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Donnerstag, 7. April 2011

Auf Wiedersehen...


Donnerstag, 7.4. 2011

Der letzte Tag mit meinen Rüeblis. Sitze zu Hause und schaue Elvis beim rumhoppeln zu. Die 7 kleinen Würmli haben schon ein wenig Haare bekommen, die sind so niedlich und alle haben immer noch einen runden Bauch und bewegen sich. Also schaut Steve auf sie. Ich habe aber Angst, auch wenn ich beim Transport heute Abend alles richtig mache, dass Steve dann so überfordert ist, dass sie sie nicht mehr annimmt. Und dann bin ich Schuld. Ich lese im Internet geteilte Meinung, einmal so und einmal so. Ich hoffe, sie schafft es... .

Ab Morgen gibt es keinen Elvis mehr, der alles ausräumt, was er findet und kein Steve welches gumpen kann wie ein Leichathlet. Kein Krach mehr auf dem Balkon. Ach herje langsam spüre ich, dass ich immer mehr traurig werde. Ich muss mir nun 1000 Mal sagen, dass es viel besser so ist. Elvis und Steve ertragen sich einfach nicht mehr und jeder auf einem Stock alleine, ist kein Leben.

Ich suche krankhaft nach tröstenden Worten. Aber ich hab noch nie einen Menschen bei Verlusten kluge Worte sagen hören. Nur Tatsachen gibt es jede Menge. Die Tatsache welche ich in solchen Situationen am meisten verachte ist die Zeit.

Die Zeit ist asozial, egoistisch und kaum einfühlsam und doch ist sie dein grösster Freund. Ob man will oder nicht sie geht einfach weiter. Von Sekunde zu Sekunde, von Minute zu Minute. Auf die eine Seite geht die Zeit viel zu schnell voran und auf der anderen Seite will sie nicht vorwärts gehen. Man möchte in einer Verlustsituation den Moment nicht hergeben und das ganze Leben in diesem Moment leben, aber die Zeit hat anderes vorgesehen. Wiederum wünscht man sich, dass es schnell vorbei geht, dass man vergessen kann. Aber die Zeit geht eben doch nur von Sekunde zu Sekunde und von Minute zu Minute. Trotzdem zwingt sie dich zu leben und dir den Ryhthmus zu geben, welcher für jeden Menschen gleich ist und doch immer wieder anders empfunden wird.

Auszug aus Elsbeth`s philosophischen Gedanken

Dies alles kommt mir sicherlich auch in den Sinn weil es wieder Frühling ist. Ich denke ab und zu an meinen verstorbenen Freund. In dieser Zeit lernte ich ihn kennen. Daher ist es wahrscheinlich für mich so intensiv meine Rüeblis herzugeben.

Mal schauen wie schnell die Zeit für mich danach schlägt.

2 Kommentare:

  1. Die Zeit

    Du philosophierst sehr schön über die Zeit. Lies dazu auch meine Gedicht, "Die Zeit und die Uhr" auf

    http://walter-ineichen.webnode.com/gedichte2/die-zeit-und-die-uhr/

    oder in meinem Gedichteband auf Seite 32.

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  2. Immer wenn ich ihre Seite betrete sind im nu 2 Stunden rum... .

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