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Dienstag, 1. Februar 2011

1. Februar 2011

Gut ich gebe es ja zu. Natürlich bin ich NICHT um halb 7 aufgestanden. Aber es waren nur 15 Minuten darüber! Also eigentlich unwahrscheinlich pünktlich für meine Verhältnisse am Morgen früh. Was ich geschafft habe:

>Geduscht habe ich bevor ich ins Bett gekommen bin.

>Der Wecker heute Morgen habe ich beim ersten Mal nicht überhört, sondern ein liebes Ständchen geflucht.

>Hab mich angezogen

>Radio eingeschalten

>Abgestaupt

>Rüeblis gefüttert und sexuell belästigt knuuuutschiknuuuutschJ

>Das Highlight: Ich hab am Morgenfrüh gesungen! Im Normalfall blästige ich den Nachbarn erst am Abend mit meinem Gequietsche. Aloe Blacc mit „ I need a doller“ finde ich zur Zeit einfach super. Auf Youtube anzusehen, falls es jemand interessiert.

Was ich nicht geschafft habe:

Habt ihr alle wirklich so viel Zeit um eine lange langweilige Liste zu lesen? Es ist sowieso immer so ziemlich das Selbe. Also lassen wir das.

Heute arbeite ich wieder bis 6 Uhr abends. Dann auf den Zug. Evtl. sehe ich ein Kollegen. Wenn nicht muss ich Kleider waschen, Boden putzen, Küche sauber machen(ist dieses Mal nur ein kleines Chaos) und bei meinen Rüeblis für Ruh und Ordnung sorgen. Wenn die Zeit reicht möchte ich gerne mit meiner Nähmaschiene meine uralten und frisch ausgegrabenen Kleider endlich anfangen zu flicken. Einen schönen Tag. J

Bin auf dem Heimweg und bin stinkig. Ein weiteres Mal ist die SBB daran Schuld und diese Überpünktlichkeit! Ich ging heute 15 Minuten früher aus dem Spital. Ich wollte unbedingt den 28-Zug erwischen. Dann wäre ich um 7 Uhr Zuhause gewesen. Nichts gewesen. Der Buschauffeur liess uns sogar hinter dem Tram raus, damit wir springen konnten. 20 Sekunden war ich und meine Mitspringenden zu spät. Was sind bitte schon 20 Sekunden? In Deutschland sind die Züge nach 10 Minuten Verspätung noch äusserst pünktlich. Diese bünzli Schweizer. Auf jeden Fall sitze ICH nun in einer S-Bahn nach Hause. Ja ich! Keinen Schnellzug, sondern S-Bahn(S-Bahn ausgeschrieben betdeutet; Schnell-Bahn für Berner). Ich hätte sonst von halb 7 bis 7 Uhr keinen Zug mehr gehabt(ja der Fahrplan ist unübersehbarer Schrott teilweise). Dieser Zug hat fast das Doppelte an Zeit wie ein Schnellzug zu mir nach Hause. Ganze 40 Minuten, aus dem Grund weil er in jedem tollen Kaff haltet. Schon nach 10 Minuten ist mir schon wieder einmal mehr klar, warum ich sonst noch diesen Zug von Herzen hasse. Die Mitfahrenden sind manchmal so Nervtötend durch das dumme überflüssige Gerede oder die starrenden Blicke. In diesem Augenblick ist noch was anderes furchtbar. Im Abteil sitzt ein Mann gegenüber, welcher fast unübersehbar aussieht wie ein geliebter Mensch welcher sich das Leben nahm. Schon komisch, auch heute noch geben so kleine Impulse ein Stich ins Herz. Tataa jetzt hat er geredet. Nein jetzt seh und hör ich, dass der wo ich meine schön brav im Himmel geblieben ist. Hab die Fahrtrichtung gewechselt, damit ich ihm direkt in die Augen sehen kann. Die Augenpartie wie auch der Kopf ist ähnlich, aber die Gestik und die Mimik komplett anders. Der jetzt kommt ziemlich verschlammt rüber, mein Verflossener war so ziemlich das Gegenteil. Der einzige angenehme Mitfahrende ist der ca. 40-jährige, asiatisch-aussehende meist schlafende Mann neben mir. Der find ich ganz ok. Oha jetzt geben sich gerade 2 ca. 18 jährige Hühner ein gegenseitiges Lachkonzert. Denn der einen stehen 4 Haare zu Berge. Ja ein Grund in das I-phone zu blicken und den Horror sofort zu bändigen mit einer immer in der Handtasche mitführenden Haarbürste.

Mein Arbeitstag war ok, aber meine Gefühle werden stetig komischer. Meine Chefin ist in der letzten Zeit sehr kurzangebunden zu mir. Ich habe das Gefühl ich nerve sie. Dazu kommen mein wieder aufkeimendes Feuer, meine Kräfte und Impulse, welche ich noch nicht ausleben darf. Es ist der falsche Beruf und der falsche Moment für solche Gefühle. Für wenn es los geht brauche ich einfach noch mehr Wissen und Fitness. Wie gesagt Ungeduldige ist mein 3. Vorname. Ich hoffe die Gefühle am Arbeitsort werden wieder besser. Ich gebe mir stetig Mühe mich unauffällig und angenehm unter all diesen Frauen zu verhalten. Was mir dieses Mal nicht schwer fällt. Denn es sind wirklich gute und liebe Menschen. Hab nicht das Gefühl, dass ich mich daneben benommen habe, auch nicht bei meiner Chefin, daher hoffe ich, dass sie einfach sehr gestresst ist im Moment und sich daher so verhält.

Nun ist viertelnach 10. Gehe jetzt duschen und meine Rüeblis versorgen und dann ab ins Bett. Ach noch was. Ich probierte vorhin meine Nähmaschine zu bedienen. Aber ohne Namen finde ich dieses Highlight absolut ehrenlos. Daher werde ich sie erst benützen, wenn sie den perfekten Namen erhalten hat.

2 Kommentare:

  1. Warum gibt es in einer S-Bahn nichts zu essen?

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  2. Weil; bis das die Menschen,- welche eine länger Leitung haben,- es gemerkt haben, schon Endstation wäre.

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