8. Februar 2011
Auch heute blieb ich Zuhause. Dies war gut. Ich konnte mich erholen und etwas Zeit für mich haben. Es war einer der Tage, bei dem man nachdenkt, Situationen mit verschiedenen Augen sieht und sich dadurch alles ausmalt. Am Nachmittag ging ich ein wenig raus. Das Wetter tat mir gut. Ich war höchst zufrieden, dass ich Zuhause blieb, musste ich erkennen. Ein „Schussliger“-Tag wärs geworden. Beim rechtlich korrekten Überqueren der Strasse legte es mich fast um. Ja ich weiss, die meisten Menschen, liegen im Winter wegen vereisten Strassen im Graben. Elsbeth möchte halt auch bei schönem 10-Grad-Wetter und hervorragenden Strassenverhältnissen Gebrauch davon machen. Das muss wirklich sehr amüsierend ausgesehen haben. Mit dunkelroter Gesichtsfarbe ging es weiter in die Stadt. Zurück fuhr ich mit dem Bus. Bei einer Kreuzung fuhr der Bus noch einen Moment gerade aus, wobei ich das Gefühl hatte, ich bin in den falschen Bus gestiegen. Nach 1.5 Tage einfach nur liegen und gammeln und dann so einen Schreck zu bekommen, löste in meinem Kopf einen halben imaginären Herzinfarkt aus. Der Buschauffeur fuhr mich dann aber korrekt nach Hause, freundlicherweise. Zuhause angekommen, ging ich kurz ein paar Kleidungsstücke waschen. Noch etwas Bewegung kann ja nicht schaden. Ausserdem erledigt sich der Haushalt, auch wenn man krank ist, nicht von selber. Als ich fertig war, kam ein junger ca. 20 Jähriger evtl. indischer Abstammung mit Musikohrstöpsel rein und schrieb sich bei meiner Waschmaschine ein. Ich hatte die Waschmaschine geputzt aber noch nicht abgestellt. Ich würdigte ihm keines Blickes. Warum? Keine Ahnung.. als er rein kam, sagte er nicht hallo, denn die Musik lief, also dachte ich, ich muss nicht reden oder einem Menschen mehr Beachtung schenken. Dies schien mir sehr recht. Ich hatte keine Motivation oder geeignete Kräfte. Als er kurz auf die Seite stand, betätigte ich den Schalter der Waschmaschine um sie auszustellen. Ja da stand ich da und bemerkte, dass das mehr als peinlich war. Er hat sich nämlich nicht für den nächsten Tag eingeschrieben, sondern für jetzt. Er füllte gerade Wäsche ein. Gemerkt habe ich das erst, als ich wieder auf der anderen Seite stand. Ich entschuldigte mich ca. 34 Mal. Mir schien das noch nicht genug, aber ich merkte, dass ich mich noch in ein blöderes Licht stellte. Ja irgendwann kann man sich nicht mehr, mehr entschuldigen.
Später habe ich gekocht, ausser Poulet mit Lauch von meiner Mama, ist Findusplätzli mit Pilzfüllung mein Lieblingsessen.
Gestern habe ich herausgefunden wie ich diese Dinger kochen kann ohne sie dunkelschwarz zu kreieren. Man braucht einfach wahnsinnig viel Geduld und wenig Hitze auf dem Kochherd. Ja wie schon paar Mal erwähnt; ich und Geduld ist wie; meine Lotti ohne Blitz. Eine Packung von diesen tiefgefrohrenen Plätzli enthält 8 Stück. Mind. 3 davon verkohle ich jedes Mal, entweder vergesse ich sie, weil sie so lange brauchen oder ich gebe zu viel Dampf auf der Herdplatte und bin zu langsam. Ja die Gier ist so gross, dass man halt gerne etwas mehr Hitze gibt. Die Dinger sind wirklich gut. J
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