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Freitag, 14. Oktober 2011

Das gestresste Zugunglück..

Freitag, 14. Oktober 2011

Natürlich habe ich etwas sehr Wichtiges vergessen zu erzählen!

Das Zugunglück in Olten am 6. Oktober 2011! So jetzt stellt euch mal vor; genau an diesem Tag bin ich nach Basel gefahren um bei meiner Arbeit das erste Mal seit der Operation vorbeizuschauen.

Da meine Freundin von Basel nach Deutschland flog begleitete ich sie nach meinem Besuch noch an den Flughafen. Es ist zwar nicht Zürich, aber das Flughafenklima ist einfach wunderschön. Das Gefühl des Abschieds, des Neubeginns oder auch des nach Hause kommens. Einfach grossartig. Nach dem Abschied ging ich wieder Richtung Hauptbahnhof um nach Hause zu gehen. Was ich eigentlich in weniger als ¾ Stunde Fahrt schaffe, gelang mir an diesem Tag mit 2 ¼ Stunden Nachhauseweg. Via Zürich gings nach Hause, es hiess es sei ein Zug entgleist. Ich empfand dieses herrliche Chaos als kaum störend, das Einzige was nicht hätte sein müssen, waren all die Menschen welche eigentlich auf dem Weg nach Bern waren um nach Hause zu gehen. 1 Stunde zusätzliche Schneckengespräche.. . An diesem Abend hat die SBB wirklich gute Arbeit geleistet. Kurz nach dem Unglück waren sofort Informationshelfer vor Ort. Die Durchsage im Bahnhof war klar und wurde immer wieder wiederholt, bei Neuigkeiten wurden die Bahnreisenden sofort informiert! Jeder Angstellte welche ich sah, war immer höflich und gefasst. Ich hörte kein böses Wort auf meinem Heimweg von Angestellten wie auch nicht von Bahnreisenden. Da ich bis ich Zuhause war nichts wusste ausser der Tatsache dass ein Zug entgleist ist, dachte ich auch nicht an Verletzte. Die ganze Angelegenheit mit dem Chaos und den immensen Verspätungen empfand ich als äusserst angenehm. Warum denn auch nicht? Man kann nix tun, so nehmen wie es ist, ist am Besten. Oder soll man etwa fluchen? Dann kommt man nicht in den Himmel und im schlimmsten Fall kippt geradewegs nochmals ein Zug um, aber es ist absolut unmöglich ein Zug mit fluchen zum fahren zu bringen. Da gibt es nur eins: Anweisungen befolgen und via Graubünden und Genf nach Hause fahren. Ich denke, die SBB hat an diesem Abend einige Minuten wieder gut gemacht welche Elsbeth gebraucht hätte um nicht zu rennen in den vergangenen Jahrzehnten(diese Überpünktlichkeit ist krankhaft und kann ab dem Kindesalter ab dem selbstständigen Gehen auftreten). Ich habe keinerlei Hoffnung, dass die SBB-gestresste Pünktlichkeit ein Ende findet.

Der Blick schrieb: OLTEN SO - Jetzt ist Gewissheit da: Beim Zugunglück vom vergangenen Donnerstag war keine technische Panne die Ursache. Der Lokomotivführer hatte es wohl eilig.

Ich überlasse das alleinige Sorgerecht selbstverständlich dem Blick, darüber zu spekulieren warum es wohl der Lokomotivfüher so eilig hatte.

Und das Spezielle an dieser Geschichte: Hätte ich meine Kollegin nicht an den Flughafen begleitet, hätte ich genau diesen Zug genommen, bei welchem der Führerstand total zertrümmert ist. So löste ich in meiner Umgebung eine kleine Besorgnis aus. Einige SMS oder Email kamen noch an diesem Abend und jeder wollte wissen ob ich in diesem Zug sass. Meine Güte kennen mich die Leute gut,- diese Tatbestände welche vorlagen wären von Elsbeths Leben sicherlich nicht abwegig gewesen. Mein geliebter Flughafen ging aber nun mal vor.

Dies ist nun eine weitere Geschichten, welche der Flughafen zu erzählen hätte, -könnte er.

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