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Samstag, 23. April 2011

Donnerstag, 21. April 2011

Heute Morgen stand ich innert 2 Sekunden in meinem Bett und war erschrocken, dass ich beinahe graue Haare bekam. Unter meiner Wohnung ist ein Fitnesscenter, dort bauen sie zur Zeit um. Für den Krach haben sie sich schon im Vorfeld entschuldigt, aber müssen sie dann auch noch unbedingt an einem samstaglichen Donnerstag mit allem Anschein nach riiiesen Ding von Bohrer in die Wände stechen???? Das Erdbeben in Japan würde sonst reichen... . Diese Nachahmer sollte man verklagen, vorallem für mich freien Donnerstag Morgen um halb 9 Uhr und nach einem perfekten Schlaf. Ja ich höre schon die Nachbeben.

Um 2 Uhr am Nachmittag ging ich zu meiner Freundin 2 Dörfer weiter. Sie verreist über die Feiertage, daher wollte ich sie nochmals kurz sehen. Wir waren kurz in der Stadt und kamen bei ihr etwas später Zuhause an und ich war wieder ein weiteres Mal Modeberaterin. Sie wird an diesem Wochenende an einer Hochzeit dabei sein. Als dies geklärt war musste ich schon wieder gehen. Ich musste meine Tussinägel, welche furchtbar lang wurden, erneuern. Da meine „Nagelmacherin“(keine Ahnung wie man diesen Leuten sagt), zu viel zu tun hatte, gehe ich nun zu einer unbekannten Frau. Bin gespannt, am Telefon war sie sehr nett und freundlich. Übringens nützt es wirklich! Meine Sucht ist besiegt, ich versuche kaum noch SM-Taktiken an meinen Händen aus.

Mit meinen Nägel bin ich zufrieden, aber: Um 16:20 Uhr hatte ich einen Termin um 20:00 Uhr war ich fertig! 3.5 Stunden!!!!, ach Gott.

Aber von Vorne. Dort angekommen wurde ich freundlich und herzlich empfangen. Dann erklärte ich ihr von A bis Z wie ich es gerne hätte und sie gab sich alle Mühe alles zu verstehen. Da ich ein anderes, stärkeres Material darauf hatte als sie es sich gewohnt war, ging es etwas länger bis sie der ältere Gel welcher ich auf meinen Nägel zur Verstärkung darauf habe ,- weg genommen hatte. Wie eine normale Coiffeuse quetschte sie mich nach strich und Faden aus und wollte viel wissen. Wir kamen darauf, dass wir nur ein Dorf nebeneinander gewohnt hatten. Ab meinen (sarkastischen/ironischen) Bemerkungen, welche für die meisten Leute ganz normal aufgefasst und kaum richtig wahr genommen werden, ich aber wenn es mir nicht wahnsinnig angenehm ist 2-deutig ausplaudere, ohne dass es jemand merkt, bei denen musste sie immer lachen,. Ich hatte die Vermutung, dass sie es verstand was ich wirklich meinte, war mir aber bis zum Schluss nicht ganz sicher ob sie auch immer alles richtig verstand. In meiner Deutsch-Sprache spreche ich manchmal Wörter aus die es so gar nicht gibt oder Wörter welche heutzutage kaum mehr gehört werden. Für jedes Wort welches ich im normalen Alltag ausplauderte, hörte ich ein „Jööö“. Es waren etwa um die 30 Stück „Jööö“ in diesen 3.5 Stunden. Umso mehr Mühe ich mir gab diese zu vermeiden, um so mehr „Jööö“ hörte ich, denn wenn ich mir Mühe gebe, Dinge zu vermeiden, gelingt es mir dann doppelt so gut! Ich fragte sie mit der Zeit aus. Ich merkte schon früh, dass ich mindestens 2 Stunden still sitzen muss also gab ich mir Mühe das Beste daraus zu machen. Ich,- so sagte sie mir,- sei eine freundliche, lustige und optimistische Person. Gegen den Optimist möchte ich höchst präzise dagegen halten. Ich bin ein geborener Pessimist, welcher was von Optimismus versteht(dies bemerkte ich aber nicht in ihrer Gegenwart, ich glaube nicht, dass sie das verstanden hätte)!

Das Thema Männer war für sie ein grosses und gutes Thema um darüber zu sprechen.

Es gab einige Lacher, welche ich eigentlich nicht wahnsinnig lustig fand, ich aber ab dieser Frau lachen musste, welche wie ich fand von Herzen heraus lachen konnte und ihr dies gut tat. Habt ihr schon mal einen fremden Menschen zum Weinen gebracht? Ich heute zum ersten Mal. Sie musste vor Lachen weinen.

Sie sagte, es sei schön so einen vernünftigen und fröhlichen Menschen wie mich kennenzulernen.

Ich erzähle kurz was ich alles über diese Person nun weiss:

-Ist geschieden

-Immer wieder an die falschen Männer gekommen, bis sie vor einigen Jahren keinen mehr wollte und seither bis vor 5 Wochen alleine blieb.

-Bei ihrem Ex-Mann hatte sie vom finanziellen her ein super Leben, trotzdem wollte sie die Scheidung,- dies spricht für sie. Viele Frauen wollen einen vermögenden Mann an ihrer Seite, der Rest ist nicht sehr wichtig, Hauptsache sie sind abgesichert. Sie ging trotz dass sie einen kleinen Sohn hatte aus dieser Ehe und krampfte für sich und Ihren Sohn, was ihr gelang. Auch heute kann sie sich nicht auf der faulen Haut ausruhen, aber sie hat ein eigenständiges Leben. Da kann man sagen; Hut ab. Es gelingt nicht jedem von einer finanziellen Abhängigkeit herauszukommen und dann noch in seinem Leben was zu erreichen und sich selbstständig zu finanzieren plus Sohn.

-Sie hat einen 29-jährigen Sohn, welcher zur Zeit im Militär ist.

-Dieser Sohn ist (erst) vor 1 Jahr ausgezogen und lebt gerade Mal 2 Häuser neben an. ( Da kam mir direkt mein Ex-Freund in den Sinn, ich schwörte mir nach dessen Ende keinen Mann mehr zu haben, welcher noch bei seiner Mutti wohnt!) Stellt euch Mal vor, der ist mit 28 Jahren erst ausgezogen...

-Der Sohn bringt seiner Mama heute noch seine Wäsche und kommt meistens am Mittag nach Hause um mit Mama Mittag zu essen. Dafür zahlt er seiner Mutter Haushaltsgeld. Ja ok das ist gut, aber so kann man doch nicht unabhängig sein!?! Hat man denn mit 29 Jahren keinen Drang nach Unabhängigkeit?? Natürlich kann ich mir vorstellen, dass zwischen Mutter und Sohn eine enge Bindung besteht, nach Scheidung und finanzieller Angst. Der gegenseitige Halt verbindet, aber irgendwann muss man doch einen Schritt nach vorne machen und sich etwas “entfernen“ um eigenständig zu sein.. . Aber nein. Die Mama wäscht die Wäsche und kocht das Mittagessen für etwas Geld. Das ist der einfachste Weg...da könnt ich kotzen, überhaupt nicht mein Leben und ich möchte NIE (mehr) einen solchen Mann haben.

-Sie ist eine lustige Tratschtante, welche nicht so extrem ist wie Tante Lotta vom Quartier Oberdorf, aber es auch ziemlich gut im Griff hat auf eine verkehrte Weise.. J

-Trotz neuer evtl. Liebe fällt es ihr extrem schwer sich zu binden, da sie seit längerer Zeit gut alleine Leben konnte (ein Geschnarche nebenan ist so nur schwer zu verkraften,- so die Nägelfrau)

-Glaubt an Sternzeichen und die Aszendenten(Elsbeth hat eine riiiesen Erfahrung davon,- nämlich null!, aber auch über solches kann man mit ihr Schwatzen, sie findet immer Worte)

Etc. etc. etc. So ging es weiter bis kurz nach 8 Uhr am Abend. Man war ich erledigt von dem vielen Gerede. Sie war aber im grossen und ganzen eine ganz liebe Frau, schon auch etwas crazy aber ok.

Nach dieser langen Hockerei gings Richtung Luzern. In meinem Starbuckscafé schrieb ich hier weiter, ass meinen Lieblings „Walnutbrownie“ und trank einen „english breakfasst tea“. Der Abend war gerettet und ich zufrieden(war zwar danach sehr kurz da ich ja erst um 20:45 Uhr ankam, aber für gut 1 Stunde schreiben, geniessen und Zeit für mich reichte es trotzdem noch alle Mal). Das Wetter ist übrigens ganz fantastisch warm. Ich geniesse es in vollen Zügen.

Noch kurz zu meinen Rüeblis. Die 7 Kleinen leben alle noch und sind munter und fit. Steve McQueeny und Elvis haben sich eingelebt und fühlen sich allem Anschein nach wohl. Ich rufe alle Woche einmal an und frage kurz nach. Mehr kann ich(und möchte ich) nicht sagen.

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