Freitag, 11. März 2011
Es ist 9 Uhr Morgens. Sitze im Zug Richtung Zürich Flughafen. Bin um 7 Uhr aufgestanden und um halb 4 Uhr Nachts eingeschlafen(und nein ich bin nicht wirklich müde, obwohl ich es gerne wäre, sondern innerlich sehr, sehr unruhig). In Zofingen besuchte ich meinen Bekannten im Bahnhof Café. Er sitzt jeden Morgen da und löst sein Sudoku und Kreuzworträtsel. Nach meinem Bodyguard(Multivitaminsaft) ging ich zurück nach Hause und nicht direkt nach Zürich. Habe mein Nasenvelo Zuhause vergessen. Nun sitze ich mit gemischten Gefühlen im Zug. Auf der einen höchst positiven Seite, ist ein zerkauter Hot-Dog(heisser Hund im Würstchen und viiiiel Ketchup) in meinem Magen, welcher ich um viertel vor 9 am Morgen gegessen habe. Bemerkung kurz dazu: Ich habe einen Kuhmagen, das könnt ihr mir glauben. Keine Ahnung aber ich empfinde es als höchst angenehm, eine solch deftige Speise am Morgen früh zu essen. Ich habe den ganzen Tag keinen grossen Gluscht mehr nach Süssem und fühle mich eigentlich noch recht gestärkt. Hätte der Mc Donalds oder mein Kepabstand doch nur schon so früh geöffnet. Ich wäre der erste Kunde. So nun bin ich wieder einmal abgeschweift. Auf der anderen eher negativen Seite ist, dass neben mir im Abteil 2 Eheleute mit Tochter sitzen. Es sind beides Lehrer und die Tochter ist ca. 25 Jahre alt. Warum ich das weiss? Es sind meine 2 Primarschullehrer welche ich in der 1. und 2. Klasse hatte plus Tochter. Sehr komisch, habe sie nur kurz angeschaut, aber keine Bemerkung oder ein Grüezi von mir gelassen. Zu geschockt war ich. Nun versuche ich meinen Kopf in Richtung meinen Ex-Lehrer zu halten um sie zu bemerken und grüezi zu sagen...was mir sehr schwer fällt, irgendwie ist es mir wahnsinnig unangenehm. Wer möchte schon seine ehemaligen Lehrer am Morgen früh treffen??? Ich bestimmt nicht. Im schlimmsten Fall wollen sie mit mir reden..dabei spüre ich doch noch die Bettwärme.. . Nichts zu meinen Lehrer, die waren in Ordnung. Habe sie ein paar Mal geärgert, aber ich denke nicht, dass sie Albträume von mir hatten.
Habe es nicht geschafft sie anzusprechen, Zürich war zu nahe und so kam der Bahnhof viel zu schnell. Ich bin nicht gut sich in vergangenem Erlebten wieder zu finden oder sich wahnsinnig zu freuen, ausser es sitzt in meinem Herzen und könnte ich nie vergessen. Die Schule gehört bestimmt nicht dazu. Es gab wenige Fächer welche ich mochte, diese jedoch die ich als positiv empfand waren meine Highlights der Woche:
>Sport(Oberstufe)
>Englisch(Oberstufe und Ausbildung)
>Rechtskunde(Ausbildung)
>Algebra(Ausbildung)
>Informatik(Ausbildung)
Ein weiteres Mal sitze ich im Starbucks Café am Flughhafen Zürich. Sooo und jetzt ratet mal, was ich erlebt habe!
ACHTUNG: ICH HABE UM 11.20 UHR(Ortszeit) MEINEN ERSTEN AIRBUS A380 START ERLEBT UND ICH HATTE NOCH MEHR TRÄNEN IN DEN AUGEN ALS BEI ALLEN ANDEREN STARTENDEN UND LANDENDEN FLUGZEUGEN. Es war so gewaltig, diese Kraft obwohl man weit weg von der Startbahn stand. Das ist Liebe!!! Man kann es einfach nicht in Worte fassen, so schön wars! Jaja ich höre von jedem Einzelnen die Gedanken; oh Gott such dir Hilfe! „Heee!!!! Ich chönt au grat so guet Droge neh, ufe Strich go oder mim Schnapsdrossel-Nochber Konkurränz mache!“ Alles Quatsch. Ich habe einfach eine wahnsinnige Freude an Flugzeugen. Ich konnte auf die eingerichtete Zuschauerterrasse mit einem Busshuttle hinfahren(man kann diese nur mit einem Bus erreichen). Diese Terrasse ist nicht wahnsinnig speziell. Kein Restaurant, nicht besonders gross, aber mit viiiiielen Flugzeugen unten dran. Diese Aussichtsplattform hat jeweils bis 15:15 geöffnet. Ich war aufgeregt wie ein Kleinkind welches im Zimmer wartet bis das Christkind gekommen ist! Ich sags euch, es war einfach nur überwältigend! Dieser Airbus kommt jeden Tag am Morgen nach Zürich, dies wusste ich nicht. Als ich hörte, dass Zürich Zuwachs vom A380 bekommt, hiess es damals noch; der kommt jeden Montag. Stimmt mich natürlich höchst zufrieden, dass ich ihn jeden Tag bestaunen könnte! Ich konnte mir heute übrigens eine wichtige Frage beantworten. Was würdest du lieber: Im Flugzeug drin sitzen oder als Zuschauer dabei sein? Ich bin beim A380 definitiv mehr ein Gaffer als ein Mitfliegender. Ich mag die kleinen Fenster im Flugzeug im Allgemeinen nicht. Wenn man nicht Glück hat, darf man nicht mal am Fenster sitzen und bei einem Airbus A380 am Fenster zu sitzen wäre wie; deinen Geburtstag als Nationalfeiertag zu haben,- welcher immer gefeiert wird, wenn du Lust darauf hast! Also mehr Glück als Verstand. Ich nehme kaum an, dass ich in einem solchen Airbus alleine drin sitzen würde, wenn der so weit weg fliegt, also müsste ich zuvor noch systematisch Krieg führen, wenn es Hoffnung für einen Platz am Fenster gäbe. Da es schon genug Krieg auf dieser Welt gibt, bleibe ich schlussendlich lieber am Boden und hoffe auf ein 10-lagiges Schnupfnastuch, welches mir zu fliegt um evtl. bei einer Freudenträne Gebrauch davon zu machen.
Negative Seiten des Flugzeug fliegen:
-Wenn man in einen Flieger sitzt, gibt man sein Vertrauen in die Hände zweier Menschen welche man nicht kennt. Vertrauen zu haben mag ich schon nicht besonderns.
-Das Fliegen löst unangenehme Erinnerungen in mir aus von früher. Kommen noch Luftlöcher dazu, bin ich durch den Wind. Ich bin in meinem Leben 2 Mal geflogen.
Das erste Mal war ich 13 und flog zu meiner Gotte nach Teneriffa(sie ist(war damals) ausgewandert). Dor kam ich 5 Wochen lang als 8 Stunden-Arbeiter in einer 6 Tage-Woche zum Einsatz und wurde durchwegs immer freundlich runter gedrückt wie zum Beispiel, als ich mir meinen Finger einklemmte und es etwas mehr blutete. Zuerst kam ein Zusammenschiss der fing mit; „bisch ächt sälbergschold“ an und endete nach mehrmaligen Bitten mit einem Pflaster. Ich war damals 13 Jahre alt und ganz alleine! Horror Wochen. Ich schämte mich meine Gotte anzuschwärzen, also erzählte ich die ganzen 5 Wochen niemanden etwas davon. 1 Mal habe ich es versucht. Ich rief eine Schulfreundin an. Ihre 1. Worte waren: „So schööön hesch du min Gebortstag ned vergässe!!! Das freut mich jetzt aber so! Danke viel mol!“ (Meine Gedanken: „Was si het Geburtstag!?!?)Das gab mir den Rest!
Das 2. Mal fliegen war vor etwas mehr als einem Jahr. Nach London ging es mit meinem damaligen Freund. Es war wirklich schön, nur wusste ich nicht, dass mich das Fliegen so aufwühlen würde und ich für einen Moment das Gefühl hätte, ich sitze im Flieger nach Teneriffa.
Natürlich freue ich mich wieder, wenn ich in ein Flugzeug steigen darf. Es ist für mich wahnsinnig aufregend. Der Check-In finde ich brilliant, da kommt man sich vor wie James Bond und 007 zusammen. Schlussendlich könnte ich aber das Zuschauerdasein auch nicht missen und so freue ich mich auf jede weitere überemotionale Gefühlsträne und jedes weitere Gefühlschaos im Flugzeug.
Seit halb 6 Uhr sitze ich am Rhein von Basel. Mein Stammplätzchen konnte ich heute nicht ergattern, aber nebenan ist auch gut. Wenn man über die Häuser zum Sonnenuntergang sieht, sieht man ab und zu ein startendes Flugzeug, welches an Höhe gewinnt. Hier fühle ich mich in der gesamten Schweiz am wohlsten. Bald ist Tanzkurs. Freue mich.
Nun bin ich nicht nur Vollprofi in Cha-cha-cha, Walzer, Disco-Fox, nein nun bin ich auch noch Profi in den Grundschritten Jive plus Drehung! J Man lernt das Nötigste im Kurs. Grundschritte und 1 bis 2 Figuren inkl. eine Menge Spass. Der Walzer haben wir etwas mehr intensiviert, da er etwas anspruchsvoller ist. Ich könnte nicht erklären was ich genau mache, wir lernen es und dann vergess ich es schnell wieder. Überlege ich beim Tanzen, sind die Füsse meines Tanzpartners in Gefahr; einfach führen lassen ist die Devise. Wenn ich einen guten Draht zum Gegenüber habe, kann der mit mir alles tanzen. Ich mache einfach mit. Wenn es für einem selber nicht mehr stimmt, läuft man einfach weg. Das nenne ich hervorragende Vertrauensaufteilung.
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