Dienstag, 19. April 2011
Das Aufstehen gelang mir ziemlich gut, trotz nur knappen 6 Stunden Schlaf. Ich machte mich bereit und war schon wieder 5 Minuten zu früh dran. Warum? Heute bemerkte ich warum: Kein Rüebli mehr zum knuddeln oder Futter geben. Da war ich etwas traurig über diese Erkenntnis.
Der Tag bei meiner Arbeit verging im Nu. An Ende des Tages, sah ich, dass ich eine Mail meiner Chefin erhalten habe. Nun ist es soweit. Mein Probezeitgespräch wird im Mai erfolgen. Durch die schlechten Erfahrungen(Mobbing) vom letzten länger gebliebenen Betrieb, sehe ich etwas ängstlich auf dieses Datum. Was wenn mir gekündigt wird oder sie extrem unzufrieden sind und ich einfach so bis jetzt noch keine Möglichkeit erhalten habe dies zu verändern, weil sie mir keine Chance gaben es zu wissen? Da spreche ich aus Erfahrung. Im letzten Betrieb erging das nämlich genau so. Nach einem Monat in meiner Probezeit, hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin wobei ich einiges anhören musste, wo ich nie im Traum daran gelaubt hätte. Es waren 3 Personen die mich nicht mochten, jedoch eher meinen Beruf als meine Persönlichkeit. Jeder andere Mitarbeiter stand für mich ein oder war wenigstens fair und liess mich in Ruhe. Ja auf gut Deutsch; diese 3 „verdräckte“ mich bis auf die Haut bei meiner Chefin. Es kam danach besser bzw. erträglicher, aber ich musste einiges ertragen unter diesen Menschen. Weil es mir in diesem Spital jetzt so gut gefällt, ich mich willkommen fühle, die Arbeitszeiten schätze und meine Träume und Wünsche mir durch diese Arbeit erfüllen kann, möchte ich bleiben. Es macht mir halt auch Sorgen, dass ich so lange immer wieder krank war. Ich bekam ein Brief vor 2 Wochen, von der Pflegedienstleitung persönlich, dass meine Probezeit um die Krankheitstage verlängert wurden, mir aber zum Ersten nun mal ganz gute Besserung und eine gute Genesung gewünscht wird. Ist doch nett gell!?! Gibt mir ein wenig Hoffnung.
Seit meinem Feierabend sitze ich am Rhein und schreibe. Gestern vor 4 Jahren habe ich meinen verstorbenen Freund kennengelernt. Heute, um genauer zu sein jetzt(J) sitze ich wieder fast an den selbem Ort und muss etwas grinsen. Als ich hörte, dass er Suizid begannen hatte, schwörte ich unter Tränen nie mehr wieder nach Basel zu Reisen und nie mehr an diesen Ort zu kommen. Heute arbeite ich hier, „schleipfe“ wieder jeder an diesen Ort mit und es ist wie vorher auch mein Zuhause, denn es gibt kaum was Schöneres. Auch liege ich meinen Freunden in den Ohren, wenn wir über die mittlere Brücke von Basel laufen oder fahren und sage; „lueg dört hani ihn kennenglernt.“ Diese kurze aber schöne Zeit welche ich haben durfte, macht mich wahnsinnig stolz. So was erleben nicht viele Menschen und es lässt mich hoffen, dass da Draussen irgendwo und irgendwann nochmals einen Mann gibt, welcher anders als mein verstorbener Freund aber auch auch sehr speziell ist und mir einige Sonnenstrahlen in mein Herz bringt. Ich trage ihn in meinem Herzen, so wie auch meine 2 verstorbenen Grosseltern. Dies wird mir hier immer bewusst. Es ist nicht so, dass ich ihn nicht losgelassen hätte, er gehört halt einfach zu meiner kleinen Welt, er meine Grossmama und mein Grossvater. Tja es ist halt so; mir passiert so viel „Seich“ am Tag, dass mich lebende Leute nur verwirrt anschauen und weggehen. Ja dann brauch ich halt jemand zum reden/fluchen/schreien/böser Gedankenaustausch. Für die, die es nicht schnallen: Es ist mir absolut bewusst, dass sie als Staub und Mäusefutter geendet haben, vergessen muss ich sie aber nicht. Ich hätte das Wort „gesunder Menschenverstand“ noch einbeziehen wollen, aber das wäre irgendwie nur schon allein für mich nicht sehr passend! J
Die Zeit hier heute Abend habe ich in vollen Zügen genossen. Ich werde bestimmt bald wieder kommen. Beschte Dangg!
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