Samstag, 2. 4 2011
Der Tag war vom aufstehen bis um 17:00 ein reinstes Desaster und ich war wahnsinnig dankbar, dass ich so wenig geschlafen habe und keine Kraft besass mich aufzuregen, Autos in die Luft zu sprengen, einen militärischen Deutschkurs für all diese Berner und Solothurner zu geben oder meinen Humor in meinem Verhalten walten zu lassen. Seit froh!!!!
Etwas positives hatte es dennoch: Ich bin seit Ewigkeiten nicht mehr geschaltenes Auto gefahren, aber ich hatte es noch im Griff. Vom Parkieren bis zum Fahren tiptop, ohne dass mir mein Auto versoffen wäre. Ja ich kann eigentlich schon Auto fahren, abgesehen bin vom Hupen bin ich dies bezüglich ein halber Italiener.. .
Ich zähle nun mal auf was ich für 430 Franken –Kurskosten alles (nicht) bekommen habe:
-Eine gratis Vorstellungsrunde, wobei ich natürlich höchst interessiert war wer die anderen sind und so eine ganze Stunde meines Leben verplämperlet habe und erst um 5 Uhr wie es auf diesem höchst intelligenten Stundenplan stand, beenden konnte.
-Ich durfte mich als Übersetzer in Deutsch geben, da der Berner-Lehrer es nicht gebacken bekam Hochdeutsch zu sprechen
-Ich durfte zusätzlich mein Mittagessen für 13.50 Franken selber bezahlen, das Schönste am ganzen wäre gewesen, wenn ich dann noch selber in die Küche hätte stehen dürfen und kochen hätte können.., es wäre auf jeden Fall besser rausgekommen.
-Durch dass der Lehrer herausgefunden hatte, dass ich im Pflegeberuf arbeite, musste ich meist alle Fragen beantworten,- da ich ja Doktor bin und alle anderen die Schnauze nicht aufbrachte, weil es einfach im Hirn nicht rechtzeitig ankam.
Dies sind nur kleine Auszüge von diesem Tag und wie ihr sicherlich gemerkt habt, war ich höchst zufrieden. Wie wäre es mit einem Oneway-Ticket nach Japan für alle ohne mich?(Ja ich weiss: Böse!- Schwarzer Humor!)
Am Abend war ich an der Grenze von Gut und Böse, da ich mich nicht mehr einordnen konnte. Dieser Tag hat mir so zugesetzt. Gott sei Dank begleitete mich Regula nach Basel und wir verbrachten einer der ersten Sommerabende in Basel am Rhein, dort fand ich mich wieder und war einfach nur zufrieden.
Ich erkläre kurz was man alles unter Schwestern am Rhein machen kann;
-Liegen und an den Himmel schauen
-Den startenden Flugzeugen nachschauen
-Musik hören
-Radio hören und „gigelen“ weil teilweise lustige Musik kommt,- dazu kommt natürlich alle aussen rum zu verwirren. Wir sind begeisternde Mitsingende, welche jeden Ton bestimmt treffen oder wenigstens davon überzeugt sind
-Viel und viel ungesundes Essen essen
-Bei Elsbeth ist es im Frühling und Sommer Standart, dass sie immer ein "Znünisäckli" mit Zucker füllt, Erdbeeren kauft, ein billig Muscato-Schämpis(welcher uuuuh fein ist) dabei hat und an den Rhein mitnimmt – ES GIBT NICHTS BESSERES!!!
Der Tag nahm so wenigstens ein schönes Ende.
Danke Basel und danke Regula!
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