25. Januar 2011
Heute viel mir das Aufstehen wie immer schwer. Leider merkte ich auch, dass der Virus immer noch in mir existiert. Nun ist mir gerade ein optimaler Name für diesen Virus in den Sinn gekommen; J.P. (auf Englisch). Noch nie von J.P.Love gehört? Ein schauderhafter Mensch(Bitte unbedingt googeln gehen, falls man ihn nicht kennt). Genauso ist etwa mein Virus! Durch meine immer wiederkehrende Motivation am Morgen habe ich heute Morgen meinen Rekord gebrochen! 15 Min. für anziehen, waschen, cremen, Tasche packen, Rüeblis füttern. So konnte ich wieder mal zum Bahnhof GEHEN was mir so absurd vorkam, dass ich schlussendlich im Stechschritt lief. Zugschule Militär! J Ich ging noch kurz Brötchen und O-Saft holen, als ich schlussendlich merkte, dass mein Zug in 2 Minuten fährt. Daher durfte ich dann doch noch wahrheitsgetreu zu meinem Zug nach Basel springen. Dies machte mein Morgen mit meiner Laune so was von perfekt. Der Morgen verlief gut. Gegen den Mittag rief die Chefin an, dass ich in den Neubau vom Spital kommen soll, da sie Hilfe brauche für das ganze Material und die Medikamente zu verräumen. Ich mag das sehr, wenn ich bei meiner Arbeit etwas umher reisen darf. Wenn es einen Job gäbe wobei ich von einem Land ins nächste reisen dürfte, wäre ich unwahrscheinlich glücklich. Ich bin aber zur Zeit auch so höchst zufrieden!!!
Nun bin ich auf dem Heimweg. Da erwartet mich eine aufgeräumte Wohnung und einen Berg voll Wäsche! Das heisst: Waschen, Kochen für Morgen, und schauen ob meine Rüeblis noch leben oder schon eingefroren sind bei diesen Temperaturen. J
Als ich die Waschküche betrat, sass doch dort tatsächlich eine Schnappsdrossel(er ist auch ein Mieter in diesem Haus und ist chronisch besoffen). Wenn man an ihm vorbei geht, hat man Mühe alles im Magen zu behalten. Dies sag sogar ich und in meinem Beruf muss ich manchmal mit ganz fiesen Gerüchen zu recht kommen. Er stinkt nach; 1 Jahr gleiche Kleider angehabt, in die Hosen uriniert und nie gewechselt, verraucht, verschwitzt und dazu noch ein paar Pilze und Eier. Er fragte ob er mir zu schauen darf beim waschen, -er habe das noch nie gemacht und sei jetzt ganz alleine. Weiter wollte er von mir einen Vortrag von der Bedienung der Waschmaschine haben und welche Wäsche,- welche Temperatur benötigt. Mit solchen Leute habe ich wahnsinnig Geduld. Fand es schon sehr ironisch, dass er mich nach der Bedienung der Waschmaschine und der Kleidung fragte. Wäre ich Österreicher gewesen, hätte ich ihm bestimmt vorgeschlagen, sich doch geradewegs in die Maschine zu setzten, ich würde dann für ihn das Waschpulver einfüllen und den Startknopf und die 95 Grad andrücken. Bin leider nur Schweizer und so muss ich auf meinem weiteren Lebensweg meine Kleidung Zuhause waschen und kann sie nicht in die Wäscherei des Gefängnisses geben.
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenFünf Tage war die ärmste krank,
AntwortenLöschenjetzt schreibt sie wieder, Gott sei Dank!!!
Dachte schon, Chrüsimüsi sei vielleicht liebeskrank geworden und mit dem neuen Freund durchgebrannt.