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Donnerstag, 27. Januar 2011

27. Januar 2011

Habe mir heute Morgen sofort vorgenommen, heute Abend früh ins Bett zu gehen. Hab zu wenig geschlafen. Daher habe ich einen Krisenplan erstellt; Nach der Arbeitzeit, darf ich maximal eine halbe Stunde Überzeit machen, dann gehe ich kurz einkaufen und um 3 nach 6 auf den Zug zu kommen. Es gäbe auch einen Zug welcher schon um 1 nach 6 fährt. Den nehme ich fast nie, da er auf einem Gleis ankommt, welches weiter Weg von meinem Zuhause ist. Ausser der 1 ab Zug ist ein Deutscherzug, der ist grösser und dort hab ich einen Stammplatz. Wenn ich jedoch pünktlich Feierabend habe um 5 gehe ich künstlich in die Bahnhofläden einen Blick werfen. Der Zug um halb 6 nehme ich ganz sicher nicht. Auch nach dem neuen Fahrplanwechsel, hat sich an diesem Zug absolut nichts verändert! Ein Cisalpino, „bummsvoll“, von Basel nach Hause, kein Sitzplatz und wenn man sitzt hat man ein schlechtes Gewissen, da noch viele andere Leute stehen. Was soll denn das??? Die SBB verlangt mehr Pendler und mehr Geld, dafür gibt es natürlich kleiner Züge. Besten Dank!

Zurück zum Krisenplan; Zuhause angekommen um halb 7 werde ich kurz Kochen, Essen und Boden putzen. Dann sofort duschen. Um viertelnach 8 startklar für meine Jungs(Alarm für Cobra(Fernsehserie), ja ich weiss kaum eine Sendung ist unlogischer als diese. Schon mal auf ein Auto geschossen? Geht bestimmt nicht in die Luft, man hats schon 1000 Mal probiert. In dieser Serie explodiert jedes 2. Der Humor von meinen 2 Jungs finde ich aber wirklich gut und man muss einfach nicht studieren. Dies braucht man in der heutigen Welt auch ab und zu. Bei mir ist es jeweils am Donnerstagabend soweitJ). Nach der Sendung viertelnach 9: SCHLAFEN!, und wehe nicht!! Dann wird noch 1000 Mal schlimmer geflucht als heute Morgen und ich glaube kaum, dass dies die Wände noch lange ertragen.. .

Um 4 sitzte ich schon wieder im Zug. Unglaublich wir haben gepackt und gestapelt wie die Tiere und nach dem Mittag waren so gut wie durch. Dann kam etwas traurige Stimmung auf. Einige realisieren es noch nicht, dass das bald Geschichte ist, es gibt sogar Mitarbeiter, welche schon seit ihrer Ausbildung in diesem Betrieb arbeiten. Ab dem 29. Januar 2011 existiert das alte Spital nicht mehr. Wir haben jede Menge Materialien eingepackt und wir wissen schon jetzt, dass es überquillt im neuen Gebäude. Aus dem Grund, weil es im Bruderholz-Kinderspital auch eine Tagesklinik gibt, welche genau so viele Materialien haben. Morgen werden wir anfangen einzuräumen. Meine Güte wird das viel. Gott sei Dank darf ich zu 90% am Sonntag Zuhause bleiben, sonst würde ich 12 Tage am Stück durcharbeiten. Am 29. hat meine Freundin Geburtstag und am Sonntag ein Bekannter. Meine Freundin feiert am Samstag und möchte gerne dabei sein. Dies klappt wahrscheinlich. Juhuu.

Voll gepackt sitze ich nun im Zug mit meinen 1000 Sachen. Ich durfte 2 Bilder, 2 Vasen und eine Kuchenplatte mitnehmen. Dazu kommen noch meine Garderoben-Materialien, Ordner und Papier. Also jede Menge.

Heute Morgen war ich noch im Neubau mit der Chefin. Wir bekamen nochmals Material. Dies müssen wir quittieren und verräumen. Natürlich kamen wieder Sachen, welche wir nicht bestellt haben. Die andere Chefin kam später dazu. Ich habe ein Problem mit ihr: Jeder vom Team ist mit ihr per du. Nur mir hat sie es nicht angeboten. Ich versuche immer, wenn ich mit ihr spreche, die Satzformulierungen so zu halten, dass ich sie nie ansprechen muss. Es ist sehr komisch, denn sie sagt mir meinen Vornamen aber nie Sie oder Du. Es wäre,-denke ich,- schon frech wenn ich sie darauf ansprechen würde. Keine Ahnung was ich da machen werde. Instinktiv fällt mir dann schon irgendwann was ein.

Nach dem Neubau ging ich wieder ins alter Spital. Dort arbeite ich mit dieser Person zusammen, welche mir und ich ihr an den Kopf gestossen ist. Ich habs im Normalfall wirklich gut mit ihr. Ich mag sie wirklich sehr. Sie ist ein wahnsinnig lieber Mensch. Ich werde sie in der nächsten Zeit mal ansprechen und von ihr ein Feedback einholen und sie nach dem was passiert ist erfragen. Zurzeit ergab sich keine Gelegenheit wegen der ganzen Zügelten, Krankheit etc.

Nun bin ich Zuhause. Im Lift ist mir natürlich die Schnappsdrossel begegnet von der Waschküche vor ein paar Tagen. Später hab ich sie auf der Strasse angetroffen, wobei ich charmant die Strassenseite gewechselt habe. 1 Mal am Tag ein solcher Gestank reicht völlig und später der Nachgeschmack im Lift, wöööö. War jetzt einkaufen, nun koche ich kurz, dusche, putze, mach es meinen Rüeblis wieder gemütlich und stelle meine schönen frisch gekauften Blumen auf. Dann kommen meine Jungs im Fernsehen. Wie sagen teils Leute: „Zeit; 2 Stunden 15 ab jetzt. WEG!“ ... und weg bin ich. J

1 Kommentar:

  1. Chrüsimüsis Tagebuch ist äusserst spannend. Sie überrascht immer wieder mit Ungewöhnlichem und Wortkreationen wie Schnapsdrossel. Ungewöhnliches kann nur eine Person schreiben, die selber ungewöhnlich ist und mehr Grütz im Kopf hat als das gewöhnliche Fussvolk. Ich wünsche ihr eine breitere Leserschaft als bis anhin.

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