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Montag, 3. Januar 2011

23. Dezember 2010

Sitze im Zug. Es ist wieder mal neblig. Man könnte meinen, wir hätten mit dem Aargau fusioniert. Es ist traurig. Vor 4 Tagen hatte es noch Schnee, sogar in den grossen Städten. Und jetzt? Einmal regen und Temperaturanstieg-> alles futsch. Ich freue mich wie seit langem nicht mehr auf Weihnachten und hatte riiesen Hoffnung, dass es weisse Weihnachten gibt. Aber nein L. EGAL, Weihnachten ist da. Eigentlich wollte mein Bruder und ich einen Baum stehlen gehen, meine Tante war zu schnell und hat uns einen gebracht. Mein Bruder meint, der sei nur halb so schön, gegen den wir gestohlen hätten. Das hat mich zutiefst beruhigt, da ich ja wirklich stolz auf unser gewolltes und doch missglücktes Tun war. Es war einfach eine vorzügliche Idee gewesen.

Bin nun auf dem Weg zu meiner Fast-Grossmutter. Seit über einem Jahr hab ich sie nicht mehr gesehen. Immer wenn ich sie besuchen wollte, ging es ihr nicht gut. Wie dieses Mal auch. Da ich sie langsam aber sicher „mortz“ vermisse, hab ich ihr das, dieses Mal nicht gelten lassen. Als ich sie fragte wann sie dann in diesem Jahr noch Zeit hätte wollte sie sofort wieder von ihrer Gesundheit erzählen. Ich liess ihr keine Chance. Ich weiss, dass das Gesundheitliche meiner Omi nicht gut ist, aber für mich muss sie doch keine Kräfte aufwenden. Ob sie jetzt beim Coiffeur war, ob sie im Pyjama ist oder/und ob sie im Bett liegen bleibt; absolut egal. Hegen und Pflegen werde ich, ich koche und versuche möglichst, dass sie nicht aufsteht oder sich zu viele Gedanken macht, was ich doch alles noch haben möchte oder ob es mir an etwas fehlt...ach.. . Ich möchte sie doch einfach sehen, weil ich sie doch lieb hab. Dies hab ich ihr auch gesagt. Jetzt gehe ich zu ihr und weiss schon jetzt, dass sie sich angezogen und den Lippenstift aufgetragen hat, topfit wirkt und schon gar nicht im Bett liegt. Mein Omi eben. Dann wird sie sagen; wie gut ich aussehe, ich werde das Gleiche zu ihr sagen, worauf sie dann meint; ach ich wollte doch diese Woche zum Coiffeur, aber es ging mir doch nicht gut, schau mich doch an furchtbar grau und mein Gesicht. Ach je.

Besuch vorbei bei meiner Omi. Oh sie war beim Coiffeur. Extra wegen mir gestern. Nicht einmal zu ihrem Coiffeur, sondern zu einem anderen, da ihr Coiffeur nur am Donnerstag da ist. Und heute ist Donnerstag und heut war ich ja da. Ich ging für sie einkaufen und Medikamente holen. Sie war etwas erschöpft, da sie Gestern auch noch beim Arzt war, welcher ihr eine Spritze gemacht hat. Sie hat dann immer Schmerzen ein paar Tage. Nach dem Einkauf kochte ich für uns zwei. Habe natürlich geschaut, dass ich schöpfe, da sie sonst nur eine Vogelportion auf den Teller gibt. Sie fand es glaube ich gut... . Ich lebe auch noch, also kann das Essen nicht schlecht geschmeckt haben. Wir unterhielten uns und lachten viel. Am Nachmittag ging ich dann wieder auf den Zug, ich muss ein Geschenk zu einer Kollegin ins Geschäft bringen, wir werden uns vor Weihnachten nicht mehr sehen. Ich schenke ihr einen kleinen Leuchttannenbaum. Sie und ihr Freund haben mir bei einem Essen gesagt, dass sie seit ihrem Einzug kaum Zeit für Deko und Möbel aufstellen hatten. Ich denke sie werden Freude haben.

Nach meinem Kurzbesuch gehe ich nach Hause und müsste noch sauber machen und abwaschen. Hatte vor kurzem einen Gips an der rechten Hand. Habe mir zwischen Finger und Daumen in die Haut geschnitten und das musste genäht und ruhig gestellt werden. Daher konnte ich nicht abwaschen. Jetzt bin ich aber wieder ready und funktionstüchtig. Mal schauen ob ich die guten Taten einhalte oder ob ich einfach schlafen gehe und faul bin. Naja machen sollte ich es schon. Bin Morgen und an den übrigen Weihnachtstagen kaum Zuhause. Wenigstens habe ich schon mal den Hasenstall rausgeputzt, so dass es meinen zwei Rüeblis gut geht.

So jetzt muss ich dann mal. Bin bald da.

So ca. 2 Stunden später. Sitze das 2. Mal Richtung Basel. Muss noch 2 Geschenkli holen gehen. Hatte endlich einen Blitzgedanken, was ich meinem Papa und meinem Bruder schenken könnte. Phuu, Glück gehabt, 1 Tag vor Weihnachten.

Jetzt sitze ich im Zug und im gleichen Abteil sitzt ein etwa 30jähriger Mann, der sieht genauso aus wie ein Lehrer aus meiner Lehrzeit, einfach 20 Jahre jünger. Blonde Haare, komisch, runde Brille, spitze Nase und ich hab manchmal das Gefühl die Blick am Abend Zeitung kann sprechen mit ihm. Oh ja das könnte mein Lehrer sein. Nun hat er ein neuer Freund sein I-phone. Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute denken, sie sehen gescheiter aus mit einem solchen Ding. Er drückt auf dem Touchscreen rum wie ein Huhn, welches Kerne am Boden zusammen pickt! Mit dem Zeigefinger auf den Bildschirm und dann hoch in die Lüfte. Sehr amüsant! So Basel kommt auf mich zu.

24.Dezember 2010

Nein ich hab es nicht geschafft. Ich war faul Gestern Abend. Bin fast unter der Dusche eingeschlafen. Dafür habe ich mir heute einen Ruck gegeben und meine Küche auf Vordermann poliert. Juhuu Festtage... nun ja.. ich sitze gerade vor 12 Uhr am Mittag in einem Kaffee völlig abgerackert vom Morgen. Habe alle Geschenkli zu meinem Bekannten getragen und konnte dort mal die ersten zwei abladen. Leider waren dies die kleinsten zwei. Nach ihm ging ich in die Stadt, um das letzte Geschenk für meinen Vater zu holen. Hab es aber nicht geschafft. Eine Bürolampe sollte es sein für seine Werkstatt. Ich dachte dies sei einfach zu finden. Leider nein. Nach ¾ Stunde habe ich aufgegeben. Nun ich denke die Pralinen und das super T-Shirt wird ihm gefallen. Nun sitze ich wie gesagt im Kaffee. Ich mag es sehr, es ist so klein und gemütlich. Trotzdem dass dies ein neues Kaffee ist, hat sich der Inhaber sehr grosse Mühe beim einrichten gegeben, es sieht nicht so typisch neuwärtig(langweilig) aus, sondern heimelig und schön. Die Wände sind weiss und die Stühle, Sofas und die Tische alle in einem Braunton gehalten, plus die Lampen an den Wänden, welche einen gelben Schimmer abgegeben. Neben mir auf einem Stuhl sind 4 Säcke, auf dem Tisch eine Tasche, plus neben mir dran eine. Jetzt werde ich dann noch den Alkohol kaufen(wie versprochen an mein Bruder) und dann muss ich schon auf den Zug. Meine Schwester kommt dann mit. Sie musste nur bis um 12 arbeiten. Jetzt hat sie mich gerade angerufen. Ich bleibe noch ein wenig im Restaurant sitzen. Sie hat es auf den frühen Zug nicht geschafft. Macht nichts, ich bin froh. Meine Achseln sagen danke.

Endlich sind die vielen Leute welche am Tisch gegenüber sassen gegangen. Die waren ja soo laut. Nun höre ich wieder mal gespannt den Leuten zu, nichts Spannendes. Ich glaube im Moment sitze gerade ganz Zofingen in diesem Kaffee. Jeder kennt sich. Jaja Weihnachten macht die Leute fröhlicher. Heute Morgen hab ich im Radio eine schöne, wahre Geschichte gehört. In Büron(LU) hat sich ein Verein etwas besonderes überlegt. In jeden Briefkasten der Gemeinde, legten sie ein Konfiturenglas. Auf dem Absender stand ein Name der niemand kannte und so wurde dies das Gesprächsthema Nummer eins im Dorf. In der Metzgerei, in der Bäckerei und auch in der Post und Pfarrhause wurde getuschelt wer das wohl sein könnte. Der Verein lüftete das Geheimnis nach 3 Tagen. Der Verein wollte, dass die Gemeinde und die Bevölkerung untereinander wieder mehr miteinander sprachen und auf einander zugehen. Sie wollten zeigen, dass ein liebes Wort und ein nettes Gespräch kein grosses Übel ist. Dies ist ihnen, wie ich finde, hervorragend gelungen. I.Ö. !

So ich mache mich ein 2 letztes Mal auf den Weg und gehe einkaufen. Das letzte Mal werde ich vom Bus zu meiner Familie gehen. Meine Schwester hilft mir dann sicher beim tragen, so dass dieses Mal das letzte schwerste und mühsamste Mal sein wird.

Vor mir sitzen gerade vier junge „Männer“. Wahrscheinlich 16-Jährige. Sie haben sicher die Lehre vor einem halben Jahr begonnen. 3 von 4 haben seit sie reingekommen sind ihre Mütze nicht abgenommen. Ich frage mich; ist das cool oder haben sie Angst, dass ihre restlichen Hirnzellen welche sie natürlich noch in Überzahl besitzen nicht einfrieren, weil es hier im Kaffee gefühlte 24 Grad hat. Also kurz vor dem gefrieren. Oh ich glaube es ja nicht. Sie alle haben sich im Kaffee getroffen um die Geschenke auszutauschen. Haha der eine hat eine Seriestaffel gerade eben erhalten. Er freut sich gerade ausserordentlich. Er kann es nur nicht gerade so zeigen. J

27. Dezember 2010

Ich sitze gerade im Zug und gehe zu meiner Kollegin. Wir wollen die Rigi zusammen begutachten und Bähndli fahren. Zu den letzten zwei Tagen:

24. Dezember 2010: Nach meinem Kaffeeaufenthalt ging ich dann später zu meiner Familie. Auf der Heimreise im Bus hat mir meine Schwester alles über ihre Schuhe berichtet. Sie war soo stolz über ihre selber gemachten Schuhe und ich auf sie. I.Ö. sag ich nur. Ihre Augen haben geleuchtet und gestrahlt. Die letzten Wochen kam sie im Schnitt erst um 20.00 nach Hause. Sie war so verbissen die Schuhe vor Weihnachten fertig zu machen. Sie hat es geschafft. Es sind wirklich tolle Schuhe geworden. Bin ja schon stolz auf meine kleine Schwester. So nebenbei, es sind von Grund auf Massschuhe, welche sie erstellt hat. Für einen Kunden würden solche Schuhe um die 3000.- kosten. Nicht schlecht! Meine Schwester half mir beim Heimtragen zu unserer Familie. Dort angekommen, ging ich mit meiner Mutter zu meiner Oma welche nicht weit weg von uns wohnt. Ich war sichtlich erleichtert, dass sie noch lebte, da ich 3 Tage zuvor so einen Mist geträumt hatte. Meine Grossmutter und ich können wunderbar miteinander „grusig pleuderle“. Was wir natürlich in vollen Zügen auskosteten. Viele Male reden wir um die Männer. Meine Omi möchte immer über meine Männerbekanntschaften Bescheid wissen. Weil es so viele sind, haben wir dann manchmal einen ganzen Nachmittag bis wir alle durch sind. Ich musste sie sogar unterteilen und natürlich auch reduzieren, dass ich den überbehalte. Daher habe ich jetzt im Moment so gute 10 Stück. Je einen von Montag bis Sonntag, plus 3 Reserve. Man weiss ja nie, vorallem jetzt in dieser kalten Jahreszeit.

Nach meinem Besuch gingen wir wieder nach Hause. Ich half meinem kleinen(jedoch grösser gewachsenen) Bruder den Baum zuschmücken. Wir hatten ein riesen Fest. Ja ich genoss es sehr. Die letzten Geschenke mussten noch eingepackt werden, also ging ich zu meiner auch kleineren (aber auch grösseren) Schwester. Ja es war doch sehr amüsant. Das Abendessen war suupi wie immer. Meine Mama kocht sowieso gut und mein Vater macht immer zu Heilig Abend teure Plätzli. Da ich nicht ein grosser Fleischesser bin kann ich natürlich nicht genau sagen, was es für Fleisch war. Ich finde das Fett, welches zurück in der Pfanne bleibt sowieso das Beste am ganzen. Ja ich weiss ein Kunstbanause.. .Nach der Küchenputzaktion gingen wir wie jedes Jahr hoch und warteten bis das Christkind da war und unseren „Tannenbaum angezündet hat“(ein Satz wecher mir aus der Kindheit geblieben ist). Nach der Geschenkverteil- und Auspackaktion, sassen wir alle auf dem Sofa und es war eine heitere Stimmung. Ich schlief diese Nacht bei meiner schon genannten kleineren Schwester auf dem Aufziehsofa, da unsere kleine dicke Katze die Reservematratze verschissen hat. Meine Mutter hat mir in 4D versucht mitzuteilen, was für ein beneidenswerter Geruch es war.

Am nächsten Tag sind wir kurz vor 12Uhr erwacht. Dann gab es schon wieder zu Essen. Oh ja die Feiertage können soo schön sein.. Am Nachmittag waren Filme angesagt. Von der Schuh des Manitu bis hin zu notting hill haben wir alles gesehen(ich habe einfach meinen Kopf abgeschalten, weil es doch so hochintelligente Filme waren). Am Abend ging ich dann nach Hause. Meine Schwester begleitete mich und meinen grösseren Bruder zum Bahnhof. Auf dem Weg dorthin kam ihr der Gedanke, dass sie doch zu mir kommen könnte. Ja das fand ich eine super Idee. Sie kam, wir schauten wieder Fern und ich probierte mit aller Kraft meinen Berg voll Wäsche mit dem Glätteisen zu beseitigen. Nur für die Hosen hat es gereicht. Meine Schwester schlief dann ein. Was ich aber ehrlich gesagt nicht verstehen konnte. Sie sah sich gerade den Film Ghost an. Was bitte schön ist da zum einschlafen. Ich mag eigentlich keine Schnulzen, aber dieser Film ist eine Ausnahme. Er erinnert mich zu dem auch an einen verstorbenen Freund, welcher sich die Meinung über diesen Film mit mir teilte. Aber ich glaube meine Schwester war eben müde. Ich nahm es ihr natürlich nicht übel.

26. Dezember 2010

Am Morgen darauf, war es etwa um die 11 Uhr als wir erwachten. Meine Idee vom Tag: Komm wir gehen in den Zoo. Natürlich nicht sofort, da meine Schwester einen Film entdeckte mit Pierce Brosnan welcher sie sich anschauen musste. Ja wenn es einen solchen Mann in ihrem Alter plus ca. 5 Jahre gäbe, ich glaube, dann wäre ich Trauzeugin in 2-3 Jahren. Nun beim Zug angekommen, stellte ich fest, dass es der Cisalpino war, welcher uns nach Basel bringen sollte. Ich sagte zu meiner Schwester, dass dieser Zug nicht gut ist, weil immer wenn ich einsteige, er plötzlich auf den Gleisen stehen bleibt. Dies hatte ein Kondukteur mitgehört und er meinte; dass es besser wäre, wenn wir dann einen später nehmen würden. Ja nur schon das war doch sehr amüsant, aber das Beste war eigentlich, dass er einen super, tollen und grandiosen WaliSCHer Dialekt hatte. Es hat mich fast verkugelt. Er meinte dann noch, dass wir es doch nochmals probieren sollten. Jaa der Zug fuhr, das bestätigte uns auch der wehrte Herr nochmals mit einem riesen Lachen. Worauf der Zug kurz vor der Bahnhofseinfahrt Basel dann doch noch stehen blieb und eine Verspätung von 3 Minuten erzielte. Wir stiegen aus und Herr Walliser hielt sich die Hände vor den Kopf und sagte dann ganz verlegen, es wären dann doch 3 Minuten... . Ja das konnte nicht mal das Nashorn übertreffen, welches uns mit aller Pracht ihren aller Wertesten entgegenstreckte. Sehr faszinierend. Schon mal gesehen wie ein Nashorn pieselt? Am besten du gehst aus der Schussrichtung, sonst erfährst du Hautnah ob der Urin bei einem Nashorn auch warm ist, bei grossem Glück kann man auch noch den Geschmack erkennen und das für einen Eintritt für 12 Franken bis 25 Jahren. Nicht schlecht!

Nach dem Besuch ging es dann weiter an den Winterzauber auf dem Messeplatz. Ja es war schön und kalt. Schlussendlich musste ich dann meiner Schwester mitteilen, dass meine Füsse sich verabschiedet haben und es angebracht wäre, in die Wärme zu gehen. Wir gingen dann nach Hause. Beim Ausstieg unserer Haltestelle mit dem Zug, vergass meine Schwester ihre Handschuhe, bemerkte es jedoch erst als wir Draussen standen. Sie war genervt und traurig über die Tatsache. Ach jee, sie tat mir schön Leid. Nun ja ich fand es doch sehr wichtig, dass ihre Handschuhe auch mal einen ruhigen Moment haben konnten und hab sie doch darum ohne Worte in meiner Jackentasche aufbewahrt und ihnen warm gegeben, bis ihr Zug nach Hause kam. Ich kann mich an die Wörter; „verarscht“, „Dommi“ und „ich has gwösst“, noch gut erinnern. Ich weiss die Handschuhe hätten sicherlich nettere Worte gefunden.

27. Dezember 2010

Bin um ca. 8 Uhr aufgestanden. Der Wecker klingelte sicherlich schon eine ganze halbe Stunde. Ich ging dann duschen. Plötzlich kam mir in den Sinn, dass ich mich beeilen muss um an den Bahnhof zu kommen. Meine schon oben genannte Schwester und ich wollen unbedingt an Silvester feiern gehen. Big Bang heisst die Party und ist in Basel. Aber nicht nur einfach so, sondern wir wollten unbedingt VIP Tickets ergattern. Am Wochenende hatte kein Ticket Corner offen, so dass ich heute gehen musste. Und siehe da wir haben Glück: Ja wir haben sie! Nun ich denke wenn ich 40 Jahre älter wäre, würde ich über diese Jungen lachen, welche so viel Geld rauswerfen. Aber eben: Ich bin noch jung und muss es unbedingt erlebt haben. Auch wenn ich etwas traurig bin, dass die ganze Familie nicht da ist. Meine Ängste welche mich da ein wenig plagen sind, dass es vielleicht das letzte Mal ist, dass wir zusammen Silvester feiern... . Meine beiden Eltern sind wegen Krankheit angeschlagen und meine Grosseltern sind halt alt. Aber was wäre das für ein Leben, wenn ich mich zu meiner Familie verkrieche aus lauter Angst und mein eigenes Leben nicht mehr lebe. Daher gehe ich dort hin und versuche wirklich sehr grosse Freude zu haben,- was mir auch meistens gelingt.

Am Mittag ging ich zu meiner Kollegin nach Küssnacht a.R. Wir gingen auf den Berg unterhalb der Rigi,- sozusagen; die Rigi bis zu den Hüften(der Ausdruck meiner Kollegin). Die Luft und der viele Schnee.. es war wirklich toll. Ich denke ich habe sie mal wieder voll geschwafelt.., aber nun ja. Ich probiere es in Grenzen zu halten. Irgendwann gehen mir ja auch die Wörter aus. Nein, nein ich hoffe es ist nicht so schlimm. Es ist schön mit ihr unterwegs zu sein. Nach der „halben“ Rigi gingen wir nach Luzern und gingen Italienisch essen. Mmh war fein. Das Essen meiner Kollegin war laut ihr ein wenig Babybrei mässig aber ok. Danach gingen wir wieder auf den Zug und fuhren zu unser anderen Kollegin. Nach nicht erreichen, da ihr Natel den Geist aufgab, machten wir dann im Bahnhofbuffet Bescherung. Es war schön. Zwischenzeitlich sind wir wieder bei mir Zuhause, meine Kollegin schläft heute bei mir. Zur Information: Ich als Mensch für alle die, die mich nicht kennen: Ich bin ein sehr schusseliger Mensch, mir passieren Sachen wo sogar Clowns darüber lachen.. und für alle die, die es nicht wissen; Clowns sind im wahren Leben sehr ernste und meist traurige Wesen. Und nun zum sagen: Es hat mich im Schneegetümmle heute absolut nie auf die Nase gelegt. Nur einmal den Kopf in der Seilbahngondel hab ich angeschlagen, ansonsten alles tiptop. Ich war schön stolz auf mich.

28. Dezember 2010

Um 10 Uhr erwachte ich und kurze Zeit später meine Kollegin. Oh es war sehr toll das Erwachen. Ich bin von Herzen am Morgen einer der grössten Morgenmuffel wo es gibt. Aber für meine Freundin gab ich mir mit aller Kraft Mühe und war freundlich. Also ging ich ohne grossen Worte in die Küche und machte Morgenessen. Auf den Mittag verliess sie mich dann. Später kam meine Schwester weil wir shoppen gehen wollten. Ja es war traurig. Ich hatte 2 Stunden Zeit bis meine Schwester kam, wer hätte es gedacht? Ich war bis sie da war nicht fertig und stand mit Pyjama und keiner Motivation vor meiner Schwester. Sie war sehr begeistert, worauf sie sehr nett und höflich ungeduldig wurde. Das kann mir jeder glauben; meine Schwester hat das so wahnsinnig gut drauf, dass ich mich ganz schnell anzog. So eine schöne, nette, junge Frau und kann so eine Hexe sein. Aber ich mag sie genau wegen dem. J Nach unserer Einkaufstour, wobei ich 2 Paar Hosen fand(was mich sehr erstaunte), gingen wir natürlich sündigen in einen Kepabstand, damit sich die Chance steigern, dass der Knopf bei meiner neu erworbenen Hose auch wirklich abspringt. Aber fein war es. Um ca. 8 Uhr ging ich wieder zu einer Kollegin, sie hat mich für Salsatanzen begeistern können, seither findet man mich im Ausgang vor allem in Salsalokalen. Diesen Abend gingen wir nach Basel in die Kuppel. Als erstes kam ein Mann, ca. 40, dunkelhäutig, kleiner Bierbauch und ein riiiiesen Grinsen auf mich zu und fragte um einen Tanz. Ja ich habe schon lange nicht mehr so langweilig getanzt. Er verlagerte sein Gewicht mal auf die linke, dann auch die rechte Seite. Und ich dazu mit dem Grundschritt von Salsa. Oh es hat mich auf gut Deutsch so angekotzt. Salsa ist so ein schöner Tanz und ich hab immer das Glück, mich mit solchen Tanzpartner zufrieden geben zu müssen. Und als ich dann dachte, dass der Abend gelaufen war, weil ich einfach nur da sass, gab es Hoffnung. Ein Tanzlehrer aus einem anderen Club war da, den wir beide kannten. Er tanzt wahnsinnig gut und speziell. Daher freute es mich sehr. Also ging es ab auf die Tanzfläche. Wir haben es immer ziemlich lustig beim tanzen. Dieses Mal erzählte ich ihm, dass ich nun hoch offiziell Salsa tanze(zur Erklärung: Meine Kollegin hat mir die Grundschritte von Salsa, Merengue und Bachata in ihrer Küche beigebracht, danach ging ich mit ihr einfach in den Ausgang und lernte es durch ihre Tanzpartnern und dazu möchte ich sagen, dass ich glaube, dass es bei mir nicht übelst aussieht!). Da ich ihm von meinem Tanzkurs erzählte unterhielten wir uns in etwa so weiter:

Er: Gehst du mit einem Tanzpartner?

Ich: Nein.

Er: Gehst du alleine?

Ich: Ja.

Er: Nicht mit deinem Freund?

Ich: Nein alleine.

Er: Du hast also keinen Freund?

Ich: Nein.

Und ab dem Moment war es mir sehr unangenehm.

Kurz darauf gab es einen Musikwechsel von Salsa zu Merengue. Es war in der Kuppel sehr warm, mein Tanzparnter war mir nicht gerade eine Hilfe! Näher und näher kam er. Ich mag das überhaupt nicht. Er war doch so nett und auf einmal so. Er wurde nicht frech oder schoss über die Grenze, auch kein Betatschen(sonst hätte die Kuppel eine neue Architektur; keine 4 sondern 5 Ecken), aber das nahe Tanzen war einfach sehr unangenehm, ich versuchte mich immer ein wenig zu entfernen, worauf er wieder nachrückte. Danach war so ziemlich der Abend gelaufen. Nein ich war nicht nuttig angezogen, auch keinen Ausschnitt, da ich nicht mal viel zeigen könnte und überhaupt!! Ich brauche so Kleidung wie;- für 50 Franken pro Minute, kannst du mich die ganze Nacht haben Lock,- überhaupt nicht. Und verzweifelt sehe ich ganz sicher auch nicht aus, da ich weiss, was ich will. Ach Gott, Alah, Jesus und sonst all die Gleichgenannten, habe ich wirklich so unglaublich abgesahnt? Irgendjemand muss solche Leute ja auch unterhalten, und das soll ich sein??? Ich hoffe ins Tiefste, dass ich dich da mal falsch verstanden habe! Oh bevor wir gingen kam nochmals der erste Herr welcher die Beinverlagerung von links nach rechts so unglaublich hervorragend beherrschte und fragte um einen Tanz. Da ich gerade auf unsere Taschen ein Auge warf, weil meine Kollegin am Tanzen war, sagte ich unfassbar höflich und mit einem unglaublich schwungvollen Augenaufschlag; auf jeden Fall später,- äusserst gerne nochmals!

Danach gingen wir nach Hause. Als wir im Zug sassen, schliefen wir fast ein. Bei mir angekommen, ging ich sofort nach Hause, meine Kollegin musste noch ca. 5 Minuten fahren. Leider haben wir etwas übersehen, auf jeden Fall fuhr meine Kollegin 20 Minuten weiter, ohne dass dieser Zug bei Ihrem Wohnort gehalten hat. Ich suchte ihr sofort einen Zug zurück raus. Es war der letzte und so hatte sie ein riesen Glück. So gingen wir schlafen.

29. Dezember 2010

Um 9 Uhr bin ich erwacht und habe meiner Firmgotte ein Telefon gegeben. Nun sitze ich im Zug und fahre in den Kanton Schwyz. 1.5 Stunden Zugsfahrt. Für viele eine Tortur, aber ich mag Zug fahren. Der Weg von Zürich in den Kanton Schwyz ist sehr schön. Alles am Zürichsee entlang. So nebenbei; ich für mein Empfinden kann mit Zürich überhaupt nichts anfangen bis auf etwa 3 Sachen: 1. Die Flohmärkte 2. Der See und 3. Der Schnellzug nach Basel. Es sind ca. noch 10 Minuten bis ich da bin. Ich freue mich auf sie. Hab sie schon lange nicht mehr gesehen. Wir werden zusammen Mittagessen und danach gehen wir nach Rapperswil und gehen spazieren. Gewusst; Rapperswil ist Kanton St. Gallen und nicht Zürich. Rapperswil ist traumhaft schön. Das Kloster mit dem Rosengarten, die kleine verwinkelte Altstadt, alles wunderbar.

Bei meiner Firmgotte wars toll. Mmh sie hat mir feinen Kuchen mitgegeben. Ich liebe Kuchen. Nun muss ich mich konzentrieren, dass ich in Zürich noch Toilettenpapier einkaufe. Das ist das einzige was ich heute noch immer vergesse(trotz 4 Jahren Auszug).

Toilettenpapier=gekauft.

30.12.2010

Heute war ich einfach nur faul.

Um 22:00 hab ich angefangen aufzuräumen. Aber ich bin wie eine Schnecke. Jaa, nicht mal der Kanton Bern kann da mithalten! Wie traurig ist das denn!

So die Zeit war reif. Um 23:00h hab ich angefangen meine Wohnung auf Fordermann zu bringen. Habs geschafft. Pünktlich um 6:00h Morgens bin ich nun fertig geworden. Oh nein, nicht nur aufräumen, putzen und abstauben. Nein auch mein Berg voll Wäsche und den Abwasch hab ich erledigt und alles frisch gewaschen; Kleider inkl. Bettwäsche und Sonstiges. Oh ich bin so stolz. Nun geht’s ab ins Bett. Mal schauen ob ich schlafen kann. Bin aufgeregt auf die Big Bang Party Basel wo wir als VIP eingetragen sind.

31.12.2010

Zwei Uhr Nachmittags erwacht! Aufgeregt? Ja! Noch viel zu tun? Ja. Los geht’s.

Erste Station: Bahnhof-> Geld holen.

Dann geht’s ab in die Stadt. Abfallsäcke, Putzsachen, essen, etc. Dann schnell nach Hause. Freue mich auf die Party heute Abend. Hab mit meinen zwei Freundinnen noch kurz telefoniert. Ich freue mich, dass ich solch zwei tolle Freunde habe. Meine Schwester ist um halb 6 Uhr gekommen. Wir haben Pizza geholt. Danach,- wie immer wenn sie bei mir ist,- hören wir Musik, singen, tanzen und machen qualvolle Karaoke. Uns gefällts. Natürlich haben wir uns noch auf Hochglanz poliert, bevor wir uns ins Nachtleben und ins neue Jahr 2011 stürzten.

1.1.2011

Da ich wieder mal auf einen falschen Knopf gekommen,- was mich unglaublich und zu tiefst freut, hat es mir meinen ganzen Blogg gelöscht und alles rausgeworfen. Bis zum 31.12.2010 hatte ich es noch gespeichert, aber ab dann bis zum 3. 1 2011 ist alles futsch.

Kurz zur Wiederholung:

Die Party war nicht gerade der Hit. Es stand zwar, dass es verschiedene Musikrichtungen gab, aber eigentlich war es eine Houseparty. Die Party war ab 16 Jahren, aber ich dachte wenn 13000 Menschen angekündigt seien, sei dies nicht zu bemerken. Ich war eine Mutti unter diesen Buben und Mädchen. Es war erniedrigend, wenn ein 17 Jähriger mich ansprach. Man musste schon fast Angst haben, dass es rechtswiedrig ist. Mir ist bewusst, dass ich jünger aussehe als ich bin, ich bin auch nicht auf der Suche nach einem Mann, aber wenn mich dann schon jemand anspricht, dann wäre es doch allzu graziös, wenn ich einem Mann mit ganzer Hingabe eine liebgemeinte Abfuhr erteilen kann und nicht einem Buben. Da muss man ja Angst haben, dass Tränen über die Wangen purzeln. Der Anfang aber war dennoch gut. Der Sänger Stress, gab kurz vor Mitternacht ein Konzert und wir feierten dann mit ihm ins neue Jahr hinein. Gelernt habe ich:

1. Eine Alterbegrenzung ab mind. 18 Jahren (auch wenn viele Besucher angekündigt sind)

2. Keine Riiiiesenparty mehr- Das Gedrängle ist mir zu dumm.

3. VIP ist nicht immer gleich VIP (es stand wir bekämen Essen à discretion geboten..-> Tortellini + Saucen= Es sah alles gleich aus und schmeckte wie Militärfood)

Zum Glück war meine Schwester dabei. Ohne sie wäre es noch viel schlimmer gewesen. Sie unterhielt mich auch zusätzlich noch mit ihren Schuhen, welche ihr zu gross waren. Um ca. fünf Uhr gingen wir dann nach Hause. Es gab zwei Sachen in dieser Nacht, welche sehr lustig waren. Meine Schwester welche 1 Kopf grösser ist als ich, jedoch jünger. Ein gleich grosser Junge wie ich, um die 17 Jahre, sprach sie an und fragte ob sie ihren Fuss vernickst habe da sie ihr Schuhe ausgezogen hat. Meine Schwester; nein. Er; Und wenn auch, ich würde dich den ganzen Abend hin- und hertragen. Oh wie ich solche Sprüche göttisch verachte. In diesem Moment, da es ja nicht für mich galt war in der Hocke und lachte mir für einen kurzen Moment die Seele aus dem Leib. Ja das passiert mir immer, wenn ich mehr als Lachen möchte und mehr einfach nicht geht. Ich geh in die Hocke, da ich sonst am Boden liegen würden. J Ja es war super toll. Das zweite was sehr amüsant war, geschah im Zug. Schon mal 4 besoffene Amerikaner gesehen? Nein. Die super Witze auf Lager, ist teilweise etwas schwierig zu verstehen, da das Gelalle und der Amislang etwas über die Grenze schlagen. Aber war gut.

Um halb 5 Uhr nachmittags bin ich aufgestanden. Meine Schwester ging dann später nach Hause. Kurz zu diesem Tag: 1 Stunde Sonnenlicht gesehen, gutes und selbst gemachtes Morgenessen gehabt.

Letztlich habe ich wieder einmal mehr gemerkt, dass das Leben im neuen Jahr nicht besser sondern gleichgeblieben ist. Wie das Leben sein soll, für das ist man selber verantwortlich. Wie spannend soll es werden, wie viele Gefühle und Neues lässt man zu, wie will man das Geschehene aufnehmen und was macht man daraus. Man weiss nie was im Leben auf einem zukommt, aber man ist selber verantwortlich wie man es angeht, anschaut und wie viel Herz und Verstand man in eine Sache steckt. Daher freue ich mich auf das neue Jahr und bin gespannt, wie offen ich bin, wie viel Herz ich in eine Sache stecke, ob neue Menschen in mein Leben treten und/oder ich den Menschen mehr vertrauen schenke.

Alles Liebe und Gute im neuen Jahr 2011.

2. Januar 2011

War am Nachmittag bei meiner Familie und meinen Grosseltern. Meine Omi wollte natürlich wieder auf dem neusten Stand bezüglich meinen Männern. Nun ich erkläre ihr natürlich gerne nochmals mein Prinzip bei Männer. Für jeden Wochentag einen, plus 3 Reserve. Dies machte sie natürlich wieder mal höchst zufrieden. Mein Grossvater ist ein brummliger und mürrischer Mensch, mit einem guten Herz. Er machte wieder einmal einen bösen Witz über Frauen, worauf ich zu ihm sagte, er soll bitte mal lieb zu seiner Ehefrau sein. Ich fragte meine Grossmutter, ob mein Opa ihr früher nie Komplimente gemacht habe. Sie: Nein. Ich: Warum hast du ihn dann geheiratet? Sie: Das weiss ich auch nicht mehr genau. Ja das ist meine Grossmutter. Bei meinen Eltern Zuhause gab es Raclette. Später ging ich nach Hause. Ich muss sagen, die letzten 2 Tage waren äusserst unspektakulär. Nicht mal schusslig war ich. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mein Tag- Nachtrhyhtmus komplett verdreht ist. Ich kann einfach nicht mehr einschlafen und liege wach, bis mindestens um 5 Uhr morgens. Bald muss ich wieder arbeiten. Ich hoffe, dass es sich bis dann wieder gelegt hat.

3. Januar 2011

Man kann in so vieles Träume stecken. Man muss nur daran glauben. Die Wichtigkeit der Träume, kann nur ein Mensch erkennen, welcher keine mehr besass. Man muss ans Fliegen glauben, denn wenn man in seinen Träumen ans Fliegen glaubt, glaubt man im echten Leben an Ziele, welche im Moment noch weit weg sind. Wenn man nur fest daran glaubt, dann wird es wahr, denn wenn man Fliegen kann, kann man überall sein. Ein Gefühl der Freiheit, der Ungebundenheit, ein Gefühl des Vertrauen an sich selbst. 1000 Gedanken an Dinge welche im wahren Leben kaum wahr zunehmen sind, können im Herzen eine Seele bekommen...

...man muss nur daran glauben.

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