Mittwoch, 23. März 2011
Dieser Tag war für mein Herz Folter hoch 3. Der Morgen war ganz ok. Arbeitete bis Mittag und hatte dann Feierabend wegen der 50%-Arbeitswoche. Ich ging nach Hause und erholte mich etwas, dann ging ich meine Tussinägel erneuern. Nur 1 schwacher Moment hat es bis heute gegeben, ansonsten esse ich meine Finger nicht mehr auf,-so nebenbei. Danach gings wieder nach Hause. Ein wenig entspannen wäre schön gewesen, da ich danach noch was vorhatte. Ich traf mich mit diesem Herrn von der Kizombaparty. Meine Herren war ich aufgeregt. Ich fragte mich ernsthaft ob ich das noch kann oder ob ich noch weiss wies geht ein Date zu haben. Er wollte in ein südafrikanisches Restaurant. An sich eine schöne Idee. ABER: Elsbeth kann doch nicht schön Essen. Vor allem endet es dann in einem Desaster wenn ich probiere schön zu essen. Für ein ernsthaftes Date sollte man sich aber doch Mühe geben nicht? Auf gut Deutsch; ich war mehr als überfordert. Mein Herz gab sich dementsprechend Mühe nach meinem Befinden zu klopfen. Keine Sekunde schlafen konnte ich und auch diese Nacht war kurz und nicht gerade besonders gut.
Nun sass ich also im Zug und gab mir unwahrscheinlich grosse Mühe „voll coll und easy“ dazusitzen und zu hoffen, dass die SBB einmal nicht versagt, wenn man sie braucht und aus ungeahnten Gründen einfach auf der Schiene stehen bleibt. Wenn man gut mit sich alleine leben kann, wird das zur Gewohnheit und wird wie faul sich zu öffnen, da man auch ohne solche wie alle sagen- wunderschönen Gefühle,- ganz gut leben kann. Ich finde die Aufregung auf den jeweiligen Menschen wiederzusehen ziemlich anstrengend und mühsam, ich mag das nicht. Und doch wenn ich jetzt so rede gibt es manchmal schon einen kleinen Wunsch von Zweisamkeit um Freud und Leid teilen zu können. Aber trotzdem; ich frage mich im Moment schon, warum ich mir das gerade antun...ach ja stimmt! Es gibt ja gutes Essen!,- und für das gehe ich nach Zürich..nun gut ich gebs ja zu: Ich habe Vorurteile...es kommen mir 1000 Gründe in den Sinn, warum ich nicht mehr weiterfahren sollte, auch hätte ich schöne Witze auf Lager. Ach ihr wollt einen hören? Selbstverständlich:
„Ich habe gehört, dass in Zürich dieser furchtbar kleine Zoo nun endlich umgebaut und nun artgerecht vergrössert wurde, sogar Steuern konnte man einsparen! Wie? Es wurde eine 10 Meter grosse Absperrung rund um die Kantonsgrenze errichtet, so können nun alle Vögel rumlaufen!“ Wunderbar!
Es ist nun 12 Uhr am Abend und ich sitze nun wieder im Zug und gehe nach Hause. Meine Angst war unbegründet und die Vorurteile..sagen wirs mal so: Sie wurden vermindert. Ich verbrachte einen wirklich schönen Abend. Das afrikanische Restaurant war so was von schön und das Ambiente war wirklich genial. Anfangs dort angekommen war da so eine grosse Kerze auf dem Tisch. Ja ich sah den Feind in ihr. Spätestens dann wenn ich meine Essenskarte aufschlage oder mit den Händen wieder einmal mehr spreche als mit dem Mund würde das Unglück geschehen und die Kerze liegt entweder am Boden oder Kerzenwachs auf meiner Hand. Jetzt ratet mal was passiert ist! ICH war es nicht, die die Kerze verschüttete!!!!! Ich habe nichts getan!!! Den ganzen Abend nicht..., nun gut es gab da schon ein paar Sachen, aber die waren nur für mich sichtbar, also gut versteckt.
Zum Beispiel:
-Ich vergessen nach der Dusche Zuhause, dass ich meine verfluchten roten monatigen Qualen habe, aber es war zum Glück nichts passiert!
-Die Serviette lag von mir plötzlich am Boden.
-Rannte in die WC Türe rein, hatte die kluge Vorstellung, dass sie verdreht aufgeht
-Verknickste mich und flog fast auf die Nase, er sah dies aber nicht da er zum guten Glück mit der Parkuhr beschäftigt war
Zurück zur auf dem Tisch stehende Kerze. Meine Begleitung betatschte die Kerze gesamthaft 2 Mal und der warme Wachs durfte er 1 Mal auf seiner Hand intensiv spüren. Dies machte ihn unglaublich sympathisch. Irgendwie war ich danach so was von beruhigt, dass ich mich doch tatsächlich entspannen konnte. Es gibt auch noch viele andere Menschen die schusselig sind, die findet man nicht so viel aber sie sind da! Und wenn man einen kennt, macht es das Leben etwas einfacher J. Danke für diese Tat!
Der gesamte Abend war eigentlich sehr, sehr schön. Man kann mit ihm unglaublich gut reden. Er erzählt von sich selber auch gerne ohne 1000 Fragen zu stellen. An diesem Abend wurde so viel gesprochen, dass ich nun jede Menge von ihm weiss. Ich denke da hat die Züricher-Mentalität wahnsinnig gewirkt. Den Dialekt konnte ich sogar teilweise überhören und nicht mehr so schlimm empfinden. Das Positive war: Bei mir drückte mit der Zeit der Aargauer Dialekt wieder durch,- im Alltag spreche ich ansonsten ein wirres Durcheinander. Ja: Elsbeth ist gebürtige Aargauerin und ist stolz auf ihre weissen Socken!!!
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