schatz chunsch mit mier id Ferie? Ja aber nöd Paris...ah ja stimmt mier händ i Europapark wele.“ Ja das Gespräch ging noch einige Zeit so weiter und ich musste noch lange schmunzeln und mich zurücknehmen wie keiner sonst an diesem Abend. Manchmal wenn ich solche Gespräche mitanhöre, denke ich; man bist du alt geworden....und im nächsten Moment denke ich; zum Glück. Solche Gespräche würde ich nicht mal im besoffenen Zustand fertig bringen. Es ist nicht nur Stroh was in meinem Kopf haust. Danke lieber Gott für so viel GüteJ. Ich werde für die 2 jungen Mädchen beten... .

Ich möchte mich bei J.P. Love noch in aller Form für meine Beschuldigung ich hätte den J.P. Love - Virus entschuldigen. Es war eine höchst gemeine Gemeinheit. Natürlich werde ich Sie aber nicht vergessen und komme selbstverständlich bei der nächsten Gemeinheit auf Sie zurück. Entschuldigen Sie für die Unannehmlichkeiten, es kommt bestimmt wieder vor.

1 Kommentar:

  1. Ich habe echt Freude, von Chrüsimüsi wieder zu hören, bzw. zu lesen. Schon hatte ich die leise Befürchtung gehegt, sie habe sich wohl Hals über Kopf in einen flotten jungen Mann verknallt und befinde sich jetzt mit diesem Kerl auf einer langen Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Olten via Moskau nach Wladiwostock.

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