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Dienstag, 25. Januar 2011

Tatütataa, ich bin wieder daaa!

24. Januar 2011 Kurzrapport von der letzten Woche...

Eine ganze Woche nicht eingeschrieben. Wäre so wohl nicht gedacht. Der Virus hatte mich ein weiteres Mal fest im Griff,- eine schreckliche Woche. Jedoch hatte ich vom Montagabend bis Mittwochabend überraschend Besuch. Meine Schwester meldete sich am Montagabend um halb 12 Uhr und ich hörte an ihrer Stimme an, dass es ihr körperlich miserabel ging und es einfach nicht besserete. Ich fragte sie ob sie zu mir kommen wolle. Um 00:20 fuhr der Zug ein und mit ihm meine Schwester aus. Meine lieb gemeinte Begrüssung: „ Hoi Chranki, heiii, gsesch du scheisse us.“ Sie nahm es mit einem halben Lächeln hin und mit letzten Kräften kam nach 10 Sekunden; „weisch was du gsehsch ned besser us ond mer esch schlächt!“. Falls jetzt jemand denkt, wir bekriegen uns, der liegt absolut falsch. Wir mögen uns so sehr, dass wir gerne zu 1000% ehrlich zu einer sind(dies gibt immer ein riesen Gelächter)J. Bei der Bahnhofunterführung husteten wir synchron. Bei den Billettschaltern angekommen, sagte meine Schwester, es sei ihr übel und sie könne es nicht mehr zurückhalten. „Wo sölli?“. Ich: „Chom das esch jez au egal, chli do i Egge... .“ Während meine Schwester die Ecke neben dem Billettschalter verschönerte, sah ich um mich um zu reagieren, falls jemand auf uns zukam. Von weitem sah ich eine Frau; die Sprechblase oberhalb ihrem Kopf sprach klare Worte: „Diese Jungen, schon am Montagabend stockbesoffen.“ Ach ja, wenns nur das wäre gnädige Frau, uns gehts noch viel verkotzter. Auf dem Heimweg war es etwas still. Plötzlich sagte meine Schwester: „ Hee weisch was? Ich han grat id Bahnhofonderfüehrig kotzt.“ Mit wortwörtlich gemischten Gefühlen gingen wir nach Hause. Ich verbot ihr sofort die Einnahme des Antibiotikas.

Am Morgen darauf ging ich in meine Apotheke und ging zusätzliche Medikamente für meine Schwester „poschte“. Danach konnte meine Schwester wieder etwas Kleines essen. Nach dem Mittag nahm ich ein Caramelyoghurt aus dem Kühlschrank und ass es mit vollem Genuss und meinte zu meiner Schwester; das dürfen nur Menschen essen, die nicht „chotze müend“. Daher soll sie schnell wieder gesund werden, weil sonst das Allerletzte eventuell schon weg ist. Eine halbe Stunde nach meinem Yoghurt wurde das WC von mir belagert und ich gab bis auf den letzten Tropfen das feine Yoghurt von mir.

Am Mittwoch ging es uns etwas besser. Wir gingen daher am Nachmittag raus und wollten etwas essen gehen. Ich wusste nicht, dass Autos so laut sein können. Wir torkelten wie ein besoffenes Ehepaar durch die Stadt und bei jeder Glasscheibe, bei der wir unser Spiegelbild sahen, meinte wir immer und immer wieder: „Hei gsänd mer scheisse us!“ Wir schlangen uns die Mägen im McDonalds voll. Nein, bei solch super Essen wäre es sünd und schade, dies von sich zu geben. Daher behielten wir es und gingen mit einem vollen Magen wieder nach Hause. Am Abend ging dann meine Schwester wieder Heim. Die Nacht auf Donnerstag habe ich sehr unruhig und schlecht geschlafen. Ich rief meine Schwester am Morgen darauf an und fragte sie wie es ihr ergangen ist. Nun, sie hatte genauso eine schlechte Nacht. Ergebnis: Zu zweit auf 2 Matratzen in einem Raum schläft sich besser bei Vogel- und „Säuli“grippe.

Am Freitag musste ich raus. Ich hielt es nicht mehr aus Zuhause. Es ging mir wieder besser, aber ich merkte schon auch, dass es noch nicht perfekt war. Ich tat meiner Seele etwas Gutes und ging tanzen. Im Alegra Basel gab es um 9 Uhr am Abend einen Crashkurs in Kizomba. Dort nahm ich und meine Kollegin teil. Tage zuvor hatte ich eine Internetplattform gefunden wobei Tanzpartner gesucht werden. Ich meldete mich bei einem Herrn und er sagte zu. Er kam an diesem Abend und war ganz ok. Ein 30-jähriger aus Boston kommend-studierender Mann. Vom Typ her wirklich nett, ich und meine Freunde hatten es gut mit ihm. Nur... er ist nicht gerade der geborene Tänzer aber ok. Ich finde es toll, wenn es jemand wenigstens versucht. Später tanzte ich mit einem Kolleg von meiner Kollegin, ich mag ihn wirklich gut. Ein Verrückter mit einem guten Herz. Solche Leute mag ich besonders J . Nun bin ich ihn am bearbeiten, dass er mit mir in einen Kizombakurs kommt. Er tanzt wirklich sehr gut. Menschen aus Afrika haben das halt einfach im Blut. Ich hoffe wirklich sehr, dass dies klappt. Es wäre toll. Vorallem wüsste ich was ich für einen Tanzpartner habe und müsste mich nicht auf ein Schreckensszenario einstellen.

Am Samstag habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Endlich habe ich meine Nähmaschine. Habe nun eine top Nähmaschine und sie steht auf dem Tisch und funktioniert hervorragend. Ja gleich 2 Neuzugänge in den letzten Wochen. Zuerst meine Lotti(Fotokamera), nun meine Nähmaschine. Leider hat sie noch keinen Namen L. Falls jemand eine Idee hat, bitte melden. Ich bin zur Zeit ohne Fantasie. Am Sonntag habe ich Kleider ausgeräumt, da im Februar Kleidersammlung ist. 2 volle Säcke und trotzdem ein voller Kleiderschrank. Ja Brockis und Flohmärkte machen dem Portemonnaie einen gefallen, aber nicht meiner Seele. Ich kann mich kaum von all meinen liebgewonnen Kleider trennen(-welche um die max.10 Franken gekostet haben..). Meine Schwester kommt sicherlich noch vorbei und schaut sich alle Kleider durch...wenn also mein Herz zu fest blutet wegen irgendeinem Kleidungsstück, ja dann kommts halt einfach zurück. J

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