Montag, 1. August 2011
Nun habe ich Ferien, laufe an Krücken und meine Hände schmerzen langsam aber sicher. Pit wird mich heute ablenken und ich freue mich wirklich auf diesen Tag. Ab nach Strasbourg...wenn ich mich recht besinne war ich noch nie so richtig in Frankreich. Isch bin sèr gespant! Natürlich zog es mir am Bahnhof Basel geradewegs die Karte noch ein, weil ich mich vergessen habe bei der Bank zu melden, dass mein Portemonnaie wieder da ist. Aus Sicherheitsgründen wurde die Karte sofort eingezogen. Natürlich eine gute Sache nur blöd für mich in diesem Moment. Nun stand ich da und hatte gerade mal meine Paar Euro von Zuhause dabei. Das macht natürlich einen super Eindruck, vorallem weil ich weiss, dass Pit immer alles bezahlen möchte.
Als ich vor Pit mit meinen Krücken stand, brach bei ihm für einen Moment das Helfersyndrom aus. Er sah mich bemittleidenswert an und hatte einen fragenden Blick drauf, wie er mir bloss helfen könnte. Als wir zu seinem Auto liefen, welches gerade mal 20 Meter entfernt war, äusserte er sein Bedauern darüber, dass sein Auto so weit weg stehe und es ihm Leid tue. „Hätte ich gewusst, dass es so ist hätte ich mein Auto näher ran gestellt“, das war seine Ausleitung zu seiner Bemittleidung. Ist natürlich wahnsinng freundlich und so, aber eigentlich hatte ich das Gefühl, dass ich an diesem Tag nicht gerade todkrank aussah.
Der Tag war wunderschön. Wir fuhren ca. 1.5 Stunden nach Strasbourg. Dort angekommen, stellte ich fest, dass mir die französische Sonne eindeutig sympathischer ist. Wir liefen laaaangsam,- so schnell wies die Krücken und Hände zu liessen in die Stadt hinein und war irgendwie auf eine Weise enttäuscht. Meine Lieben, wenn man doch in Frankreich ist, stellt man sich doch alles auf Französisch vor, nicht? Also wenn ich zum Beispiel träume; ich bin in Spanien, dann ist doch alles spanisch, genau so wie in China alles Chinesisch ist, zwar sind es dann immer sehr verwirrende Träume weil ich nix verstehe, aber wenn auch Russland,- dann russisch. So verlange ich das auch von Frankreich. Dem war aber nicht so. Natürlich war es in erster Linie Französisch, aber immer mit einer Prise Deutsch. Die Strassennamen oder Plätze waren so immer auf Französisch wie auch auf Deutsch angeschrieben. Natürlich muss man beachten, dass zur Kriegszeit, das Elsass immer umhergereicht wurde wie ein Säugling, aber nun gehört es zur Zeit Frankreich so dürften sie dies ruhig zeigen. Aber dies würde kaum funktionieren, mit so vielen deutschen Touris wie es dort hat. Ja natürlich kann man die Geschichte, was Strasbourg erlebt hat nicht einfach so weg denken aber meine Güte, die Stadt hat meine Illusion zerstört. So müsste die Schweiz die Strassennamen mit Chinesisch und Englisch zusätzlich anschreiben und dies ohne jede Bedeutende Geschichte irgendwo oder wann mal gehabt zu haben. Aber gut, nach meinem Schock und der doch sehr gewöhnungsbedürftigen Französisch-Deutsch-Anpassung, kann ich von Strasbourg noch einiges berichten:
-Diese Stadt hat einen ganz speziellen Charme von Archidektur welche nicht überall so typisch Stadt ist, sondern noch immer von der Kriegszeit geprägt(ja ich weiss von den Deutschen Nachbarn, aber ich erwähn es mal nur neben bei. Nicht dass ich etwas gegen Deutschland habe, aber Frankreich sollte doch Frankreich sein, sonst bekomm ich eine Blockade).
-Das Klima und die Mentalität ist wahnsinnig angenehm. Ich empfand diese Stadt als sehr ruhig, gelassen, gemütlich, friedlich und freundlich. Man fühlte sich willkommen.
-1 riiiiiiiiiiiiesen negativen Punkt gabs; das war wahnsinnig... wie soll ich das bloss beschreiben.. hässlich. Meine Güte, ihr könnt euch nicht vorstellen, was die Strasbourgianer für hässliche, schauderhafte und kaum ansehbare Strassenbahnen haben. Jetzt stellt euch mal eine breite Altstadtstrasse vor welche ein wunderschönes Flair hat und plötzlich lärmts und da kommt eine top neuwärtige, Schnörkelbahn daher, bei welcher nur noch das das Tussi-Pink und Gold gefehlt hätte. Ich kann euch sagen, dass war fürs Auge genau so schmerzhaft wie Shampoo. Ich gewöhnte mich bis am Abend nicht an diese grässliche Bahn und ich hätte keinen Fuss reingesetzt.
Um die Mittagszeit kamen wir an und gingen sogleich auf die Suche nach einem Restaurant. Pit war,- denke ich am verhungern, er hatte nämlich noch nicht gefrühstückt, natürlich hielt er sich zurück. Manchmal habe ich das Gefühl, fehlt im nur noch einen Pinguin-Smoking, er hält sich immer stilvoll zurück. Das erinnert mich immer an den Buttler James, welcher sich absolut stilvoll und sicher zu präsentieren weiss. Jaja mein Bruder Pit ist ein Memory für sich. Das ist ziemlich gut so.
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, fanden wir dann ein Restaurant.
Mein Menü:
Vorspeise: Käsekuchen mit Zwiebel(ich liiiebe stinke-Zwiebeln)- und Speckstückchen drin plus Salat. Meine Güte das war eine deftige Vorspeise, aber mehr als fein. Mmmh.
Hauptspeise: Fisch mit Gemüse und Kartoffelpüree. Genau so der Hit wie die Vorspeise. Pit hat Gemüse so wahnsinng gerne, dass er es immer gerne verschenkt. So hatte ich noch viel mehr zu essen und mein Magen schrie schon nach der Vorspeise; „hee sie, bitte 1 Stunde Pause..“, nix da, es war einfach viel zu gut. Ich geniesse es zu essen. Das finde ich immer eine schöne Sache und mit Pit machts jedes Mal wieder Spass. Als mein Bauch dann zu platzen drohte, kam dann noch das langersehnte Dessert. Ich sah nämlich, dass viele Restaurantbesucher zum Dessert Schokokuchen bestellten.
Dessert: Warmer Schokokuchen mit hausgemachter Vanille-Glacé. Es war äusserst lecker, aber der beste Schokokuchen mit Glacé auf dieser Welt habe ich immer noch nicht gefunden. Die Glacé kam aber extrem nahe ran. Es war ein super tolles, feines, Essen. Anscheinend verstehen die Französischen Nachbarn was vom Essen...abgesehen von den Schnecken, den Glibbermuscheln und Sauerkraut mit Speck. Da hab ich mal was gelerntJ.
Nach dem Essen ging es auf um die Stadt zu besichtigen. Gehstöcke, voller Bauch und warmer Sonnenschein= keine gute oder angenehme Kombination. Es ging halt langsam voran...ich gab mir Mühe mir dies nich allzu anzumerken. Pit hätte sich Gedanken darüber gemacht und hätte bestimmt ein schlechtes Gewissen gehabt. Ich wollte diesen Tag geniessen. Ausserdem sollte ich Ferien haben. Wir machten immer zur richtigen Zeit eine Pause so, dass meine Hände und mein Fuss nicht all zu böse auf mich war.
Pit war mein Stadtführer und zeigte mir schöne Plätze, Strassen und die Cathedrale Notre Dame,- die Schwester aus Paris. Die war wunderschön. Ein wunderschönes Kunstwerk. Im gleichen Atemzug, machen mich solche Erbauten traurig. Diese wurden meist von Sklaven erbaut und viele starben starben dabei. Jedoch so extrem, dass es auch tönt, es ist von meiner Sicht her ein hystorisches Meisterwerk. Die muss man gesehen haben, war diese Kathedrale schön.
Später wollten wir noch eine Bootstur machen auf dem Nil(auch Ill genannt(aber wer kann das schon lesen=sehr verwirrend) ein linker Zufluss aus dem Rhein) wir mussten aber zuerst den Steg für diese knuffligen Boote finden und liefen natürlich prompt in die falsche Richtung. Dies bemerkten wir aber erst später. Auf dem nicht bemerkten falschen Weg am Nil entlang, kam uns von weitem ein ca. 50 jähriger Mann um die 1.70m gross entgegen. Zuerst lief er ganz normal. Er viel mir nicht speziell auf. Ca. 20 Meter vor uns legte er eine imaginäre Maske auf und lief plötzlich übertrieben weiblich, machte weibliche Bewegungen und ärgerte sich wahnsinnig über sich und sprach mit sich selber. Bei uns angekommen, redete er mit Pit auf Französisch, ich konnte mich kaum beteiligen, denn ich musste mein Lachen zurückhalten und war ergriffen von seiner überaus weiblich schwungvollen Gestik. Das Beste: Pit stieg voll drauf ein und passte sich diesem Mann an. Da standen plötzlich 2 völlig abgedroschene Chaoten, übbeten sich in schwungvollen Bewegungen und ich wünschte, ich hätte eine Kamera dabei gehabt. Meine Güte musste ich mich zügeln. So was hatte ich noch nie gesehen, es kam mir vor wie in einer US-Serie mit Publikum. Er war verärgert weil er keine Uhr dabei hatte und auf dem Weg zu einem Theater war. So fragte er Pit nach der Zeit und schäckerte mit ihm rum, bis er mich fragte. Ich hatte aber, seit dieser Mann bei uns stand mein Sprachzentrum ausgeschalten und hörte kein Wort mehr, sondern schauten denen 2 nur noch zu. Ich verstand die Welt nicht mehr und hätte am liebsten zuerst 1 Stunde abgelacht bis ich diesem wehrten Herr eine Antwort geben hätte können. Pit übersetzte mir und dieser Herr kam dann Pit vor. „Ohhhh sie sprechen Französisch(inkl. fränzösischem Touch,- versteht sich)“. Ich las im die Zeit ab meinem Klunker vor und er bedankte sich mit einem Knicks. Da stand ich nun zwischen 2 Männer welche sich per Knicks und runden Luft-Handbewegungen voneinander verabschiedeten. Und ich dachte, ich sei verrückt!!!! Ich konnte mich kaum halten, ich hätte mich verkugeln können vor Lachen und wäre am liebsten an den Boden gesessen. Dieser Mann war nicht besoffen, hatte keine erweiterten Pupillen, war ganz normal. Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass dieser Mann ein Schauspieler war, welcher auf der Suche nach Übungsobjekten war. Eine versteckte Kamera konnte ich nirgends sehen und ich hatte meine Brille an!
Später mussten wir den ganzen Weg zurücklaufen, weil der Bootssteg für die Nil-Stadtbesichtiung weiter unten lag. Als wir ankamen war ich dankbar. Da hatte ich wirklich etwas Schmerzen. Die Bootsfahrt war wahnsinng toll und eindrücklich. Zum einen konnte ich in voller Pracht das EU-Parlament bestaunen Das war ein Blickfang. Dies waren eindrückliche Gebäude. Diese gefielen mir obwohl sie sehr neuwärtig schienen, die hatten einfach Stil.
Die Geschichte von Strasbourg war auch sehr intressant. Sie erzählten viele Geschichten über grauenvolle Straftaten, welche so schwerwiegend und so absurd waren, dass sie in einem bösen schwarzen Humor endeten, so dass ich einige Male lachen musste. Ich habe noch nie von einer Stadt so viele Verbrechergeschichten gehört. Vorallem eine Brücke hat es mir angetan. Dort wurden Feste gefeiert, wenn ein Straftäter die Todestrafe bekam. Nein, dort rollten nicht die Köpfe und an den Glagen wäre absolut für Anfänger gewesen. Der Verurteilten wurden in ein Käfig gesperrt und die Brücke hinab in den Nil gelassen, so dass er qualvoll ertrank. Glaubt mir nach ca. 10 solchen Geschichten war ich abgehärtet und hielt es für einen schlechten Scherz.
Diese Stadt war wirklich sehr speziell. Mir gefiel es da sehr gut. Nach der Bootstour, spazierten wir langsam Richtung Auto zurück. Da war ich schon ziemlich froh, es war letztlich schon etwas schmerzhaft und mein Körper war müde. Ja ich musste erkennen, dass ich tatsächlich verletzt war. Beim Parkhaus angekommen, war es sehr dunkel. Nur die Notausganglichter, zeigten uns den Weg, das war sehr eigenartig. Beim Rausfahren sah ich, dass es einen Lichtschalter beim Eingang gab, welcher man betätigen hätte müssen. Habt ihr das schon mal gesehen in einem Parkhaus in einer Tiefgarage??? Das finde ich ziemlich cool und eigentlich noch ziemlich sparend-sinnvoll.
Um ca. 1 Uhr morgens kam ich Zuhause an, Pit brachte mich nach Hause. Es war sehr angenehm zu wissen, dass man das 237`564 Franken Feuerwerk so eben verpasst hat. Meine Güte war ich traurig. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder weg,- irgendwo wo man die grässlichen 1000-fränkigen Farben inkl. dem Lärm am Himmel nicht sehen kann. Ich bin ein Anti-1. August Fan und das aus bestimmt nicht politischen Hintergründen, sondern rein aus artefaktischen Gründen.
Dies war mit Abstand(trotz meiner Krüppelung) mein schönster 1. August. 1000 Dank.
Nun mal eine Frage; ist das Altbacke, wenn man jemanden darum betet, sich zu melden wenn dieser zu Hause ist?? Ich mache mir immer Sorgen um Menschen welche ich in meinem Leben sind. Pit musste noch 30 Minuten nach Hause fahren, da darf man sich doch Sorgen machen, vorallem wenn es schon 1 Uhr in der Nacht ist, nicht? Er ist um einige Jahre älter als ich und mir ist bewusst, dass er genügend Grips hat auf sich aufzupassen, aber an allen anderen Autofahrer vertraue ich keine Haaresbreite. Ich sagte ihm beim auf Wiedersehen sagen, er solle sich melden wenn er Zuhause ankommt. 1 Stunde hatte ich Zuhause gewartet bevor ich sitzend im Bett einschlief, natürlich schrieb ich ihm kurz mit einem Wink ob er gut nach Hause gekommen ist, da kam aber einfach nix. Tsts... natürlich war mir klar, dass es schon spät war, trotzdem. Ich kenne ihn noch nicht lange, er gehört aber schon lange dazu, also MUSS er diese Tat auf sich nehmen. Ich bestehe darauf. Ich hatte mir nämlich wirklich Sorgen gemacht. Da könnte er noch 50 Jahre älter sein, mir egal, es wird sich bei Elsbeth gemeldet, sonst denke ich mir die grössten Horrorgeschichten aus und mache mir Sorgen! Punkt.
Mittwoch, 3. August 2011
Als wäre Frankreich nicht genug, ging es heute nach Deutschland mit meiner Reisebegleitung nach Liverpool,-genau gesagt Weil am Rhein. Weil der Euro ein weiteres Tief erlitten hatte, war der Eurowechsel eine Wohltat im Wechselbüro. Das war wirklich schön. Ja ich weiss für die Börse eine Katastrophe, aber hee ich bin auch nur ein egoistischer Mensch, also danke Eurokrise. Ein neuer Koffer für die Reise musste her. Ausser dass er 4 Räder haben soll, weil ich das ziemlich cool finde,- hatte ich absolut keine Vorstellung, was er sonst noch aufweisen sollte. Aus dem Wheil am Rhein-Center lief ich mit einem mortz-coolen beige-goldigen Schalenkoffer mit 4 Räder. Der ist klasse. Ansonsten, nahm ich meinen absolut lieblings Joghurt mit nach Hause,- „Monte“ von Zott. Schoko-Haselnuss-Vanille Joghurt. Ein Kinderjoghurt. In Deutschland gibt es einfach wahnsinnige tolle Kinderjoghurt`s. Auch ein suuper Smartiesjoghurt nahm ich mit. Das war der absolute Hit. Sooo lecka war das, aber viel zu klein und zu wenig. All das Zeugs was ich dort kaufte,- das Meiste für Liverpool, packte ich in meinen Koffer und konnte es so besser transportieren. Meine Reisebegleiterin unterstützte mich und nahm den Koffer. Sie ist mir wirklich eine Hilfe und trotz futschem Fuss kann ich mich auf Liverpool freuen. Sie hilft wo es geht. Danke! J Nach dem Einkaufen ging es nach Hause und der Tag ging wahnsinnig schnell vorbei. Keine 24 Stunden mehr und dann wäre ich im Flugzeug und würde fliegen. Manchmal ist es mir ein Rätsel auf was, dass ich mich mehr freue; das Flugzeug inkl. Fliegen oder die Ferien. Es ist einfach beides suupa duppa.
Ich fing am Mittwoch Abend an, meine Kleider zu waschen bis spät in die Nacht, damit ich für Liverpool gerüstet sein werde,- trotz meinem totkranken Fuss. Ich konnte den Wäschesack nicht tragen also zog ich ihn einfach hinter mir her(nun ist er ganz schmutzig am Boden, dafür meine Kleidung sauber....man kann nicht alles haben). Um halb 2 Uhr in der Nacht war ich fertig. Ich nahm mir schön Zeit, damit ich keine dumme Bewegungen meinem Fuss antue und auch meinem Herzen zu liebe. Dies hüpfte nämlich schon jetzt in der Gegend rum als gäbe es kein Morgen. Ich hätte so eh nicht schlafen können, also war waschen die perfekte Ablenkung. Als ich fertig war, machte ich mich mit meinem hinterherziehenden Wäschesack wieder auf zu meiner Wohnung. Dort angekommen, bekam ich einen kurzzeitigen Herzinfarkt. Wo war mein Schlüssel??? Nicht in meinen Hosentaschen nicht in der Wäsche. Um in die Waschküche zu gelangen, musste man zuerst durch eine verriegelte Tür welche nur mit Hausschlüssel geöffnet werden könnte. Auf Deutsch: Elsbeth hat sich um halb 2 Uhr in der Nacht ausgeschlossen.
Ich klingelte bei meiner Nachbarin und bei meinem Nachbarin mit welchen ich ab und zu etwas rede und in meinem Alter sind...beide öffneten nicht. So machte ich mich humpelt in die 2 nächsten Stockwerke auf um hoffnungsvoll zu hoffen, dass jemand noch Licht anhätte. Im letzten Stockwerk ganz oben angekommen, sah ich weiter hinten Licht, dort war die Eingangstür einen Spalt offen. Ich ging zu dieser Tür und es kam ein abgestandener, schimmliger und einfach grausiger Gestank heraus. Trotzdem klopfte ich und sah ganz kurz in diese Wohnung rein. Die Wände waren grau, die Ecken waren gräulich verfärbt und es sah aus wie in einer Messi-Wohnung. Na ratet mal wer mir,- ich hätte in 1000 Jahren nicht darauf gewettet,- (Entschuldigung die Ausdrucksweise) meinen Arsch gerettet hat? Die SCHNAPSDROSSEL!
Zur Erklärung für alle die, welche ihn nicht kennen: Er ist ein Mitbewohner meines Wohnblocks. Ein ca. 60-70 jähriger Mann, welcher abartig stinkt nach;- 10 Jahre nicht gewaschen, in die Hosen gepinkelt, schweissig, verraucht, fettigen Haaren kombiniert mit kölnischem Haarwasser, chronische Alkoholfahne und schmutzig. Wenn dieser im Lift war, muss ich Treppen steigen oder im Lift Luft anhalten. Der verpesstet einfach alles. Elsbeth wechselt sogar die Strassenseite, wenn sie die Schnappsdrossel frühzeitig sieht.
Zurück zu dieser Nacht: Er sass im Eingang auf einer Schachtel oder so und hintem im Wohnzimmer lief der TV. Er kam wahrscheinlich vor lauter Müll gar nicht mehr ins Zimmer selber rein. Er schaute so knapp zur Eingangstür heraus und ich merkte, dass es ihm unangenehm war.
Unser Gespräch verlief in etwa so:
Ich: „(klopf,klopf) Grüezi, entscholdigong förd Störig!“
Mann: „Guete Obig, kei Problem“
Ich: „Ich bin ebe grat am Wäsche gsi ond han de Schlössel ide Wöschchochi glo, jetzt chomi nöm i mini Wohnig, ich brücht en andere Schlössel chorz zom onde ufdue..“
Mann: „(ohne mit dem Kopf zu zucken nahm er seinen Hausschlüssel ab der Tür und drückte ihn mir in die Hand)lo do“
Ich: „Ich danke ihne, ich brenge ihne de grat wider zrog!“
Mann: „Jojo mach langsam.“
Auf dem Weg zur Waschküche machte sich ein kleiner Ekel breit. Sogar der Schlüssel roch schauderhaft. Im 2. Moment war ich etwas bedrückt und war bestürzt über den Wohnzustand des alten verwahrlosten Mannes. Es war einfach schauderhaft schrecklich. Am liebsten wäre ich mit Schutzmaske, Schutzkleidung, 10 Paar Handschuhen, Stiefel und 100 Mal 110 Liter Säcken in diese Wohnung, hätte aufgeräumt und hätte diesen verwahrlosten Mann in die Badewanne gestellt. Es wäre aller höchste Eisenbahn. Er tat mir schrecklich Leid, die Tränen konnte ich nur durch den miefenden Schlüssel zurückhalten.
In der Waschküche der nächste Schock! Mein eigener Schlüssel war nirgends. Sogar in der Trommel sah ich nach.., man weiss ja nie. Ich humpelte schmerzhaft zu meiner Wohnung und hatte nur noch eine Möglichkeit; er könnte im Wäschesack irgendwo vergraben sein. Nach dem 3. rausgeworfenen Kleidungsstück, hörte ich es klirren. Da war er. Auf die Seite gerutscht war er. Nun gut ich stellte meine Kleider in die Wohnung und machte ein Schokoladen-Beutel mit verschieden verpackten Caillier Schokoladen Stückchen bereit. Ich dachte mir, evtl. trinkt er so kein Bier mehr, dafür kommt er auf den Geschmack der Schokolade. Nun ja ich weiss die Chance ist klein, aber irgendwie wollte ich ihm ein kleines Dankeschön bringen.
Dort angekommen, streckte ich ihm seinen Schlüssel durch den Türspalt rein und bedankte mich ein paar Mal. Ich kam nicht dazu meine Schokolade an den Mann zu bringen, schon streckte er mir 2 Mohrenköpfe entgegen und sagte: „Lue do hesch no öbis!“ Ich nahm es nicht an und sagte ihm, dass er mir schon genug geholfen habe und ich ihm ein kleines Dankeschön mitgebracht hätte. Ihm war es nicht recht, hatte aber Freude.
So kam ich dann um halb 3 Uhr ins Bett und war von der Aufregung und den schlimmen Zuständen,- 2 Stockwerke oberhalb von mir überhaupt nicht müde. Irgendwann bin ich dann aber doch eingeschlafen. Der Abreisetag kam...
Donnerstag, 4. August 2011
On the way to Liverpool:
Donnerstag, 4. August 2011
Geschafft! Seit ca. 20 Minuten sind wir in den Lüften. Ciao Svizzera, hola Englang!
Ich werde euch nun mal genauer erklären was alles passiert ist und welche Tortur und Strapazen wir in den letzten 3 Stunden durchlebt haben.
Am Morgen verlief alles noch ganz normal. Nach einer kurzen unruhigen Nacht wegen Vorfreude und der Bemittleidung der Schnappsdrossel, erwachte ich 10 Minuten vor dem Wecker um 7:50 Uhr. Ich machte mich startbereit und ging kurz vor 9 Uhr auf den Zug. Ich musste unbedingt mein lieblings „Noscheli“,- welches ich bei Juanes vergessen hatte, abholen gehen. Nach halb 10 Uhr Morgens, stieg er zu mir in den Zug denn es lag auf seinem Arbeitsweg und auf meinem Heimweg. Wäre ja alles gut gegangen, hätte er nicht das Wichtigste von allem vergessen! Mein „Noscheli“. Nun gut wir drehten um und gingen mit dem Bus Richtung seinem Zuhause und dort bekam ich endlich mein verwaschenes, feinrosaniges und verfaltenes „Hodeli“ zurück. Ohne dieses gehe ich meist nirgends hin. Da ich Kopfkissen nicht mag habe ich Zuhause meine „Chuschelidecki“ auf welcher ich mit dem Kopf liege und wenn ich weggehe, so wie jetzt Liverpool, muss mein rosa Fetzen einfach mit. Dies ist mein Ersatzkopfkissen.
Um 12 Uhr war ich endlich wieder Zuhause. Ich kochte für mich und legte mich etwas hin. Trotz der Nervosität bzgl. Vorfreude war ich müde. Um 15 Uhr erledigte ich noch meine restlichen Aufgaben. Mit der Küche fing ich an. Abwaschen, putzen und weiter ging es mit Stinkesack wegmachen, Email schreiben, Koffer startklar machen, Boden putzen und ab! Alles erledigt! Vollprofi.... .
Am Mittag gabs noch kurz einen kleinen Schreck, da meine Chefin anrief und meinte, dass ich mich nochmals mit der Sachbearbeiterin in Verbindung setzten soll, da sie sich nicht sicher bzgl. dem Auslandaufenthalt und der Versicherung ist. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass bzgl. der Versicherung alles i.O. ist, da ich ja meine Ärzte gefragte habe, ob ich reisen darf. Nun gut, ich meldete mich bei der Sachbearbeiterin und nach einem kurzen Gespräch einigten wir uns darauf, dass ich mein Arzt beten möge, eine Einverständnis zu schreiben. So hätte ich dann rückführend etwas in der Hand, falls noch mehr Sachschaden entsteht. Gott war ich froh, dass ich bei 2 Ärzten war. Mein eigener Hausarzt hatte heute geschlossen, so hoffte ich, dass der Chirurg, welcher das Röntgen bei mir vornahm, da wäre. Hat alles geklappt. Nochmals Schwein gehabt.
Um 17.25 Uhr lief ich mit meinem Gepäck los. Um meinen neugekauften Koffer mit 4 Rollen war ich zu tiefst dankbar. Ich konnte mich auf dem abstützen und so humpelnd an den Bahnhof gelangen. Die 10 Franken Taxigebühr war mir definitiv zu schade. Natürlich flog 3,4 Mal mein Koffer um, aber das war halb so tragisch. Wir trafen uns auf dem Gleis und der Zug war natürlich wie immer wahnsinnig pünktlich, trotz den vielen Feierabendleute. Wir mussten lachen, da wir beide die gleichen Krümelängste teilten; „hab ich nichts vergessen?“, oder; „hab ich Socken eingepackt?“. Da ich etwas Ruhe in unsere Nervosität bringen wollte, nahm ich unsere Tickets hervor und wir gingen alles nochmals durch. Bis zum 2. Satz kam ich und dann brach Chaos pur aus. So nun ratet mal! Ich las als erstes unsere Namen laut vor. Mit dem Ergebnis= Korrekt.
Dann; heute der 3. August 2011....
Meine Kollegin unterbrach mich und meinte: „Du aber höt isch doch de 4i!.“
Ich: „Haha sone SeichJ“.
Sie: „Du ich han aber gmeint!“
Ich(entsetzt): „Verzell ned so öbis.“ Ich schaute auf meinen Klunker und stellte entsetzt fest: HEUTE IST DER 4. AUGUST 2011 UND GESTERN IST UNSER FLUG GEFLOGEN UM 21:50 UHR ORTSZEIT.
Nervös suchte ich in meinem Email-Posteingang nach unserer Buchungsbestätigung, währenddessen, fluchte ich (innerlich ungehalten) äusserlich über die schlechte Handyverbindung Richtung Bern. Auch der Empfang passt sich an..grrr! Und da war sie plötzlich unsere Buchungsbestätigung. Ja seit Gestern wären wir in Liverpool und erst jetzt unterwegs.
Meine Gefühle und Gedanken: Warum? Habe ich denn für diese Reise nicht genügend ertragen??? Nein??? Die Krüpelfuss-Geschichte, das verlorene Portemonnaie!,- das verlorene Handy!, der eigentlich verlorene Schlüssel,-welcher aber eigentlich da war, die unzähligen blauen Flecken am Körper welche in der letzten Zeit noch häufiger auftraten als schon üblich, etc. ect. SO KOMME ICH NIE,- NIEMALS NACH LIVERPOOL!!!!!!!!!!!!!
Nun gut, im Internet waren immer noch Flüge für den 4. August 2011 ausgeschrieben und wir einigten uns im Zug, dass wir trotzdem an den Flughafen gehen und hoffen, dass noch 2 Plätze frei sind. Als wir das geklärt hatten, fragte ich meine Kollegin, wo wir eigentlich Richtung Genf umsteigen müssen, denn als ich im Internet kurz die Züge überflog stand da, dass dieser Zug in welchem wir sassen der Schnellste war, aber 1 Mal umgestiegen werden muss. Sie antwortet in diesem Moment wo der Zug aus dem Bahnhof fuhr. Ihre Antwort war; Biel. Auf dem Bahnhofsschild stand; naaa?? 100 Franken für alle nicht gewollt falschen Antworten! Natürlich war unser Zug gerade aus dem Bahnhof BIEL gefahren. Als hätte wir nicht genügend Stress mit den nicht mehr gültigen Tickets.
Ich suchte im Internet Verbindungen raus. Wir konnten beim nächsten Halt Neuenburg umsteigen auf den gleichen Schnellzug welcher von Biel herkam. 5 Minuten Zeit hätten wir zum Umsteigen. Mit meinem demolierten Fuss wäre dies von der Zeit her machbar, aber glaubte ich dran, dass dieser Zug nocht pünktlich in Neuenburg ankäme??? Nööö, das musste ich mit meinen eigenen Augen gesehen haben, die SBB meint es nämlich meist böse mit mir. Dieses Mal doch nicht. Wir hatten 4 Minuten Zeit um auf das gegenüber liegende Gleis zu gelangen, oben angekommen fuhr der Zug von Biel her ein. Im Zug war die Stimmung dann ruhig und gefasst. Es muss einfach klappen. Wir haben uns so sehr der Vorbereitung hingegeben und uns so gefreut.
Am noch nie dagewesener Flughafen Genf, spurteten wir einem Flogi nach, welcher mit einem Koffer unterwegs war. Wir dachten uns; der weiss dann schon wo sich der Check-In Schalter befinden würde. So fanden wir die Eingangshalle und gingen sofort Richtung Easy-Jet. Nach unserer hochprofessioneller Englisch- Erklärung unseres Missgeschicks wurden wir zu den Easy-Jet Agenten verwiesen. Dieser Herr nahm sich unser Problem an und beschaffte uns noch 2 freie Plätze. Wir konnten es kaum glauben. Wir gingen an den Check-In Schalter zurück, gaben unser Gepäck auf und traten danach beim Sicherheitscheck an. Natürlich wie konnte es anders sein, wurde ich auf Herz und Nieren abgetastet. „Terror-Elsbeth,- der Film, ab 45. Oktember 2076 im Kino“. Danach traten wir in die neutrale Zone über und sassen dann in der Halle und waren überglücklich. Dort schrieb ich auch meinen kurzen Eintrag über die Katastrophe welche zuvor eingetreten war.
Im Flogi drin, hatte ich zitternde Hände und weiche Knie vor lauter Freude, dass ich wieder einmal in einem Flugzeug sitzen darf, welches mich weit, weit weg bringt. Meine Kollegin hatte etwas Flugangst und ich gab mir Mühe sie etwas abzulenken, in etwa grossen Erklärungen,- was und warum der Pilot dies und jenes machte, plus zusätzlich spielten wir das „Hänkerlispeli“,- ich weiss nicht gerade passend. Der Start vom Flugzeug wenn es abhebt, ist für mich das Emotionalste. Es gibt da 2 Möglichkeiten; entweder das Flugzeug rast über die Bahn hinaus verursacht einen tragischen Unfall,- jäno dann ist es halt so oder; das bevorzuge ich,- wir gehen ab in die Lüfte,- und wir flogen und flogen,- bis nach Liverpool. Ich hörte Musik, schrieb, sah aus dem Fenster und musste manchmal versteckt ein paar Tränen aus meinem Gesicht wischen vor lauter Freude. Ich liebe es. Die Flugzeuge finde ich nicht nur gigantisch und anziehend, sie erfüllen mir auch mein grössten Wunsch. Sie bringen mich weg,- weit weg! Es war 11:15 p.m als wir in Liverpool ankamen und ich konnte es kaum glauben.
ICH WAR IN LIVERPOOL! Endlich.
Die Sicherheitschecks um raus zukommen waren sehr mühsam. Wir warteten ca. 30 Minuten lang. In der Eingangshalle waren aus 4 Flugzeugen Passagiere am anstehen. Ein riesen Chaos und ein langes Warten. Als wir es dann endlich geschafft hatten, fragte ich einen freundlichen Sicherheitsfachmann ob es denn Busse Richtung Lime Street Station gebe. Nr. 500 plus eine Wegerklärung, welche wir nur bis zur Hälfte verstanden. Irgendwie war dieser Dialekt etwas...nun ja wie soll ich sagen; speziell. Ich war mir halt einfach aus den Ami-Filmen den Ami-Slang gewöhnt.
Wir fuhren um die 30 Minuten bis wir dort waren. Auch der Buschauffeur war sehr, sehr freundlich und zuvorkommend. Neben dem Hauptbahnhof „Lime Street Station“,welcher mitten in der Stadt liegt, fanden wir auf den ersten Versuch unsere Lord Nelson Street wo unser Hotel „the liner“ lag. Das Hotel war ein schönes Mittelklasse Hotel welches einen doch gehobeneren Standart bot zu einem guten Preis. Der Weg war katastrophal. Durch meine Fussverletzung gehe ich auf dem Aussenrist des Fusses, so vermeide ich, dass ich mit dem ganzen Fuss abrolle, so switcht die Sehne des Innenknöchel nicht hin und her und es schmerzt nicht. Aber die schlechten Pflastersteine waren eine Qual. Mann, hatte ich Schmerzen.
Wir checkten im Hotel ein (welches richtig gebucht war!!) und wir beide hatten wahnsinnig Mühe den Mann vom Empfang richtig zu verstehen. Das war mehr als nur british-english. Aber schon der Sicherheitfachmann, der Buschauffeur und jetzt der Mann vom Hotel sprachen ein komischen Englisch Dialekt. Das war wohl ein 150%iges british-english. Room number 460 verstanden wir aber und nach mehrmaligem rückfragen, verstanden wir dann auch endlich dass er unser Passport noch sehen wollte. Dass der Satz; „he verstohsch du de?“, nicht der letzte je ausgesprochene in Liverpool war, dies war uns bis dahin noch nicht bewusst. Trotz der kleinen Verständigungsschwierigkeit viel uns schon da etwas auf: Diese Leute waren sooo wahnsinnig freundlich und hilfsbereit, so dass ich mich schon längstens in den Buschauffer, den Securityman und den Hotelman verliebt habe, weil sie wirklich aller liebst waren.
Nach der Hotelbegrüssung gingen wir zu den Liften. Schon mal einen Lift reden gehört??? In Liverpool machen das alle. Sehr freundliche Lifte, zwar mit einem begrenzten Wortschatz, aber man mag sie trotzdem. Als die Türe auf ging tönte es in etwa so: First floor., doors opening(nicht den britischen Akzent vergessen, gell!!). Als die Lifttüren schlossen, sagte die Liftmiss: „Doors closing.“ Nice one. Im 4. Stock angekommen, bevor die Türe aufgingen meinte sie dann: „Fourth floor, doors opening.“ Zuerst erschracken wir und dann mussten wir lachen und bedankten uns bei der Liftmiss im Lautsprecher herzlich. Nach kurzer Suche fanden wir unser Zimmer und ich legte mich sogleich aufs Bett, trotz der Freude über Liverpool, hatte ich wahnsinnige Schmerzen am Fuss. Um 2 Uhr in der Nacht war dann Lilö(Lichterlöschen). Ich war totmüde, aber einfach nur noch glücklich. Endlich war ich da. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht einmal erklären warum ich so dringend nach Liverpool wollte, es war einfach so und was in Elsbeths Kopf steckt, steckt drin,- das ist meist eine schöne Sache! Die chronische Nervosität in mir drin war wie weg geblasen über die 5 Tage in Liverpool. Trotz meines super gesunden Fusses meinen sonstigen Gedanken und und und...alles egal. Es war ganz ruhig in mir und das tat gut.
Freitag, den 5 August 2011
Mein Frühstück(inkl. mitgebrachtem Aromat): 2 Spiegeleier, 2 Portionen rote Bohnen, 2 Portionen frittierte Kartoffelscheibchen, frittierte Rösti, 1 Brötchen, 2 Toast, 3 Butter Portionen, 1 Cup of Tea(black tea!), 2 Gläser Orangensaft. Mann oh mann war ich glückllich voll!
Wir haben für alle Tage einen Tagesablauf erstellt, damit wir nichts verpassen. Wegen dem gut einschätzbaren Wetter am Freitag gingen wir zur Insel Wirral. Der Weg dorthin war eine Herausforderung, nicht zuletzt wegen dem kaum verstehbaren Englisch-Dialekt. Sie verschlucken teilweise Wörter, betonen anders und/oder lassen den Buchstaben „r“ teilweise ganz weg und machen dann irgendein mini Umlaut, so dass man schlussendlich mehr als verwirrt ist und keine Ahnung hat was dieser Jemand eigentlich gesagt hat. So erging es uns am Bahnhof beim Billetkauf. Irgendwann bekamen wir dann aber was wir wollten. Freundlich sind diese Leute wirklich sehr, das Problem besteht darin, dass sie nie langsamer reden, so dass man evtl. doch noch eine klitze kleine Chance hätte, einen Satz ohne viel Phantasie zu haben zu verstehen.
Die Halbinsel Wirral ist von der Lime Street Station ca. 30 Min. mit Zug und Doppelstöcker Bus(die schönsten und coolsten Busse der Welt,- natürlich in rot!!!) erreichbar. In New Brighton besuchten wir ein Ligththouse. Ich sehe mir heute noch jeden Tag die Bilder von da an. Es gibt Orte, da steht einfach alles still, nichts kommt an einem an und man fühlt sich leicht. Keine Bedenken, Ängste, oder deren Gleichen zu spüren. In diesen Momenten ist einfach alles so wie es ist. Diesen Ort vermisse ich jeden Tag. Der wunderschön schaurige Wind dort, die Möwen, das Geräusch des Meeres, den unendliche Blick in die Ferne... ich spüre Tränen wenn ich daran denke, dass ich nicht dort bin.
Auf dem Weg von Bushaltestation zum Hafen hatten wir eine super Begegnung mit einer Frau, mit welcher ich gewisse Ähnlichkeiten bezüglich dem Verhalten vorzuweisen hatte. Als wir an den schönen Bachsteinhäusern vorbeiliefen und die Umgebung bewunderten,- wurden wir plötzlich nass. So als würde das Meer welches wir weiter unten sahen, Wasser durch den Wind wehen. Plötzlich hörten wir von der Seite ein Zischen. Da Stand eine Frau und war am Blumen besprühen, der Wind wehte alles in unsere Richtung. Die Frau bemerkte dies erst jetzt und entschuldigte sich 3,4 Mal. So und jetzt kommts: Sie erklärte uns wie diese Sprühkanne funktioniert und erklärte uns nochmals den genauen Ablauf, warum wir nass gespritzt worden waren. Dies erklärte sie uns alles hautnah, so dass sie natürlich nochmals mit der Kanne rumspritzte und wir nochmals nass wurden. Ich fand das sehr sympathisch, genauso hätte ich als diese Frau auch gehandelt, weil es mir peinlich und unangenehm gewesen wäre, wenn ich Leute mit der Sprühkanne angespritzt hätte. In meinem schlechten Gewissen und weil es mir mortz peinlich gewesen wäre, hätte ich wie sie noch zusätzlich angefangen rum zu „pleuderle“. Ich halte Sie wehrte Miss(es) in guter Erinnerung.
Seit der Ankunft in Liverpool viel uns einfach wahnsinnig auf, dass die Leute wirklich crazy und sehr, sehr freundlich sind. Ach fühlte ich mich wohl. Diese Sprühkannen-Frau bestätigte uns dies nochmals deutlich.
Der Wind an der Irischen See ist sehr kühl und gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit fand ich es aber super,- inkl. Winterjacke. Das Wetter war zwar nicht gerade warm, aber dort sind die Leute trotz nicht gerade top Wetter fröhlich,- nicht so wie in der Schweiz. Was auch sehr speziell ist; die Leute ziehen sich kaum warm an. Die Frauen haben kurze Shorts oder Miniröcke an. Meine Güte und ich kam mit meiner Winterjacke daher. Die sind sich definitv anderes gewöhnt.
Um die 3 Uhr Nachmittags setzte die Flut ein und ich war zum ersten Mal Zeuge eines Naturspektakels. Ich hatte Weissgott zich Mal Hühnerhaut weil es so viel gab was mich bewegte und mir nahe ging.
Zurück von der Insel entdeckten wir das Albert Dock welches am Hafen liegt und unternahmen eine ganz spezielle Rundfahrt; mit einem sogenannten Yellow Duckmarine. Dies ist ein Gefährt welches auf der Strasse so wohl auch im Wasser fahren kann. Ein junger Touri-Führer begleitete uns durch diese Reise und erzählte uns Geschichten von der Stadt, welche wir nicht verstanden, wegen überdröhnenden Mikrofonlautsprechern und ein wenig wegen dem Dialekt. Aber es war ganz ok. Er war wahnsinnig lustig und gab sich Mühe mit seiner typisch liverpoolianischen Art die Leute mitzuziehen. Ohne irgendeine Bremse gingen wir nach der Bus- mässigen Stadtrundfahrt mit dem Duckmarine mit voller Geschwindigkeit die Rampe Richtung Wasser runter. Absolut Elsbethsymphathisch. Für ca. 15 Minuten schwaderten wir mit unserem gelben Schiffauto durch die Albert Dock Gewässer bis wir schliesslich wieder zu unserer Rampe zurückkehrten, welche uns wieder an Land brachte. Mit dem klein wenig abgeänderten Song nämlich; „we all sitting in the yellow duckmarine(orginal; „we all live in a yellow submarine“ von den Beatles)“ singten wir uns alle wieder an Land und ich fühlte mich irgendwie Zuhause.
Nach diesem grossartigem Erlebnis assen wir beim Albert Dock Abendessen.
Vorspeisse: Nachos
Hauptgang: Fish`n Chips und Burgers
Wer nun denkt das wäre ganz ok, der irrt!!!! Es war viiiiiel zu viiiiel! Das Fleisch war halt ein rieser Feischbroken, ich nahm dieses dann raus und richtete ein Burger mit frittierte Fisch an. Das war ganz ok. Zu jedem Gericht gehört eine Portion Chips(Pommes). So hatten wir dann ohne Witz 3 Teller voll mit Pommes auf dem Tisch und mindestens 1 kg Fleisch plus ein müüüh an Salat. Herrlich.
Neben uns am Tisch sahs 1 Pärchen zwischen 30 und 35 Jahren. Die Frau war einfach super. Mir gefiel es danach noch viel besser. Zuerst schüttete sie ein Glas aus und dann klopfte sie auf die Pfefferdose, so dass der Deckel ab viel und die ganze Pfefferportion in der Dose auf dem Tisch landete. Das kenn ich alles zur Genüge. Aber schön es mal mitzuerleben und nicht der Hauptverursacher zu sein.
Nach dem viel zu vielen Essen machten wir uns auf den Weg in eine spezielle Bar welche 34 Stockwerke über Boden lag. Irgendwann fanden wir sie und ich war mehr als hellauf begeistert. Eine neuwärtige Bar, welche einen unglaublichen Blick auf die schöne Stadt Liverpool zeigte und stillvoll eingerichtet war. Nicht neuwärtig steril, sondern es wurden mit älteren Möbel Akzente gesetzt. Der Blick auf die Stadt in der Nacht mit den vielen Lichtern war wunder, wunderschön. Ab sofort ist dies meine Lieblingsbar, wer mir eine Freude machen will, überrascht mich mit der Panoramic Bar im 34. Stock in Liverpool. Also keine grosse Sache J.
Dies war der 1. grandiose Tag in Liverpool und es folgten noch einige weiter. Das einzige was ich ein wenig bereue war, dass ich nicht probiert habe,- so wie ich es eigentlich immer mache,- wie salzig das Meerwasser ist,- ist aber verzeihbar,- geh ja sowieso wieder nach Liverpool, war bestimmt nicht das letzte Mal dort,- so war der liebe Gott will.
Schlussendlich bin ich mit einem Grinsen eingeschlafen und ACHTUNG jetzt kommts...und.. und mit einem riesen Grinsen aufgewacht!
Samstag, den 6. August 2011
Nach dem vorzüglichen Morgenessen, machten wir uns bereit um ein weiterer Tag mit vielen Eindrücken zu erleben. Wir liefen Richtung St. Georges Hall,-welche wir besichtigen wollten,- und kamen dann nicht mehr weiter. An diesem Tag war „Pride Day“ in Liverpool. So etwas super-cooles, verrücktes durchgeknalltes und äusserst sympathisches an Veranstaltung habe ich noch nie gesehen. Ab sofort bin ich ein „Pride-Day-Fan! Pride day ist eine Parade/Demonstration mit Homosexuellen, welche sich in äusserst ungewöhnlichen Outfits präsentieren, um auf sich aufmerksam zu machen. Es geht darum, für ihre Rechte zu kämpfen, damit sie zum Beispiel im Arbeitsmarkt ernst genommen werden oder sie auch ein Recht auf eine Religion wie das engstirnige Christentum haben und sich nicht verstecken müssen, nur weil sie schwul oder lesbisch sind. Für andere ist es auch einfach wie ein fröhlicher Fasching welcher genossen wird. Ich fand es zum schiessen. Nicht nur die crazy Parade. Denkt an die Liverpooler welche schon im Staumbaum verrückt sind, in einer Kombination wie mit einer solchen Parade.. da findet man kaum Worte mehr dafür,- ich kann euch sagen, das war richtig cool. Da hätte ich auch gerne mitgemacht, doch leider hat mir meine Pubertät keine Anzeichen „auf das andere Ufer“ gegeben und ich finde Männer definitiv spannender, auch wenn sie teilweise wahnsinnig nerven. J Nach diesem grandiosen Umzug, besichtigten wir nach einer 20 Minuten-Eingangssuche die St. Georges Hall.
Die St. Georges Hall verfügte früher über mehrere Zwecke, als nur die wunderschön grosse Halle welche früher mit wunderschöner Musik erklang oder auch die darin bestehende und eine der grössten Kirchenorgel Europas. Gleichzeitig stand dieses Gebäude Räuber, Diebe oder Hexen als Heim zur Verfügung mit null Komfort wie es sich für ein Gefängnis gehört. Es war eine schauderhafte Stimmung in diesem Gefängnis. Nebenbei stellten sie noch teilweise orginal erhaltene Foltergeräte zur Schau. Es war sehr interessant, aber todunglücklich war ich nicht als wir wieder Draussen waren.
Dann war eine Sightseeing Bus Tour durch Liverpool angesagt. Leider waren auch diese Busse ohne Übersetzungskopfhörer und so verstanden wir nicht viel, wegen den leicht überdröhnenden Lautsprecher, den Nebengeräuschen und dem immer noch sehr speziellen und kaum verstehbaren Dialekt. Schön war es trotzdem. Wir sahen uns die Cathedral von Liverpool an und ich fand es mehr als schockierend und wie man so schön sagt; sehr abtournend. Aus dieser mächtigen und wahnsinnig architektonisch ansprechsvollen und gewaltig grossen Kathedrale von Draussen haben sie innen alles vermarktbare hinein verfrachtet was nur so ging. Nun besteht dieser „heilige“ Ort aus einem kleinem Einkaufsparadies inkl. Café, Touristenshop und div. Ausstellungen. Natürlich enthält die Cathedrale auch ein Wc im Inneren und eine Leuchttafel mit der Aufschrift Ich folge dir und ich weiss du liebst mich. Dies ragt pink leuchtend von der Wand herunter wo bei oben an dieser Aufschrift die schönen Fensterzeichnungen bewundert werden sollte. Mir ist der Wow-Effekt definitiv in dieser Kirche vergangen. Wir sind schliesslich im stilvollen England und nicht im Las Veganischen Amerika. Aber ok. Eine weitere Kirche welche wir besichtigen wollten war die Metropolitan Cathedral oder auch als Paddys Wigwam benannt. Wir kehrten dieser voller Überzeugung den Rücken zu. In meinem Leben habe ich noch nie eine solch abscheuliche Kirche gesehen. Die Aussenfassade schreckt so ziemlich alles und jeden ab. Ohne Witz besitzt diese Kirche ein Parkhaus. Ich geb da gar keine Meinung mehr ab. Das war übrigens meiner Meinung nach das Scheusslichste an Liverpool. J
Unsere weitere Rundfahrt führte uns zu China Town. In meinem Leben habe ich noch nie ein China Town gesehen. Meine Güte war das witzig. Sogar die Strassennamen waren auf Chinesisch übersetzt. Es war etwa eine 50 Meter lange Strasse mit links und rechts Läden, Restaurants und sonstigen Läden. Eigentlich wollten wir dort etwas essen, aber ehrlich gesagt haben wir es gelassen. Irgendwie sah das nicht ganz koscher aus. Wir hatten noch 2 Tage vor uns und hatten keine Lust unsere Ferien bei der WC-Schüssel zu verbringen.
Zur weiteren Sightseeing-Busstation zu gelangen liefen wir die Strasse runter und gingen in ein Café/Bistro/Pub (keine Ahnung wie man das richtig benennt) und wollten etwas essen. Nach 10 Minuten geduldig bei unserem Tisch am warten, um dann unsere Bestellung aufgeben zu können, entdeckte ich ein Schild oberhalb der Bartheke; „Order here.“ Der gut gemeinte Rat vom Blogleser Walter, dass man immer an der Theke bestellt und so gleich zahlt, habe ich da wohl mehr als verschwitzt, denn wir gingen nach der Schildbemerkung bestellen und ich konnte sogleich nochmals an den Tisch zurück humpel um das Geld zu holen. Die Portion welche man bekommt sind imens, das Essen in diesem „Pub“ war nicht sehr überwältigend, aber ok. Die Portion Pommes welche man immer noch dazu bekommt, macht vieles wieder gut.
Nach der Busführung genossen wir nochmals den Albert Dock und gingen dann im Pump House,- auch beim Albert Dock,- Abendessen. Das Essen war gut, wieder viel zu viel. Leider, leider waren die Pommes einer rohen Kartoffel gleich. Ansonsten ok. Dort probierte ich sogleich noch einen warmen Schokoladenkuchen mit Minzglacé,- war supa gut, aber der vom Simon und Garfunkel Café in London übertraf er nicht und so bin ich immer noch auf der Suche nach dem besten Schokoladenkuchen. Aber gut war er auf jeden Fall und die Glacé war top.
An diesem Abend spürten wir zum ersten Mal einen wirklichen Regen auf unserer Haut. Der liverpoolianische Wetterfrosch machte uns immer Angst, dass die Tage wo wir dort waren nur regnen würde. Dies war der einzige Abend wo es uns wirklich erwischte, ansonsten nieselte es nur leicht oder wir waren drin. Das Wetter war sehr, sehr windig, meistens waren Flockenwolken am Himmel, aber so Richtig „wüescht“ war es nie. Durch den Wind war es halt einfach etwas kalt, aber man gewöhnt sich daran. Meinen Wintermantel,- welchen ich ohne zu erwarten, dass ich ihn brauchen könnte,- mitgenommen hatte, erwies sich als wahren Helden und verrichtete seine Arbeit mit Bravour. Man sah in Liverpool überdeutlich wer von Liverpool kam und wer nicht und dies ganz alleine wegen der Kleidung. Ohne Witz liefen die Frauen mit kurzen Kleidchen oder Shorts herum als wäre Sommer, dabei war es durch den Wind nicht gerade warm. Die Männer liefen meistens mit Shorts/Hosen und T-Shirts umher und wir liefen mit Winterbekleidung und Pulloverschicht an Pulloverschicht durch die Strassen. Einige Male fragten wir uns was wir falsch machten.
Im Regen, welcher ich genoss(der ist übrigens viel cooler als schweizer Regen),- liefen wir vom Albert Dock zurück zur Lord Nelson Street hoch. Dies war ein weiterer erfolgreicher Tag in Liverpool und wieder schlief ich innerlich ruhig und mit einem Lächeln im Gesicht ein.
Sonntag, den 7. August 2011
Heute soll der letzte intensive und erlebnisreiche Tag in Liverpool sein. Am darauffolgenden Tag wollten wir eine andere Stadt besuchen. Am Vormittag genossen wir ein weiteres Mal den Sightseeing Bus, denn das Ticket war 24 Stunden gültig und so machten wir ¾ Tour nochmals mit bevor wir bei der Endstation am Albert Dock wieder ausstiegen. Unser Ziel: Das Beatles Museum. Es gab einiges Spannendes zu erfahren und seit ich wieder aus diesem Museum raus bin, bin ich der Beatlemania wieder zu 100% verfallen. Als ich noch klein war,- besser gesagt jünger!,- sieht man mich schon mit 2 Jahren auf dem Sofa sitzen mit riesen Kopfhörer und hörte die Beatles auf den Schallplatten. Ich singe in meinem Leben eigentlich schon viel zum Leidwesen von anderen aber nach diesem Museumsbesuch konnte ich noch viel besser singen als sonst schon J. Penny lane...... yellow (duck)submarine...., help- I need somebody help!!!!
Nach dem Besuch bei den Beatles wo wir um die 2.5 Stunden verbrachten, wollten wir eigentlich noch das Slavery Museum besuchen. Dies wäre ein mehr als interessantes Museum gewesen. Da Liverpool früher einer der grössten und aktivsten Häfen der Meere besass, wurde natürlich dort auch Menschenhandel betrieben. Ein sehr grausames aber auch spannendes Thema. Ich finde es sehr interessant, wie Menschen früher ihre Einstellung zur Welt hatten und wie sie ihre Meinungen bildeten und wie sie mit all dem lebten. Man sagt nämlich die Menschen waren früher sehr grausam. Ich bin davon überzeugt, dass die Weltbewohner sich in der heutigen Zeit nicht verändert haben. Sie sind genau so bösartig, nur durch Gesetzte und dem höheren Lebensstandart wird dies auf eine andere Weise offensichtlich. Liverpool habe ich bestimmt kein letztes Mal bereist und werde wenn ich wieder dort bin das Slavery Museum nachholen.
Da es schon 3 Uhr war hatten wir nicht mehr all zu viel Zeit, denn das Liverpool ONE bei welchem wir annahmen, es sei ein Shopping CENTER hatte nur bis 5 Uhr offen(am Sonntag...eigentlich mag ich offene Läden am Sonntag nicht besonders). Nach einem 20 Minuten Fehllaufen, fanden wir es dann. Als wir davor standen fragten wir 2 junge Mädchen(ca. 15 Jahre) wo das Liverpool ONE wäre...dieser Ausdruck welcher sie im Gesicht hatten, sprach Bände; ein „are you kidding me-Ausdruck“ wars. Wir sollen diese Strasse entlang gehen und wiesen uns eine Richtung. Kiechernd und mit verdrehten Augen, sagten sie uns Tschüss und gingen. Und plötzlich sahen wir, weshalb sie lachten. Wir standen im Liverpool ONE schon fast drin. Es war kein Einkaufszentrum, wie wir irrtümlicherweise annahmen, es war ein Einkaufsviertel mit vielen Strassen und Läden. Meine Güte, so was grosses habe ich im Leben noch nie gesehen. Dort gingen wir zu erst einmal in einen Mc Donalds so wie es die Pflicht in einem fremden Land will. Das Fleisch im Bic Mac welcher ich 2.5 weitere Male hätte kaufen können um den Preis zu erhalten, welcher in der Schweiz norm wäre, war wirkich gut. Aber ich bin absolut nicht davon überzeugt, dass die Burgers in allen Ländern gleich schmecken. Im Vergleich zur Schweiz hatte dieser Big Mac vom Geschmack her nicht das Gleiche Fleisch, der Geschmack und die Konsistenz war anders. Weiter war die Sauce wirklich super gut, aber nicht gleich. In dieser Sauce war mehr Senf drin als im schweizer Ländle. Aber sie war wirklich gut, ich empfands besser dort. Hätte man so übernehmen können. Die Pommes waren natürlich im Vergleich natürlich auch 1000 Mal besser. Die Schweizer haben einfach kein Händchen dafür. Schön fettig und knusprig müssen sie sein. Bravo great britian, ihr habt es absolut im Griff. Mmmh! Danach teilten wir uns auf, denn es gab so viele Läden und wir hatten unterschiedliche Interessen. Ich wollte unbedingt in einen Addidas Laden und den Apfel(auch Apple genannt)-Shop besuchen. Meine Idee: Meine Apfel-Produkte gehe ich ab sofort ins schöne England holen, denn dort sind die Äpfel billiger(stimmt zwar nicht ganz, aber der Grund wäre ein Guter!!) und ich hätte geradewegs Ferien gemacht.
Nach 5 p.m machten wir uns auf den Heimweg auf. Als wie wieder diese Halle im Liverpool ONE durchquerten, war dort immer noch ein älterer Mann welcher wunderschön auf dem Klavier umher klimperte. Ich machte ein Foto von ihm. Plötzlich war er mit einem ca. 40-50- jährigen Ehepärchen am sprechen. Der Mann war ein grosser eher runtlich-gutgebauter Mann. Plötzlicher fing der Pianist wieder an zu spiele und der Mann sang daneben. Meine Güte konnte dieser Mann gut singen und der andere Mann gut und schön Klavier spielen. Ich sah aus wie ein „Göggeli“, vor lauter Begeisterung bekam ich Hühnerhaut und ein weiteres mal wenig Freudentränen. So und dann passierte das Unfassbare. Als sie fertig waren, bedankten sie sich gegenseitig und das Pärchen verschwand wieder in den Menschen. Ich könnte mir glatt vorstellen, dass diese sich nicht einmal kannten und einfach kurz ein Ständchen zusammen trällerten und dann glücklich und zufrieden nach Hause gingen. Asterix und Obelix hatten Recht. Als sie einmal den Briten halfen, meinte Obelix: „Die Spinnen die Briten.“ Elsbeth fügt an; „-und das ist absolut gut so.“
Wenn wir gerade bei der Musik sind: In Liverpool sind die Strassenmusiker mit Lautsprecher und Boxen ausgerüstet. Ich habe einige gesehen, etwa ¾ von ihnen, haben Lautsprecher, Boxen und Verstärker dabei. Da staunt ihr was? Wenn es ein guter Sänger ist, dann hat man so ein wirklich tolles live concert, das tolle darin ist; in der Stadt hört man dies dann überall. Das gefällt mir. Musik ist für mich eine Droge. Ich fühle mich nach einer Weile nicht mehr glücklich wenn ich keine Musik haben kann.
Auf dem Heimweg zum Hotel fing es an ein wenig zu nieseln. War aber nett. Im Hotel legten wir uns etwas aufs Ohr, wir wollten später in ein Pub was trinken gehen. Wie jeden Abend sahen wir etwas fern, so lernt man unter anderem sich dem Dialekt anzupassen. Zum Beispiel würde ich nicht im Traum noch einmal ein normales „opening“ von mir geben, richtig ausgesprochen: „öupeneng“. Nicht einmal die Lokalnachrichtensprecherin war so krass vom Dialekt, wie die Liverpoolianer auf den Strassen. Also versteht mich nicht falsch. Es war sehr unterhaltsam und es tönt wirklich cool, aber eben nicht so gut verstehbar.
Um die 9 Uhr machten wir uns auf den Weg um in das Pub Yates zu kommen welches etwa 10 Minuten von uns entfernt lag. Um 11 Uhr kamen wir dann an. Wir haben uns zum ersten Mal so richtig verirrt. Keine Ahnung wie wir das angestellt haben, Liverpool ist eigentlich gar nicht so schwierig, aber eben. Zusätzlich regnete es diese Zeit bis wir den Richtigen Weg wieder fanden. Dann hörte es auf. Es ist sehr speziell dort. Von einer zur anderen Sekunden regnet es und in einem anderen Moment hört es auf, als wäre nie was gewesen. Das Wetter ist ziemlich cool dort. Meiner Reisebegleiterin war es zu kalt, dies fand ich schon auch verständlich, kam eine Windböe welche uns fast weg fegte, war sie nicht gerade angetan.... und ich strahlte übers ganze Gesicht. Nun wir kamen also im Pub an und tranken peinlicher Weise einen Weisswein. Irgendwie sprach mich das Bier (Ale- dunkles Bier/Lager- helles Bier) nicht besonders an. Meine Kollegin trank nicht gerne Bier und ich wollte diese neue „Erfahrung“ mit jemandem teilen können. Nun gut, das nächste Mal dann,- so bleibe ich bis dahin immer noch eine Ale-virgin.
Nun möchte ich die Begebenheit einer „Clubbingtour“ in Liverpool beschreiben. Als erstes ein absolutes NO-GO: In Liverpool tanzen die Leute NICHT! Die Leute gehen in den Ausgang, haben wirklich suupa Musik und sitzen dann einfach mit ihren Kumpels im Pub und trinken und reden. Wenn sie tanzen, sind es mortz junge Girls bei welchen man nicht weiss ob sie einen strafbar machen könnten(wäre ich ein Mann). Sie tanzen mit ihren halben Shorts welche knapp den halben Poo verdecken, wie Häschen umher. So wie: „Hallo Jungs...ich weiss nicht wie der Markt steht aber ihr könnt mich auch für 13 Pfund haben.“ Ja solche gibt es auch. Aber meistens sind auch die sehr freundlich.
Etwas anderes: Meine Kollegin und ich also 2 Singles, sehen natürlich gerne Männer an, ABER bei Gott im Leben habe ich noch nie so viele „wüeschti“ Männer gesehen wie in Liverpool. Im Pub gaben wir es dann restlos auf, irgendwo doch noch einen ansehbaren Mann vorzufinden. Die Liverpooler kann man mit der Königsfamilie vergleichen,- ausgeschlossen Prinz William und Catherine,- die sind nämlich ansehbar.
Die meisten Männer zwischen 20 und 45 Jahren sehen dort aus wie Prinz Harry. Für mich ein wirklich nicht gut aussehender Mann. Die Form gibt es in dick und dünn. Viele Male sogar mit roten Haaren. Sie haben einen schlampigen und unschönen Kleiderstil. Meine Kollegin und ich nahmen eigentlich an, dass die Liverpoolianer einen hervorragenden Kleiderstil besässen und die Beatles-Mania noch heute auf die Leute abfährt. Nix da, keine Nerdbrillenträger, keine Retrostil-angezogenen Männer. Schlampig und ohne jeglichen Einfall präsentierten sie sich, inkl. Bierbauch. Zu den Frauen zwischen 20 und 45 Jahren. Diese Frauen passen sich alle extrem Chelsey,- die on/off-Freundin von Prinz Harry an. Über- geschminkt, sehr eitel, edel und tussimässig angezogen bei jedem Wetter(inkl. high heels und Regenschauer). Diese Chelseys sind meist mit Harrys unterwegs. Kommen wir zur Älteren Garde. Es gibt sehr viele Menschen welche sich ab 50 einfach gehen lassen. In Liverpool habe ich das eher selten vorgefunden. Die Frauen wie auch die Männer, zeigten sich edel zurückhaltend und schön angezogen, die Firsur top und dezent geschminkt wurde meistens auch. Obwohl diese Leute das gar nicht nötig hatten. Das Alter anzusehen in einem fröhlichen Gesicht finde ich wunderschön. Die Männer dort in einem höheren Alter bewiesen Stil. Also waren die älteren Damen, Camillas oder vereinzelt Queens(die finde ich mortz herzig,- muss immer grinsen wenn ich sie auf einem Bild sehe) oder dann eben Charles. Ja die Älteren Pärchen oder allgemein Männer waren plötzlich ab einem gewissen Alter wieder ansehbar und wirklich schön. Die Gesichtzüge glichen meistens der der Königsfamilie. Ich habe keine Ahnung warum. Auch wenn die Männer nicht gerade ansehbar sind; sie riechen alle wahnsinnig gut. Ich habe kaum jemand schlecht- Riechendes getroffen. Dies war sehr angenehm und ein Pluspunkt.
Kommen wir auf das Pub zurück. Um Mitternacht brachen wir auf, da kaum mehr was los war und auch kaum was Sehenswertes vor unserer Linse stand.. . Zu sehen wie es ist in einem gross geschrieben Pub, war eine gute Erfahrung. Und trotzdem doch unterhaltsam. So konnte man die Leute beobachten.
Übrigens: In der Schweiz wäre es Lärmbelästigung und in Liverpool absolut normal. Die Rede ist von den Musikboxen ausserhalb des Clubs. Man hört die Musik Draussen Meilen weit. Sehr cool! J
Ein weiterer super Tag ging so zu Ende. Wir wollten an die Tatsache, dass der letzte Tag ohne Abreise schon Morgen war nicht denken, aber es bedrückte mich schon etwas vor dem Einschlafen, die schönen Eindrücke, machten es aber wieder weg.
Montag, den 8. August 2011
„Auf nach Manchester“, war das Motto heute. Der Zug fuhr entweder 9:52 oder 9:55. Welcher von diesen Zügen der klügere wäre, wussten wir nicht. Als wir am Bahnhof ankamen, hatten wir nicht mehr viel Zeit und es war eine riesen Menschenschlange beim Ticketschalter. So versuchten wir unser Glück beim Ticketautomaten. Da gab es uns ohne Witz ca. 5 Preise für das eine und das selbe Billett an. Verwirrung pur. So stellten wir uns halt doch beim Billettschalter an in der Hoffnung, dass die Zeit reichen würde. Um die 10 Personen standen vor uns und nach max. einer Minute waren wir an der Reihe In der Schweiz und möglich. Das Gespräch an einem schweizer Billettschalter würde in etwa so verlaufen:
BV(Billettverkäufer): „Was hättet sie gärn?“
PX(Person X): „Es Billett nach Lausanne.“
BV: „Händ sie en Ermässigong?“
PX: „Ja es Halbtax.“
BV: „Hin ond zrug?“
PX: „Jo hin ond zrug, bitte.“
BV: „Chömet si höt wider zrog?“
PX: „Jo höt.“
BV: „Wie viel Persone?“
PX: „Nur ich.“
BV: „1. Oder 2. Klass?“
PX: „2. Klass, bitte.“
BV: „Zahlet si in Bar, Charte oder Euro?“
PX: „In Bar.“
Muss ich noch weiter erzählen??? Es geht Stunden. In Liverpool nicht. Ich bestellte 2 Tickets nach Manchester. Sie fragte hin und zurück und im gleichen Satz, ob wir heute zurückkommen würden. This is it. Nach 20 Sekunden hatten wir unsere Tickets und noch ganze 2 Minuten bis unser Zug den Bahnhof verliess. Die Zugfahrt war cool. Ich glaube die Züge sind im Allgemeinen kleiner und ich glaube die kennen den 1. und 2. Klassunterschied nicht. Sehr sympathisch. In Manchester kamen wir 45 Minuten später an und ich war vom Bahnhof schon sehr angetan. Das Wetter war eine reinste Katastrophe. Da ich keinen Schirm mitgenommen hatte und der Wetterfrosch in den höchsten Tönen gelogen hat, gingen wir auf die Suche nach einem „umbrella“. Da gab es natürlich einige im Bahnhof, jedoch wie könnte es anders sein??!?, völlig überteuert. Einen Knirps für 25 Franken. Öffnete man ihn, stellte man sogleich fest, dass es auch ohne Schirm den gleichen Effekt Draussen hätte. Durch den starken Wind hätte es den Schirm sofort umgedreht und man hätte dem Geld nach winken können. Im 5. Laden fand ich dann einen Knirps welcher pot-hässlich, schwarzgrau- kariert war, aber dafür war der Preis im hintersten Winkel noch annehmbar, die Qualität war aber auch nicht gerade der Hammer. Ich muss mein Worte aber sogleich sofort zurücknehmen. Dieser Schirm tats wirklich, der hielt auf ganzer Linie stand und nach 2 Stunden hatte er Pause. Um die Mittagszeit kam dann wieder schönes Wetter. Ich mag England, das Wetter ist herrlich schauderlich und man weiss nie was kommt. J
Nach einem kurzen Abstecher ins Tourismusbüro um eine Stadtkarte zu holen, machten wir uns sogleich auf den Weg. Wir zeichneten uns einen Weg ein was wir alles sehen wollte. Man glaubt es nicht, aber Manchester ist übersichtlich und nicht gerade wahnsinnig gross. Es gibt einige Gebiete in der Stadt welche zum Teil ziemlich lustig benennt werden. Zum Beispiel wäre da, die Gay- Village. Zu dem komme ich später noch. Als erstes besichtigten wir das China Town, welches etwas grösser war als Liverpool. Dort gab es so was wie eine Metzgerei, welche mini- Schweinchen am Spiess von der Schnauze bis zum Ringelschwäntzchen frittiert im Schaufenster präsentierten. Dies sah wahnsinnig leckaaa aus.
Manchester hat mich nicht sehr berührt. Die Stadt hat zwar Flair und ich verstehe schon wenn die Stadt beeindruckt, aber mich hat es nicht so ganz berührt. Die Stadt ist schon eher schmutzig und es hat kaum eine Sehenswürdigkeit, welche mich vom Hocker gehauen hätte. Was mir aber dort noch viel extremer aufgefallen ist als in Liverpool, sind die wirklich wahnsinnig freundlichen Menschen. Stand man nur schon fragend an einer Kreuzung, kamen sofort Menschen auf einem zu und fragten sehr höflich ob wir was suchen oder Hilfe brauchen. Immer!!! Man fühlte sich sogleich wohl. Wenn ich Freunde dort hätte würde ich jeder Zeit wieder gehen. Irgendein Flair hat die Stadt eben doch.
Nach China Town suchten wir das gross geschrieben Buddhismus-Center auf. Nach 10 Minuten und irgendwo in einer verlorenen Gasse kam ein Pärchen auf uns zu und wir konnten sie fragen wo wir dieses Center finden. Ich wollte es unbedingt sehen, da ich dachte, dieses Gebäude habe eine aussergewöhnliche Architektur... diese 2 jungen Menschen sagten uns, dass wir gerade gegenüber stehen...und da wars! Ein kaum beachtbares Gebäude ohne Schnickschnack ohne gar nichts. War ich enttäuscht. Das Pärchen musste mit uns Lachen war ja wirklich etwas peinlich, dass wir schon fast unter der Haustüre standen, aber gut. War eine lustige Situation, vorallem war es cool mit wild fremden Menschen lachen zu können.
Weiter ging es Richtung Hard Rock Café. Habe in meinem Leben noch nie ein richtig Originales gesehen. Auf dem Weg dort hin, gab es eine „Bäckerei“. Gut ich gebe es ja zu, das Brot der Schweiz würde ich vermissen. ABER: Wir nahmen dort kurz einen Snack zu uns und ich kann euch sagen, dass war wirklich mortz fein. Ein hausgemachtes Pizzastück. Jaaa die konnte sich mit einigen Pizzen messen, welche ich in meinem Leben schon gegessen habe. Gott war die gut. Im Hard Rock Café angekommen, schwitzte ich einen Moment um meinen black tea. Einen Tag zuvor bestellte ich ihn und bekam black tea with milk. Iiiigiitt! Natürlich vergass ich es zu sagen, aber ich hatte Glück,- with no milk. Auch in diesem Café war das Feeling von den Beatles spürbar, trotzdem es nicht Liverpool war. Ich als Engländer wäre auch stolz auf die Bealtes. Wie gesagt; Beatlesmania!! Weeha! J
Die Cathedrale war nun an der Reihe und auch wie in Liverpool, verkauften sie auch in dieser Kirche einiges, jedoch war es dann aber doch nicht so schlimm wie in Liverpool. Es gab eine Bilderausstellung und sonstige Kleinigkeiten. Ausserdem war da etwas das USA-Feeling zu spüren liess. Sie stellten ein Buch aus für die Opfer von Norwegen. Gut vielleicht übertreibe ich und evtl. gibt es in der Schweiz auch solche Gedenkbücher aber auf Englisch hörte sich das alles wie aus einem schlechten Film an. So richtig Ami-
Kitsch eben. Der Platz von der Cathedral war schön. Schöner kleiner Garten, man sah auf das riesen Rad(ich nehme nun an, dass jede grössere Stadt in England über ein Riesenrad verfügt...) und das alte Filmgebäude. Mittlerweile war das Wetter schön. Flokenwolken, blauer Himmel und ein wie immer bissiger, kalter Wind. Ich vermisse ihn seit ich wieder in der Schweiz bin sehr.
Wir gingen dann Richtung Einkaufsstrasse, dort besuchten wir eine alte Bibliothek. Das war bezaubernd. Wie in einer anderen Welt. Uralte teilweise riiiiesen Bücher standen in den Regalen, altes Holz, ein spezieller Geschmack lag in der Luft und die Atmosphäre war einzigartig, mir kam es so vor als wäre dieses Gebäude irgendwie einfach dort in der Einkaufsstrasse abgestellt und nie mehr mitgenommen worden. Dort in der Cafeteria wollte ich einen black tea zum mitnehmen haben. So und da war der übertriebene lustige Dialekt, welche diese Leute (wie auch in Liverpool) an den Tag legten eine Herausforderung. Ich bittete um einen „black tea“ für „to go“. Ich bekam; einen „black tea“ und „two coke“. To go und two coke.... haha not bad!!!! J
Nach diesem Mistake gings Richtung „Universitätsareal“. Eigentlich erwarteten wir einen Campus, denn auf der Stadtkarte war dieses Gebiet als Universtätsareal gekennzeichnet. Vorgefunden haben wir in einer etwas heruntergekommenen Gegend(war aber cool!!!) ein wirklich scheussliches Gebäude der Universität Manchester, es war kaum ersichtlich und kahl. Nebenan war ein kleiner herziger Park, welcher sich schnell als „spezielles- Verkaufsgärtchen“ entpuppte. Nein dort möchte ich nicht gerade studieren. Nebenbei; in der Nähe vom Bahnhof, war noch eine University of Manchester. Das war ein altes wahnsinnig schönes Gebäude, aber irgendwie stelle ich mir eine Universität an einem anderen Ort vor. Mit eigenem Areal, nicht neben Pubs und Verkaufsläden. Dieses Gebäude hätte wahnsinnig Potenzial gehabt, der Standort versaute ihm aber rechtviel. Zurück zu diesem „speziellen- Verkaufsgärtchen“. Wir sassen da etwa 30 Minuten und dort wurde es mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass wir am nächsten Tag heimkehren mussten. Ich hätte McDonalds-Verkäufer gespielt, um bleiben zu können. Alles!,- nur nicht zurück! L
Nach dem Park ging es Richtung Gay-Village. Darauf war ich mehr als gespannt. Es gab dort pinke Eingangstüren und es hätten sogar menschenkenntlich-inkompetente Lebewesen bemerkt, dass es dort viele schwule Pärchen gab. Es war sehr witzig. Überall hingen Peace- Plakate und viele Regenbogenfarben waren da.
Somit war unser Rundlaufen in Manchester zu Ende. Eine von den Menschen her sehr angenehme Stadt, jedoch verschmutzt und ich empfand es als nicht angebracht zu sagen, dass ich nochmals wiederkommen würde um die STADT zu sehen. Es ist eine Handels- und Industriestadt mit trotzdem leichtem Flair. It`s good to see and good to know.. .
Es gab als ich in Manchester war etwas, was mir plötzlich extrem auffiel. Dort in der Stadt waren ganz viele verschiedene Kulturen da, etwa so wie man es in Zürich kennt. In Liverpool hingegen hatte ich das Gefühl, dass es dort zu und hergeht wie in einem Bergdörfchen 3500m ü.M. Dort gibt es nur Einheimische und diese pflanzen sich untereinander fort. In Liverpool, vielen andere Kulturen extrem auf, weil sie auf gut Deutsch Mangelwahre waren. Ich empfand zwar nicht, dass ein Mensch mit anderer Kultur unter Landsleuten ausgeschlossen worden wäre oder doof angestarrt, aber schade fand ich es trotzdem ein wenig.
Um ca. 5 Uhr am Abend fuhren wir mit dem Zug zurück. Eine Zugsfahrt in England ist absolut eine Reise wert. Da sieht man lustige Menschen und ich finde es sowieso super, wenn man Menschen beobachten kann!,- welche sogar noch eine andere Mentalität haben.
In Liverpool angekommen fühlte ich mich sogleich wieder suupa gut. Als wir aus der Lime Street Station liefen, wehte es uns fast von Ort und Stelle weg, trotz Sonnenschein... ja der Wind war eindeutig cooler in Liverpool als in Manchester.
Dies sollte unser letzter Abend sein und ich muss sagen, ich war geschafft vom Manchestertag. Neben dem Hauptbahnhof war ein chinesisches Restaurant inkl. Take away. Dort gingen wir hin und nahmen vom Buffet x-beliebige Menüs in einer kleinen Tupperdose mit ins Hotel, dort machten wir uns dann einen schönen Abend und bereiteten für die Abreise am nächsten Tag alles vor. Ich hasste es daran zu denken und so genoss ich halt eben mein letzter Abend in Liverpool mit chinesischem Essen und schaute TV. Trotzall dem Schönen war ich sehr traurig.
Dienstag, den 9. August 2011
An diesem Morgen stand ich nicht gerne auf und mein Herz blutete. Die Wörter; „nach Hause gehen“, mag ich so was von nicht. Wie jeden Morgen gingen wir nach unten und genossen das Frühstück. Ich glaube meine Reisebegleiterin hatte die Schnauze voll von Kartoffeln, Fast food und dem english breakfast. Natürlich kann ich sie verstehen.., aber ehrlich gesagt; ich würde vieles geben um dies als normales alltägliches Essen zu haben. Ich weiss irgendwann würde es mir sicherlich auf den Wecker gehen und ich hätte Gelüste auf leichte Kost etc., das wäre dann aber nicht mal so schlecht. Vielleicht könnte Elsbeth dann aus heiterem Himmel richtig kochen. Seht ihr! Es gibt nur Vorteile!!!
Nach dem letzten Morgenessen(ich sehe es immer als Henkersmahlzeit an, danach kommt nicht mehr wahnsinnig viel Schönes...), machten wir uns startklar und liefen zur Busstation mit unseren Koffern und schon nach kurzer Zeit mussten wir einsteigen. 30 Minuten bis zum Flughafen fuhren wir und auf dem Weg konnte ich noch einmal den Hafen sehen. Ich empfand es dort als einen magischen Ort an, ich kann es nicht beschreiben, es war einfach schön und ich war dort so beruhigt und gelassen.
Am Flughafen angekommen konnten wir sogleich einchecken und liefen eine Weile bis wir in eine Halle kamen wo es so aussah, wie in einem Ausschaffungslager. Kühl, kalt und alles grau. Dort war die Sicherheitskontrolle. Stellt euch mal vor Elsbeth piepste nicht und wurde dieses Mal nicht von Kopf bis Fuss begrapscht, dafür zog ich einiges an Schichten Kleider aus!,- natürlich alles im legal und nicht unter der Gürtellinie-Bereich!
Im Flugzeug waren wir an einem super Platz. Genau auf dem Flügel sassen wir. Ich finde das wahnsinnig spannend, so kann man immer beobachten was der Pilot macht, ausserdem finde ich die Aussicht über den Flügel hinab einfach grandios. Meine Reisebegleiterin, hatte wie gesagt Flugangst, was nicht gut ist für sie, aber mich wahnsinnig dankbar um den Fensterplatz machte. Entschuldige.. . Jaja Flugzeuge sind einfach super. Für einen Moment konnte ich vergessen, dass dies der Heimflug war. Fliegen war eindeutig spannender. J An diesem Tag stellte ich ausserdem fest, dass ich Nachtflüge oder Abendflüge, viel angenehmer empfinde. Die Leute sind am Abend/Nacht ruhiger und die Stimmung ist angenehmer. Am Tag ist mehr los und die Leute können nicht stillsitzen. So wird man immer wieder abgelenkt. Wir hatten besonders Glück, denn neben uns sasses beim Rückflug kaum mehr nüchterne Jungendliche, welche sehr laut waren und ständig rumgrölten. Ich sage nur; 1000 Dank Ipod!
Am Boden angekommen, war ich kurzzeitig in einem Gefühlschaos. 1. empfinde ich landen im Flugzeug vom Gefühl her einfach toll, dies freute mich ungemein und 2. musste ich feststellen, dass wir auf Schweizer Boden waren und ich schon von weitem ein Berner Dialekt vernehmen musste, welcher ich schon beim Einstieg als äusserst störend empfunden hatte. Dieser Typ telefonierte lautstark und alle 5 Minuten rief er dem nächsten an um zu erzählen dass im etwas Unglaubliches passiert ist, welches er kaum fassen kann,- looogisch!, es ging zu schnell für den Berner. Die Kurzfassung von seinem störenden Geschwafle:
„Neeei, weeisch, eg chas ned glOube. Weeeisch die hän mr aUi Sache us mim Handgepäck gno U wägghEit. Die si doch ned decht. WEisch vo Schampoofläsche öber Sackmässer ond onbenotzti Deofläsche. Debii esch aUes no zuegse U eg has dene jo ohni e UfstanG zEigt. Dasch jo ned normaU.“ Dies war eine Ode von einem 40 jährigen ca. 1.90m grossen Mann, welcher ziemlich möchte gern businessmässige Züge von sich wies und dies alles mit einem nicht dazupassenden Cap und Sandalen zerstörte,- nicht vergessen den Dialekt. Ich glaube ,dem hätte man nur schon mal mitteilen müssen, dass er Berner ist. Was macht denn der, wenn er an ein Fussballspiel geht und 20 Dosen Bier für seine Freunde mitnehmen will??? Wenn es ein normaler Mensch gewesen wäre, welcher nicht so vorlaut gesprochen hätte und es bei einem Telefon belassen hätte , wäre es ja noch akzeptabel gewesen, es gibt wie ich aus dem Sicherheitsdienst lernen musste, immer noch Menschen welche in der heutigen Zeit noch nicht wissen, dass Pet-Flaschen und Dosen eine Gefahr für Mitmenschen darstellen können, unsere Artgenossen werden immer wie primitiver. Jedoch erzählte dieser Typ dies mit einer wahnsinnigen überheblichen Stimme und die machohafte Gestik welche er an den Tag legte, war einfach faszinierend dumm und nervtötend. Ein Berner welcher sich gratis abstempeln liess. „SäUber TschOUd!“.
Kommen wir zurück auf die Ankunft zu sprechen. Ich war tot traurig und betrübt wieder da zu sein müssen. Als erstens schaltete ich mein Natel wieder ein und siehe da war ich überrascht. Regula schrieb mir, dass sie bei der Ankunft in der Halle auf mich warten würde. Da war ich wieder in einem erneuten Gefühlschaos. Natürlich schossen mir gefühlsdusslige Tränen,- welche ich viele Male haben bei übermässiger Freude in die Augen. Nun werde ich doch tatsächlich am Flughafen abgeholt und meine liebe Schwester würde auf mich warten. *Tränenkuller*. Meine Güte bin ich eine Sissi manchmal. Auf die andere Seite war da immer noch das Gefühl, welches mir sagen wollte; NEEEIINNN geh da nicht raus, geh nicht. Flieg mit dem nächsten Flugzeug weiter, weit weg. Geh und du musst niemals mehr wiederkommen. Leider war es schon zu spät und ausserdem wartete Regula auf mich..., so war der schwere Gang zum Check-out dann doch etwas einfacher als auch schon. Ausserdem war da noch mein kaputer Fuss,- aber auf den komme ich dann später noch zu sprechen.
Es gab 2,3 Schussligkeiten welche ich in Liverpool/Manchester verrichtete. Wäre da meine Schürfung an der Stirn auf der linken Seite gewesen. Erklärung: Ich bin ein Kantenschläfer. Ich schlafe niemals in der Mitte vom Bett, sondern immer schön der Kante nah. Dort ist es am härtesten und so kann man die frischeste Luft ergattern. Wie gesagt im Normalfall ist bei mir zu Hause immer ob gleich Winter oder Sommer das Fenster weit geöffnet. Also rutsche ich so nah, dass es geht ans Fenster ran. Im Hotel hatte es neben dem Bett einen Stuhl und weil ich das Bett etwas zum Fenster rückte, war der Stuhl geradewegs am Bett. Wahrscheinlich schlug ich mir den Kopf an der Stuhlkante an im Schlaf, denn als ich ins Bett ging, hatte ich dieses Feilchen noch nicht, aber dann als ich am Morgen erwacht. Die 2. Tat welche ich begann, war mir eigentlich sehr wohl bekannt und eigentlich verhinderbar. Aber es ist wie mit der Herdplatt; um zu sehen ob sie noch heiss ist, muss man eben drauf langen. Nun gut, in Manchester gab es da ein grösseres und wunderschönes Gebäude, welches durch seine Verziehrungen und den roten Bachsteinen wunderschön aussah. Es befand sich bei der Kreuzung gegenüber und war wirklich gross. Ich hatte ein Becher „black tea“ dabei und hielt meine Kamera in der Hand. Nur schon diese Kombi Becher und Kamera sollten Elsbeth verboten sein,- nun gut weiter.. . Ich brachte das Gebäude einfach nicht ganz auf das Foto. Umso höher ich aber die Kamera hielt um so mehr war auf dem Bild, so streckte ich meine Hände mit dem Becher und der Kamera immer mehr und mehr hoch, so dass dann der Becher irgendwann so schreg war, dass ich den feinen Schwarztee über meine Winterjacke kippte. Zum Glück war die schwarz und so war zu verhindern, dass ich nur noch gebückt-schämend durch die Strassen gegangen wäre. 3. war da noch die Frau welche ich fast gehauen hätte. Manchmal bin ich wie ein Italiener und habe eine Menge mit meinen Händen zu sagen, so dass ich um mich schlage. So traf es fast eine Frau um die 25 Jahren hinter mir. Ich hätte sie fast an der Brust getroffen, hätte sie nicht ihre Hand gerade oben gehalten. In der Schweiz wäre das Entschuldigungsgespräch in etwa so verloffen:
Ich: „Oh entscholdigong.“
Person X(PX): „Scho guet!“
Ein kurzes Lächeln fällt evtl. über die Person X`s Wangen oder wenigstens einen gutmütigen Blick und das wars. In Liverpool entschuldigten sich diese Personen sogar noch bei mir, obwohl ich dieser Person fast ein schönes Veilchen geschenkt hätte und dies nicht nur 1 Mal, sie entschuldigen sich mindestens 2 Mal. Zu 100% lächeln diese Menschen einem gutmütig an und man merkt, es war nicht so schlimm. In der Schweiz habe ich danach immer in etwa 10-15 Minuten ein schlechtes Gewissen. In Liverpool war es nach einem ernstgemeinten „Sorry“ in Ordnung.
Fluchen mit Elsbeth: Liebe Schweizer, bei uns in der Schweiz gibt es sogenannte Fussgängerstreifen mit Lichtsignal, wie überall auf der Welt, glaube ich zumindest,- steht Rot für Stopp und Grün für freie Fahrt oder beim Fussgänger für gehen. Wenn es ein Lichtsignal für Fussgänger gibt, muss man zuerst ein Knopf drücken und warten bis das Lichtsignal auf grün steht. In Liverpool selbstverständlich auch, jedoch wurde ich bei diesen jedes Mal innerlich aggressiv. Warum: Dort stand oberhalb dieses Druckknopfes nämlich; „PUSH BUTTON“. Geht’s auch anständiger? Drück Knopf. Das tönt für mich wie; Drück Knopf du Vollidiot. So wurde es zu einem fluchen von Elsbeth. Ab sofort wenn mich jemanden dumm bequatsch oder einfach doof ist, wende ich es an, dann heisst es nämlich: „Push button“ und laufe mit einer riiiesen Genugtuung davon. Herrlich wie das gut tut. Dann gibt es noch eine weitere Aggressivität in den Strassen von Liverpool, wie ich finde. Ein weisses dreieckiges Schild, welches am Rand aussen rot eingefärbt ist, steht für; keine Vortritt. In der Schweiz wie auch in Liverpool genauso. Nur gibt es einen Unterschied zu Liverpool, dort steht nämlich im weissen Innenfeld schwarz geschrieben „NO WAY“. Wörtlich übersetzt heisst das; kein Weg,- das tönt so wie keine Chance... oder aus Elsbeth`s aktuellstem Duden; geht ja wohl gar nicht. Zusammenfassung:
„push button“= schalt dein Hirn ein du „%&ç&/(()=“
„no way“= geht ja wohl gar nicht/keine Chance/ Weggg!!!
Und das alles aus den Strassen Liverpools. Ich bedanke mich.
In den 5 Tagen wo wir da waren, kam es in London zu Ausschreitungen. Angefangen hat es, weil ein Mann in einem sozialen Viertel von einem Polizisten erschossen worden war. Die Tatumstände waren völlig unklar. Weil man in solchen Sozialviertel so oder so kein gutes Wort den Polizisten zu spricht (wie ich finde aus teilweise Recht), gingen die Familie des Erschossenen, Verwandte und Bürger auf die Strasse und demonstrierten friedlich bis Idioten von Mensch diese Demonstration aufmischten und es zur Eskalation kam,- das Mass wurde zum überlaufen gebracht. So fingen diese extremen Ausschreitungen an. Verbreitet und aufgerufen wurden sie via Facebook und Twitter. Solche Internetportale sollte man meiner Meinung nach radikal aus dem Verkehr ziehen. Ich habe noch nie gehört, dass diese jemals etwas Gutes vollbracht haben. Ich rede von schwerst extremsten Cybermobbing, einem Schlaraffenland für Pädophile, einer Asozialisation, einer Abhängigkeit... soll ich noch weiter aufzählen, reicht nicht? Denke schon. Kommen wir auf die Wandelen in London zurück. Hier sieht man, dass es nicht nur vereinzelte Personen sind bei welchen Naivität, grausamste Dummheit und Perversität ihr Lebensalltag bestimmen,- es sind viele!, und all diese Menschen leben unter uns und wir schützen sie mit unserem doch so neutral passiven Verhalten. Der erschossene Mann war ein Impuls um das zu tun was sie am Besten können, es ging nicht um diesen Mann und auch überhaupt nicht darum der Regierung eines auszuwischen, es ging einfach darum alles kaputt zu machen und das auf ganz perverse Weise, weil es denen allem Anschein nach riesen Spass bereitete. Menschenleben zerstören um zu zeigen wie es in ihnen aussieht um dann schlussendlich als Grund diesen erschossenen Mann zu nennen. Was den erschossenen Mann betrifft musste ich lachen, als die Familie zich mal vor die Kamera getreten war um zu sagen, was für ein unschuldiger Mann erschossen worden war. Weiterer Zündstoff um die Wandeln voran zu treiben. Ich frage mich, warum muss sich eine Familie rechtfertigen, wenn er unschuldig war? Kamera geil oder doch schuldig? Ich entziehe mich der Stimme der Seiten Regierung, Familie oder der Wandalen. Eines steht fest, die Polizei hat riesig geschlampt. Aller spätestens nach der zweiten ausschreitenden Nacht hätte für die Regierung die Notbremse gezogen werden müsse, David Cameron jedoch kam erst am 3. Tag von seinen Ferien nach Hause. So wäre ich von der Polizei und der Regierung auch enttäuscht. Liverpool erwischte es an unserem Abreisetag. 20 Gehminuten von unserem Hotel entfernt, wurden Autos angezündet. Im Vergleich zu London war es aber Gott sei Dank nicht so verheerend. Ich muss aber gestehen in aller Liebe zu Liverpool und allgemein zu Britannien, ich war schon etwas froh, reisten wir ab. Die TV-Nachrichten im Frühstücksraum stimmten mich traurig und es war mir nicht mehr all zu angenehm da.
Als die Koffer bei der Ankunft anrollten und ich meinen beige-goldigen super Koffer sah, dachte ich; „das wars dann wohl, goodbye Liverpool“. Wir gingen zum Ausgang und da stand meine Schwester bereit und ich liess es mir nicht nehmen, eine 18 Wochen-nicht-gesehen-Umarmung von mir zu geben. Das hat mir jeder abgekauft. Herrje, war das ein schönes Gefühl. Da gings mir etwas besser, das Fernweh ist aber weiterhin in mir und es hat mich noch nie verlassen. Nach der Jahrhundertumarmung ging es Richtung Zug und wir brachen die Heimfahrt an. Meine Schwester hatte jede Menge von Mazedonien zu berichten, denn sie war mit einer Schulfreundin welche dort ihre Familie hat für 2 Wochen in den Ferien. Wir zwei Liverpoolian-Touris waren bleich wie eh und je und neben an sass eine Regula welche bräuner kaum mehr sein konnte und sich zusätzlich noch häutete wie eine Schlange. Sah gut aus! J Mir viel es schwer als wir bei meinem Bahnhof ankamen meiner Reisebegleitung auf Wiedersehen zu sagen, es war eine schöne Zeit mit ihr. Meine Schwester half mir tatkräftig mit dem Koffer. Zuhause angekommen, gingen wir etwas Essen. Als hätte ich nicht schon genug Fast Food gehabt, gingen wir den besten Kepab essen. Unter meiner Wohnung befindet sich einen Kepabstand, bei welchem ich sogar das Fleisch mag und das heisst was. An jeder Ecke in Liverpool waren natürlich auch so Take-Away Stände. Sie priesen sich meistens so an: Fish`n Chips & meeega Kepab. Die Zeit war mir in Liverpool einfach zu heilig um danach ein guter WC-Besucher zu sein. In meinem lieblings Kepab-Stand genoss ich die Zeit mit meiner Schwester. Es war ein schöner Abend bis Regula nach Hause ging. Da stand ich nun ganz alleine in meiner überschaubaren Wohnung und verkroch mich in mein Bett. Natürlich bin ich dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf habe und mein Lebensstandart gegenüber anderen Ländern sehr hoch ist, aber ich würde sofort zurückstecken um ein Leben in der Welt da Draussen zu finden. Ich wünschte ich dürfte von der Welt als Beruf erzählen und das Zuhause im Reisen finden dürfen. Ich bin nicht gemacht für was Festes, denn dies gibt mir das Gefühl ich bliebe stehen. Nun bin ich also wieder in der Schweiz und jeden Tag den ich hier bin, fühle ich mich etwas leerer. Zur Zeit bin ich auf der Suche, nach etwas dass mich hält. Denn nicht nur das Fernweh macht mir Sorgen, sondern auch meine Gesundheit. Kommen wir zu dem was mich dazu verleiten liess, nicht zu schreiben, mein Fuss.
Fangen wir mit dem Fuss in Liverpool an: Mein Fuss hielt die Reise gut aus. Wir nahmen es gemütlich und machten immer wieder kurze Pause. Viel waren wir ja mit dem Bus unterwegs oder schauten etwas an, so dass ich nicht meinem Fuss überstrapazierte oder belasten musste. Am Abend wenn ich dann aber im Bett lag, schmerzte der Fuss dann doch teilweise. Der Entlastungsschmerz ist sehr unangenehm. Jeden Abend nahm ich eine Schmerztablette und so konnte ich jeden Tag wieder gut starten. Es war in Ordnung. Aber länger wäre zu viel gewesen. Dass das Wetter so kühl und durchzogen war, tat mir irgendwie noch gut. Das Problem sind vorallem Pflastersteine oder in Liverpool das Troittoir bei den Ampeln. Dort waren hervorstehende Punkt am Boden, wobei ich mir meistens am Fuss Schmerzen bereitete, weil der Fuss abknickste, ich draufstand und als Dank die wandernde Sehne spüren durfte. Da konnte ich mir noch so Mühe geben. Ich verstehe nicht, warum so viele Punkte da waren. 2 hervorstehende Linien oder wenigere und kleinere Punkte hätten es auch getan. Ich denke dies war für blinde Menschen angebracht. Finde ich eine gute Sache, aber es war zu viel und behinderte allgemein Fussgänger. Ich denke durch die täglichen Freuden-Adrenalinstösse waren die Fussschmerzen, teilweise weggezaubert. Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen, wie mir Liverpool und die ganze Reise gut tat. Natürlich ging mir der Fuss nicht ganz aus dem Kopf und ich hatte schon ziemlich Angst, dass es etwas Schlimmeres sein könnte, aber Liverpool gab mir Schlaf und tat meinem Herzen gut. Es war wie Medizin.
Am Mittwoch den 10. August 2011 ein Tag nach der Wiedereinreise in die Schweiz, hatte ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Die Schwellung war zu etwa 70% weg, aber das Gefühl war immer noch da wie am Anfang vom Unfall. Er rief seinen Kollegen an, bei welchem ich das Röntgen hatte, was man nun tun solle. Sie einigten sich auf ein MRI. Am Nachmittag ging ich in ein Röntgeninstitut welches über ein MRI verfügt. Ich habe schon lange nicht mehr solch unfreundliche Menschen getroffen. Da wurde mir nochmals schmerzlich bewusst, dass ich wieder in der neutralen Schweiz. Nun gut, diese zwei unfreundlichen ca. 30-jährigen Dämchen kamen aus Deutschland, aber gut, sie waren hier und waren so was von unfreundlich, dass mir schon fast die Spucke wegblieb. Ich dachte mir nur: ich hoffe die arbeiten nicht so, wie sie sind.
2 Tage darauf am Freitag, den 12. August 2011, sollte ich zu meinem Hausarzt für die Auswertung, noch auf dem Weg schickte mich mein Hausarzt zum Chirurgen,- sein Kollege, bei welchem ich das Röntgen hatte. Er schaute sich alles nochmals an und redete von Physiotherapie und lies sich anmerken, dass er absolut ratlos war, denn dies hatte er bisher einfach noch nie gesehen, ohne dass der Fuss gebrochen war. Beim Fuss war auf den Bildern zu erkennen, dass die Sehne sehr verdickt ist. Jedoch konnte man durch diese Verdickung nicht erkennen, ob die Sehne angerissen ist. Beim 2. Anlauf um ihm zu zeigen, dass die Sehne wirklich über den Innenknöchel hin und her switcht gelang es mir und er sah, dass Physiotherapie und Sonstiges für den Moment nicht gewinnbringend gewesen wäre. Er meldete mich sogleich zu seinem Kollegen,- ein orthopädischen Fussspezialist an. Nun hiess es warten. Am Wochenende würde sowieso nichts passieren, -teilweise wurden Minuten zu Stunden.
Am Montag den, 15. August 2011 bekam ich keinen Anruf aus dieser Klinik. Ein Tag später am Dienstag-Mittag rief ich den Chirurgen welcher mich bei diesem Spezialisten anmeldete an und fragte nach ob ich diese Klinik für einen Termin anrufen solle. Sie meinten, eigentlich melden sie sich, aber ich könne auch anrufen die Unterlagen wären gefaxt. Dies machte ich und ich kann nur sagen, ich war ein weiteres Mal sehr dankbar um meine Ungeduld. Diese Frau sagte mir nämlich am Telefon, dass ich im September/Oktober 2011 den Termin haben werde. Sie wären bis dahin voll. So lange warten??? Was soll ich bitte schön in dieser Zeit anstellen, zu lange darf man mit so was nicht warten!!!! Ich rief sofort meinem Chirurgen zurück und dieser meldete mich dann im Kantonsspital Aarau auf der Orthopädie an. Nun hiess es wieder warten.. .
Am Freitag, den 19. August 2011 rief mich der Chirurg an und teilte mir mit, dass er sich mit einem orthopädischen Sportspezialisten unterhalten habe und ich solle doch wenn es möglich ist kurz vorbeikommen, um einen Stützschiene anzuprobieren. Als ich das Wort Stützschiene hörte, schrie ich innerlich. Mein Fuss muss nicht gestützt werden! Ich lief auf der Aussenseite des Fusses, weil ich nicht abrollen konnte, weil sonst die Sehne über meinen Knöchel hin her ging und dies verdammt schmerzhaft und unangenehm ist. Wie sollte das helfen??? Mein Fuss hat anscheinend genügen Kraft eine solch verkrüppelte Haltung einzunehmen und nicht ganz abzusacken!! Er stützt sich! Nun gut. Ich ging zum Arzt. Er tat ja sein Bestes und unterhielt sich noch mit zusätzlichen Ärzten und er sagte ja klar, dass er ratlos sei. Er befolgte nur was dieser Sportorthopäde im sagte. Mein Chirurg meinte als ich bei der Anpassung war, ob es in Ordnung wäre, wenn er mich dort anmelden würde,- beim Sportspezialisten.. vom Spital haben sie noch nichts gehört und beim 1. Spezialisten müssten wir zu lange warten. Mir war alles recht. Hauptsache jemand weiss, was ich habe.
Als ich Draussen stand und zum Bahnhof lief, hatte ich einen regelrechten Kampf mit meiner Schiene. Diese drückte, so wie der Sinn von einer solchen Schiene sein sollte, den Fuss gerade und stabilisierte ihn. Etwa 5 Mal schoss mir die Sehne über den Knöchel und ich hatte mortz Schmerzen. Diese Schiene war absolut kontraproduktiv. Von dem Arzt ging ich direkt zu meiner Familie Heim. Eigentlich hatte ich absolut keine Kraft mehr irgendetwas zu machen, denn ich hatte langsam richtig Angst und war so hilflos. Ich konnte nichts machen, kein Sport und nicht tanzen. Alles was mir Spass macht, kann ich nicht mehr tun und das macht mir weh im Herzen. Bei meiner Familie angekommen, zog ich diese (Entschudligung) scheiss!!!!!-Schiene aus. Die brachte nur Unheil. Weil mein Papa an diesem Tagh seinen letzten Ferientag hatte, wollte er mit der ganzen Familie essen gehen. Da gibt es aber ein Problem. Elsbeths-Familie ist 7-köpfig, 6 Köpfe kamen mit zum Essen und 5 Plätze hat es im Auto. Natürlich musste die Kleinste und 2. Älteste in den Kofferraum zum Hund. Natürlich ICH! Tsts. J Solche Aktionen liebe ich. Der Abend munterte mich etwas auf und ich vergass manchmal die Ungewissheit. An diesem Abend schlief ich bei meiner Familie Zuhause, weil irgendwie kein Zug kam. Da sollte man bei der SBB mal wieder anklopfen.
Am Sonntag, den 21. August 2011 hatte mein jüngerer- 1.5 Köpfe grösserer Bruder Geburtstag. Es war ein lustiger Nachmittag bei der Familie. Irgendwie kamen wir auf Experimente zu sprechen, zum Beispiel, dass wenn man ein Bier mit einem Kaffeelöffel auslöffelt, danach besoffen sein soll. Regula und ich probierten es aus. Das Militär erbrach wahre Wunder. Nix Spezielles war zu bemerken. Eigentlich dachte ich, dass die Voraussetzungen gut waren, ich hatte kaum was im Magen und eine mörderische Hitze war da. Nun gut. Dies ist demnach nur ein schlechter Witz. Also probiert es erst gar nicht aus. Das Bier ist so nämlich ziemlich eklig mit der Zeit. Um 7 Uhr am Abend ging mein Vater ins Spital. Nein, er war keine Alkoholleiche, sondern wurde von einer Killerbiene ins Ohr gestochen und sah nun aus als hätte er Mumps auf der einen Seite des Halses. Sah das lustig aus. Das Problem war, dass er 2 Tag zuvor gestochen wurde und die Beschwerden immer wie unerträglicher wurden. Er konnte plötzlich nicht mehr vom Stuhl aufstehen und hatte Fieber. Ich sage nur; besten Dank Papa. Das habe ich alles von dir. Die schönen tollen „lödli“-Gelenke und die Allergie gegen Bienen. Aber mal im Ernst: Mein Papa sah ziemlich mumpsig aus. Er bekam ein Gegenmittel und Schmerzmittel. Mittlerweile geht’s meinem Mumpserlchen wieder gut.
Montag den, 22. August 2011, es war wieder Zeit zum Warten...dachte ich. Um halb 10 Uhr nach 5 Stunden Schlaf klingelte mein Telefon und die Praxis vom Sportorthopäden war dran und sagte mir einen Termin am nächsten Tag zu. Ich war erleichtert. Endlich würde was gehen. 20 Minuten später rief der orthopädischen Fussspezialisten,- der Kollege vom Chirurgen(welcher erst im Oktober Zeit gehabt hätte) an und verkündete mir, dass am nächsten Tag ein Termin frei geworden ist. Wow, welcher nun??? Ich rief den Chirurgen an und fragte nach, welcher ich nun nehmen sollte.
Dienstag, den 23. August 2011 auf dem Weg zum orthopädischen Fussspezialisten, der Kollege vom Chirurg. Ich war sehr aufgeregt. Seine Praxis liegt in der Hirslandenklinik in Aarau. Ich war zu früh dran, weil es keine andere Zugsverbindungen gab und so ging ich nochmals raus und setzte mich unter einen Baum. Neben an war eine Schule. Ich bin noch nicht so alt, aber ich staune schon heute ab dem Verhalten der Jugendlichen....nun gut auch ich war mal in diesem Alter.. ich habe mich schon damals über das Verhalten gewundert, anscheinend stimmte schon damals etwas nicht mit mir.
Kurz vor 1 Uhr am Mittag, ging ich zurück und wartete auf den Spezialisten. 10 Minuten vergingen und da stand er plötzlich vor mir, er bat mich rein und bemerkte schon da, dass mein Gang mit meinem gekrümmten Fuss nicht schön anzusehen war. Er zeigte mir die MRI Bilder und fragte mich kurz aus. Ich teilte ihm mit, dass ich schon immer sehr lockerer Gelenke gehabt habe. Er sah sich darauf zuerst meinen gesunden Fuss an und sagte, dass mein Gelenk furchtbar locker wäre... Physiotherapie und Kraftaufbau für das Gelenk wären für mich gut. Nun gut. Er sah sich meinen Krüppel-Fuss an. Er bewegte ihn auf alle möglichen Seite drückte darauf rum(war schmerzhaft), dann bittete er ich solle gegen seine Hand mit meinem Fuss drücken. Als ich das machte, spickte meine Sehne sogleich. Keine Sekunde später sagte er: „Ah! Das muess operiert wärde!“. Ich: „WAS???“ Dann erklärte er mir alles, von den MRI-Bilder, über den Eingriff, Risiken, 2.-Meinung, etc. Ein weiteres Mal kullerten mir Tränen. Einer meiner ersten Frage war, wann ich wieder sportlich Leistungsfähig sein werde. Bis zu 6 Wochen werde ich an Stöcken gehen müssen. Danach werde ich mit Physiotherpie starten. Er fragte nach warum ich dies wissen möchte. Ich erklärte ihm die Geschichte mit der Polizeischule. Er sah mich an und sagte; „ich möcht met ihne erlech si, ich denke ned, dass es längt bis im Januar wieder fit zsi. Das brucht viel Ziit, das Ganze.“ Naa hört ihr meine Scherben??? Ich höre sie seither jeden Tag. Es ist alles futsch. Ich wollte mein Leben im nächsten Jahr neu starten.
Nun bin ich weiter in meinem Beruf gefangen. Ich vermisse meine Mamis im Spital, mein Team. Dieses Team ist ein Geschenk. Es hat nichts mit ihnen zu tun, sondern damit, dass ich für das einfach nicht geschaffen bin und dieser Beruf mir einiges an Lebensfreude entzieht. Wir machten einen Termin für die OP klar. Am 2. September 2011 werde ich operiert. Nach all dem konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu weinen. Kennt ihr das Gefühl, wenn etwas ganz Schlimmes passiert und über euch die ganze Welt zusammen bricht und euch alles Schlimme was ihr schon erlebt habt nochmals abspielt? Ich fühle mich seither sehr einsam und verloren. Diese verdammten Sätze von wegen: „Es chont alles guet“, ertrage ich nicht. Ich finde es frech und keine respektvolle Haltung so etwas zu sagen. Mir ist selber ganz genau bewusst, dass es gut kommt irgendwie und irgendwann. Nebenbei musste mir der Arzt mitteilen, dass es bei solchen Verletzungen immer sehr schwierig zu sagen sei, wie es kommt. Schön. Ob mein Fuss wieder zu 100 % Leistungsfähig wie früher ist , ist nur abzuwarten. Es kann sein, dass ein Schmerz bestehen bleibt. Ich male keinen Teufel an die Wand, aber ich bin ein wohlerzogener Pessimist, welcher was von Optimismus versteht. Ich habe Angst vor der OP, ich habe Angst vor der Prozedur danach. Aber am meisten habe ich Angst vor den vielen fremden Menschen. Als kleines Kind hatten mir Ärzte an einem Tag körperlich und seelisch erheblichen Schaden zugefügt. Noch heute leide ich darunter. Ich habe Angst, dass die mit mir machen was sie wollen.
Nach all dem stand ich auf dem Parkplatz Draussen und wusste einfach nicht wohin. Irgendwann setzte ich mich in den Zug und ging nach Zürich an den Flughafen, dort konnte ich etwas abschalten und schrieb. Um 11 Uhr am Abend war ich Zuhause und schlief dann mit vielen Tränen irgendwann ein. Ich fühle mich sehr alleine und gehe Leuten aus dem Weg, so dass sie auf keinen dummen Gedanken kommen könnten,um zu sagen; „ES KOMMT ALLES GUT.“
Zur Zeit schlafe ich durchschnittlich 5 Stunden, wenn überhaupt. Meine Wohnung glänzt aus allen Ecken. Mehr kann ich nicht mehr putzen. Ich habe zur Ablenkung probiert Knöpfe anzunähen und Hosen zu kürzen, aber ich habe absolut keine Nerven dazu. Jedes Wochenende ist schlimm, denn ich kann nicht tanzen gehen, geschweige denn Sport machen. Manchmal hilft der Gedanke an den Hafen mit dem Leuchtturm auf der Halbinsel Wirral bei Liverpool. Manchmal höre ich die Wellen und die Möwen. Manchmal... .
Nun warte ich auf den OP Termin am 2.9.2011 ab. Ich melde mich wenn ich schreiben kann. Zur Zeit finde ich keine Worte mehr welche von Herzen und durch Gefühle heraus kommen.
Auf Bald
Elsbeth, lass' den Mut nicht sinken
AntwortenLöschenbald einmal musst du nicht mehr hinken
und dann wirst du tanzen gehen
's wird alles gut, du wirst schon sehen
Ich wünsche dir von ganzem Herzen
keine Tränen, keine Schmerzen.
Wahrscheinlich hat Elsbeth nicht nur eine schwere Fussverletzung sondern es scheint, dass sie sich ihre Hände gebrochen hat, sonst hätte sie ihren Blog schon längst weiter geführt, dies umso mehr, als sie ja Ferien hat, oder mindestens hatte.
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