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Donnerstag, 1. Dezember 2011

1. Advent 2011

Montag, 28. November 2011

In der zwischen Zeit habe ich meinen Physiotherapeuten gewechselt und bin nun zufrieden. Diese Praxis betreute vor einigen Jahren meinen Bruder und so viel ich mich erinnern kann, war er froh über seinen Therapeuten.

Die Schmerzen in meinem Fuss sind nach 4 Stunden genügend gross, dass ich mich danach nach Hause verkrieche und schlafen gehe. Mein Tagesablauf hat nun sozusagen ein total neuer Blickwinkel erfasst; Arbeiten, Schlafen. Freunde treffen ist zwar schön aber total anstrengend, daher absolut unnötig und für eine abschaffende Initiative wahnsinnig gut geeignet. Eigentlich bin ich ein Mensch voller Tatendrang, doch zur Zeit bin ich über jedes Treffen bei mir Zuhause dankbar. Es ist zu viel und es macht mich traurig zu spüren, dass ich einfach nicht kann. Dabei wäre ich doch der glücklichste Mensch, wenn ich tanzen gehen könnte. Ich glaube, ich weiss nicht einmal mehr wie das in etwa geht. Nun gut. Eine Besserung gibt es. Nach der Arbeit verkrieche ich mich nicht mehr total verzweifelt und mutlos mit ein paar Tränen in mein Bett zurück sondern, Achtung; ich ziehe ich mich emotionslos nur noch zurück. Wenn ich meiner Chefin immer zu sagen muss, wenn sie nach meinem Befinden fragt dass ich keine Verbesserung sehe, habe ich langsam das Gefühl, dass ich nicht mehr ganz ernst genommen werde. Es ist halt immer die gleiche Leier. Ich kann mich nur noch damit beruhigen, dass man in meinem Beruf im allgemeinen weiss, dass eine Sehne ca. 1 Jahr Zeit braucht bis sie wieder komplett geheilt ist.. . Zur Zeit bin ich Ende 3. Monat. Zu einem kompetenten nicht kompatiblen Vergleich: Bei einer Schwangeren im dritten Monat sieht man auch noch nichts.

Seit ich operiert worden bin, war ich nicht mehr oft eher selten schusselig. Naja es gab da gar nix mehr um schusselig zu sein. Wo auch, bei mir geht es zur Zeit vom Tempo zu und her wie bei einem Berner. Das bringt mich gelegentlich zum Rande des Wahnsinns. Ich sehe aber anhand meiner Beule auf meinem Kopf mit kleiner Wunde!!!,- Besserung. Wie? Der Lift. Ich stand im Lift, kramte in meiner Tasche und beim wieder gerade hinstehen, schlug ich meinen Kopf am Geländer an. Da ich mir das nicht mehr gewöhnt war, war dies dementsprechend schmerzhaft. Da kommt mir gerade noch was in den Sinn: Es wäre nämlich wieder Zeit um sich einen Finger abzuschnippeln. Vor rund einem Jahr trug ich nämlich einen Gips. -Beim Blumenkohl mit einem 2 Tage zuvor geschliffenen Messer in die Hand geschnitten: Gips. Ich habe schon mal vorgelegt. Was ich mir in der letzten Zeit in die Hände geschnitten habe, glaubt mir keiner. Aber bis zu einem höchst fachmännischen Druckverband hat es noch nicht gereicht. Jedoch habe ich einen Blumenkohl im Kühlschrank und die Messer sollten auch wieder mal geschliffen werde. Das nennt man ein gutes Omen und weil ich schon so viel Glück in meinem Leben erfahren durfte, lass ich meine Schwester einladen mit der Begründung; ich sei krank und bräuche einen Koch.

Nu zu etwas was ääh.. Speziellem:

Hey Leute, ich habe mir gerade vorgenommen, dass das was ich nun zu erzählen habe meeega cool klingt, aber nur schon das Ausgesprochene ist äusserst beschämend und trotzdem habe ich es getan. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ein schwacher Moment war und es stand wieder einmal ein doofer Sonntagmorgen vor der Tür... . Meine Schwester äusserte mir ihre Sorge um mich, da ich nicht gerade der einfachste Mensch auf dieser Welt sei und dazu noch stur. Auch verstecke ich mich hinter meiner Angst und es sei für Menschen schwer, an mich heranzukommen und das wünsche sie sich für mich nicht. So verpasse ich schöne Momente, wenn nicht gar die Liebe.. . Ab und zu dachte ich an ihre Worte. Mir ist das absolut bewusst, aber wenn man das von einem nahestehenden Menschen hört ist das nochmals etwas anderes. Ich nahm es mit Gewissensbissen auf. Dann kam vor ein paar Wochen ein Samstagabend wo ich alleine zu Hause war(darüber sehr glücklich) und an den darauffolgenden Sonntagmorgen dachte. Ich mag diesen Morgen einfach nicht. Dort fühle ich mich immer alleine, nur alleine. Und dann...naja dann habe ich mich ohne Witz auf einem Partnerportal angemeldet und es nach der Anmeldung ziemlich schnell bereut. Es kam mir vor als wären dort alles Männer, bei welchen die Alarmglocken dunkelrot läuten. Hobbies: Familie(?)(ist das ein Hobby??). Ich über mich: kinderlieb familiär. Was mir wichtig ist: Familie. Jaa, das stand nicht nur bei einem Eintrag, da gab es viele solcher Sozialfälle. Hätte ich geschrieben, mein Wunsch: Ich möchte heiraten und Kinder kriegen, hätte ich wahrscheinlich nur knapp den 11.11.11 verpasst um zu heiraten. Da frage ich mich immer wieder; kann Liebe eine Droge sein, abhängig machen, und seine Selbstliebe total vernichten und keine Achtung mehr vor sich selber haben?? Oder haben solche Menschen eigentlich gar keine Ahnung was Liebe ist? Verwechseln sie dies mit nicht alleine sein zu wollen und alles für einen Menschen zu tun welcher man an seiner Seite schätzt aber nur „ schätzt“. Ich denke dies sind arme einsame Menschen.

Da ich auf Englisch schrieb, dass ich schusslig sei, bekam ich prombt von einem Engländer eine Nachricht geschrieben. Gäbe es da nich ein Problem, käme es für mich durchaus in Frage, diesen Menschen richtig anzuschauen...aber(ja es gibt natürlich immer ein ABER!!); Seine Worte waren nach meiner Frage was er sich für die Zukunft wünsche, übersetzt: Gesundheit, Wohlstand und definitiv möchte ich eine Familie. Hört ihr die Tasse die da gerade fliegen? Ich schmeisse sie so eben alle an die Wand.

Dann gab es noch ein Mann welcher mich interessierte, da ich dachte, der könnte noch speziell sein; ein Komponist. Ein netter Mann. Das Problem? Zu berühmt. Es ist nicht gerade normal wenn man diesen Mann in der Zeitung sieht und er nur noch mit dem Nachnamen betitelt wird und keine Funktion mehr beschrieben ist, weil die ganze Welt ihn kennt. Darauf angesprochen, dass das schon sehr speziell für mich sei und auch irgendwie komisch, meinte er nur knapp und ohne viel Emotionen; naja entweder nimmt man es so wie es ist oder eben nicht. Nett gell? Grob gesagt hat er recht, aber es wäre seine Aufgabe, mir die Angst vor dem zu nehmen, stellt euch vor die Karten wären umgekehrt...dies fragte ich ihn auch, wie er sich fühlen würde. Er: Ach es wäre nicht so komisch.

Und so sind auf jeden Fall beide Männer nix. Ich ging aber irgendwie nicht gerade mit grossen Emotionen dahinter, warum auch? Das Leben hat mir schon zu genüge gedeutet, dass ich das nicht haben darf. Entweder eine Kugel im Kopf, besitzen total andere Wertvorstellungen oder aber sie wären es sind aber unerreichbar. Es ist unglaublich wie viel Hoffnung ein Mensch für eine solch dumme Sache in sich trägt.

Ich muss sagen, es macht mich wenn ich darüber nachdenke schon sehr wütend, dass es so viele asoziale und einfach nur dumme Menschen auf dieser Welt gibt, welche ohne mit der Wimper zu zucken alles in den Schoss gelegt bekommen und andere welche für eine mini Sache schon ihr letztes Hemd hergeben müssen. Ich bin zur Zeit auch etwas böse und enttäuscht. Ich kann sagen, ich habe schon einiges in meinem Leben gesehen und wenn ich etwas wirklich gewollt habe, musste ich wie der letzte Hund darum kämpfen, niemals bekam ich etwas geschenkt. Und dann gibt es andere welche so was von idiotisch durchs Leben gehen und einfach per Zufall alles geschenkt bekommen und ein super Leben ohne viel nachzudenken leben können. Die Probleme die sie haben; die Zahnbürste ist zu hart;- die Schuhe haben einen leicht zu grellen Ton für die Jacke;- schon wieder ein Familienessen etc. ... . Und ich Idiot stelle mir Lebenssinnfragen und mache mir Sorge um meine Gesundheit.

Schlussendlich kommen wir wieder auf die Liebe zu sprechen; auch dort gibt es Menschen welche sie ohne grosses Wenn und Aber zugesteckt bekommen und andere welche neben einem Grab weinen. Und dann gibt es noch solche Menschen welche über die Liebe denken; dass man sich ja wieder scheiden lassen kann, Geld ist ja genügend da.

Ohne jemals einen Menschen gefragt zu haben, geht das Leben von Sekunden zu Minuten zu Stunden weiter und lässt sich von Naivität, Liebe, Glück, Bosheit, Gesundheit oder Lügen nicht beirren. Es macht einfach weiter. Egal wie es gerade steht. Das Leben hat noch keinen Menschen um Rat gefragt. Aber es gibt Menschen welche Fragen nach dem Lebenssinn und noch nie eine Antwort erhalten haben. Die Sonne geht auf und auch wieder unter. Nur das Beste kann man aus seinem Leben machen,- wie auch immer es weitergeht. Und schlussendlich ist manchmal das Beste eben doch nicht gut genug oder nicht der richtige Weg gewesen. Und trotzdem gehört es ab diesem Moment wo man sich für etwas entschieden hat ob gut oder schlecht schon längstens zu seinem Leben dazu.

Nun ist wieder einmal mehr Weihnachtszeit. Die Menschen sind kitschig freundlich und fühlen sich wunderbar in ihrem Leben, sie machen sich Vorsätze um sie zu brechen, geben künstliche Liebe um nicht zu merken, dass man nicht geliebt wird und schenken um nicht einsam zu sein. Und trotzdem fühlen sie sich gut. Irgendwo bin ich in einer Lügenstrasse falsch abgebogen und kann mir keine Lüge vorhalten. So wird man zu einem bösen zynischen Pessimist, welcher in der Weihnachtszeit auch mit einem Lächeln durch die Strasse geht, aber nicht um sich der Wahrheit zu entziehen sondern, weil man vielen Menschen belächelt und weiss keine Million Franken brauche ich um ein wahres Bild zu sehen. Und neben mir laufen zich Menschen vorbei die es hätten, aber niemals ein wahres Glück erfahren zu haben und wenn, dann hätten sie es trotzdem niemals gesehen, denn das Leben war zu einfach für sie. Und so gehe ich durch die Strassen in der Weihnachtszeit und weiss obwohl dass meine Situation nicht gerade die Beste ist, bin ich eine der wenigen Menschen welche trotz grösstem Pessimismus mit einem Lächeln durch die Starssen gehen und zufrieden sein kann.

E.G.

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