31. Januar 2011
Un wieder grüsst das Murmeltier,- so nennt sich ein Film. Irgendwie hab ich mich heute Morgen so gefühlt. Ein gleicher Morgen wie viel üblich. Hatte keine so gute Nacht, nach einem Hustenanfall und komischen Träumen. Der Morgen kam und mit ihm meine 3 Wecker. Ich stellte sie Gestern mit Überzeugung um 7 Uhr! Aus dem Grund, weil ich dachte, ich könnte dann alles in aller Ruh erledigen. Um 7 Uhr 25 beim 10 Weckerläuten hatten meine Nerven mit den fiesen Tönen ausgedient und so musste ich wohl oder übel aufstehen. Trotzdem gelang es mir eigentlich so ziemlich alles zu erledigen.
Nun sitze ich im Zug und erfreute mich über 2 Dinge. Zum einen ass ich ein Birchermüesli, wobei ich es natürlich schaffte meinen Löffel so zubeladen, dass es darauf auf keinen Fall halten konnte. Durch meine manchmal doch zugebrauchene Reflexe konnte ich das Schlimmste verhindern und so landete alles wieder im Becher. Mein 2. Erfreutes ist wieder mal die tolle Redensarten unter den Menschen. Es tut mir leid ihr Berner, aber immer wenn ich irgendwo ein solch überaus geniales und überqualifiziertes Gerede höre, seit ihr es welche mir so grosse Freude bereiten! Also: Neben mir im Abteil sitzen 2 junge Mädchen, etwa 18/19 Jahre alt. Die eine hielt ihr Lernbuch in der Hand und beschwerte sich über ihren Lernstoff(was ich noch nachvollziehen konnte, dies machte ich auch immer mit Überzeugung). „Hesch e Steft bem lere?“. „Nei eigentlech ned, för was ou.“ Meine Überlegung: War beim Sift Lernende gemeint oder doch einen Kugelschreiber? Denn fürs Lernen braucht man doch einen Schreiber,vorallem wenn man ein Buch in den Händen hält, wobei man Lücken vervollständigen muss. Oder wie machen die Berner das? Studieren sie Löcher in die Bücher, um mit den Gedanken schreiben zu können(wenn die Gedanken vom Kopf dann mal endlich wieder bei der Hand angekommen sind)? Letztlich sitzt sie nämlich da und hält einen Schreiber in der Hand. Also falls sich irgendjemand in der nächsten Zeit bei mir beschweren sollte, wegen meinem sarkastischen und ironische Verhalten gegenüber den Berner, der hat hier der Beweis, dass die Leitungen und die Weichen in Richtung Hirn bei ihnen so konzipiert ist, dass sie durch das Leben kommen ohne, dass sie Probleme machen. Denn die meisten Leute hören und schauen sowieso bei anderen Menschen nicht hin. Da bin ich wohl anders.
So der aller erste Arbeitstag ist vorbei im neuen Spital. Ein furchtbares Durcheinander hat statt gefunden, trotzdem wurden alle versorgt und schlussendlich bekam fast jeder das was er gewollt hat, ob Bett oder Telefonnummer. Auch das Klima im neuen Spital finde ich gut und denke, wenn sich alles eingespielt hat wird’s noch besser. Aber der Rhein fehlt mir. Es war so ein schöner Ausblick vom alten Arbeitsplatz. Ich will aber nicht meckern. Der Standort obwohl es in Mitten Basel ist, ist eigentlich toll, praktisch und doch sehr angenehm. Ich mag es, wenn man vom Leben ausserhalb des Spitals noch was mitbekommt. Wie gesagt; ich liebe es wenn sich was tut, hätte ich eine Arbeitsstelle, wobei ich immer unterwegs wäre, wäre ich der glücklichste Mensch. Bin aber im Moment auch so äusserst zufriedenJ.
Apropos rumreisen. Ich liebe Bahnhöfe und Flughäfen. Die uralten Schalterhallen, der Druck und der Stress unter den Menschen und die Gefühle in so einem Bahnhof finde ich unbeschreiblich. Die vielen Leute, welche ein- und ausgehen und jeder mit einer anderen Geschichte. Das ganze funktionierende Netz mit den Zügen und die Organisation; da schlägt mein Herz höher. Beim Flughafen das Selbe, aber dort gibt es noch was anderes. Die Flugzeuge. Ich liebe Flugzeuge!!! Die sind so gross und stark. Einfach überwältigend. Wenn ich in der Nähe eines Flughafens bin(ja ich ziehe Zürich Basel vor, aber nur wegen den grösseren Flugzeugen!!! Dass das klar ist!) statte ich jeweils, wenn möglich einen Besuch ab. Man nehme ein Airport, stecke mich auf die Aussichtplattform und man hat mich noch nie so ruhig gesehen. Ja dann hat man neben mir einfach Stille und man bringt mich dann nicht mehr so schnell weg. Ich finde das wahnsinnig, wenn so ein Riese in die Lüfte abhebt oder auf den Boden sinkt. Jedes Flugzeug hat ein anderes Ziel. Man kann über so vieles nachdenken, wenn man so ein Flugzeug sieht. Einfach unbeschreiblich.
So fertig geschwärmt! Kommen wir zu Tatsachen zurück! Ich bin tot müde! Ich weiss schon jetzt, dass wenn ich Zuhause bin hellwach sein werde und dann nicht einschlafen kann. Nebenbei muss ich noch etwas putzen und aufräumen plus meine Rüeblis versorgen.
Es ist halb 11 am Abend, hab noch genau nichts gemacht. Gehe nun noch duschen und dann ab in die Heia. Morgen muss ich um 8 auf den Zug. Also werde ich um halb 7 aufstehn und meine Putzorgie etc. in 1.5 Stunden erledigen. Ich bin optimistisch, dass ich das schaffe. Habe dann nämlich trotzdem meine 7 Stunden Schlaf gehabt. Ja in meinem Leben ergeht viel mit Zahlen. Nur schon der Gedanke daran, dass ich keine 7 Stunden geschlafen habe, macht mich totmüde. J In diesem Sinne gute Nacht.
Flugzeuge
AntwortenLöschenReinhard May schrieb ein wunderbares Lied dazu:
"Ueber den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein".
Nur fliegen ist schöner:
AntwortenLöschenZwei Kollegen im Gespräch:
A:
Warum hast du eigentlich nie geheiratet?
B:
Ich will im Flugzeug am Fenster sitzen.