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Mittwoch, 2. Februar 2011

2. Februar 2011

Einen überaus wunderschönen Guten Morgen, ach du aller liebster vermisster und einmaliger Morgen, seit 24 Stunden habe ich dich vermisst und endlich bist du da. Wie mein Herz hoch in die Lüfte springt und mein Muskeltonus sich zusammen zieht ist unwahrscheinlich. Das Angespannt sein und die wahnsinnige Vorfreude auf jeden Morgen wenn der Wecker läutet und du wieder da bist ist unbeschreiblich, einfach vorzüglich. Schön, dass es dich gibt. Die Zeit mit dir ist einfach viel zu kurz. Ich plange die nächsten 24 Stunden auf dich und kann es kaum erwarten. Du einzig wahres Glück in meinem Leben. Bis Morgen.

*Ein eventluell Schriftzug eines manisch gestörtem Morgenfreuender.

Der Zug nach Basel fährt wie sonst üblich mit 40 Sekunden verspätet! Nur zum sagen!!!(ich bin immer noch stinkig auf die SBB)!!!

Gestern Abend hab ich doch noch alles Gewollte geschafft. Boden geputzt, kleines Küchenchaos beseitig und meine geliebten Rüeblis geknuffelt und sauber gemacht, den „Stinker“(Abfallsack) bereitgestellt ( Mittwochs ist Stinketag)und zum Schluss geduscht. Eigentlich wollte ich ja noch waschen, aber kann mir einer sagen, wie man ohne Waschmittel waschen soll? Ja dieses helle Licht empfing ich in der Waschküche mit meinen ungewaschen Kleider. Das Leben ist hart zu bekämpfen, vorallem wenn man ein Durcheinander=Chrüsimüsi ist.

Bin gespannt wie der Arbeitstag werden wird.

Geschafft und mit gemischten Gefühlen gehe ich nach Hause. Ich habe organisatorisch, architektisch und ablaufsmässig viel dazu gelernt. Die Hälfte meiner Arbeit bestand jedoch darin, Kinder etwas zu trinken zu bringen oder Betten wegzubringen. Ja ich bin sehr enttäuscht. Ich habe doch nicht 3 Jahre für nichts gelernt. Ausserdem kann doch jeder Selber sein Glas nicht auf sondern in die Spüle stellen,- zum Beispiel. Für solche Sachen gibt es keine Regel und es steht auch nirgends geschrieben, aber irgendwie liegt es bei meinen Arbeitskollegen in der Luft, dass natürlich ich für solches verantwortlich bin. Mir ist fast der Kragen geplatzt. Die Lernenden bei uns haben ein schönes und gutes Leben. Sie werden gefordert und werden kaum aufgefordert zu putzen oder etwas holen zu gehen. Ich fühle mich ziemlich minderwärtig und ein solches Gefühl ist für mich gar nicht gut. Ich bin manchmal wie ein gut gebautes Fass. Ich vermag viel, aber auch ein gutes Fass kann kippen. Wenn dies der Fall ist, kann ich sehr unangenehm werden. So wie ich andere Mitarbeiter schätze und ansehe, möchte ich auch behandelt werden. Und nochmals; ich habe 3 Jahre gelernt. Diese Ausbildung ist nicht gerade einfach und von Jahr zu Jahr wird vom Wissen her mehr abverlangt. Was sich jetzt einspielt im neuen Spital,- das weiss ich schon jetzt,- wird so bleiben. Denn es wird so als gut empfunden. Ich versteh schon, dass Leute entlastet werden müssen bis sie alle ihren Ablauf und ihre Materialien finden und spetitiv arbeiten können. ABER: Auch ich habe meine Arbeiten und sehe mich absolut nicht in der Küche am putzten. Sonst bin ich fehl am Platz. Dieser Spruch ist legendär und stimmt: „Gebe ich dir meinen Finger, nimmst du meinen Arm.“ So weit möchte ich nicht, dass es kommt. Sonst bin ich wieder unzufrieden. Unzufrieden im Beruf sein heisst; 70% Unzufriedenheit im Leben und das kann nicht gut enden. Daher; Elsbeth, erstelle einen Plan und erzieh die Leute durch die Blume. Mach den Mund auf und bleib nicht stehn. So nun geh ich nach Hause.

Zu etwas anderem: Im Bus vom Spital zum Bahnhof, musste ich wahnsinnig schmunzeln. 1.; sass ein 40-jähriger Mann,- evtl. heisst er Köbi,- im Bus, welcher ass. Oberhalb von ihm war ein Ess-Verbotsschild. Ja wenn man denkt, Köbi hält sich nicht an die Vorschriften der liegt absolut falsch. Die meisten Schweizer,-er ist einer von den Meisten,- steigen mit einem schüchternen Blick zu all den Menschen im Bus ein und dann wandert der Blick sofort wieder nach unten um einen freien Platz zu sehen. Beim Platz sitzend angekommen, schauen dann die Leute zum ersten Mal richtig umher und sehen erst dann, solche Schilder oder Menschen die sie kennen. Er aber nicht. Er nahm Platz und öffnete seinen Rucksack und nahm einen Gummibärchensack hervor. Er öffnete ihn genüsslich und ab da an waren Köbis Augen geschlossen. Ca. all Minute, Griff er wieder in den Sack und ass ein weiteres Gummibärchen. Das ganze Geschehen unternahm er mit einem zu tiefsten Genuss und tief geschlossenen Augen. Naja ich bin so ziemlich die erste welche sofort versteht, wenn jemand von Herzen Gummibärchen liebt. Aber muss Köbi das so offensichtlich und egoistisch zeigen? Im Gegensatz zu ihm habe ich nämlich meinen Tischnachbar im Zug gefragt, ob er auch welche möchte und das obwohl er Berner war. Ich seh, ich bin da zu schweizerisch. Schweizer sind; immer neutral, unauffällig, keine zeigende Freude und keinen zeigenden Hass, fremder Humor, Nettigkeit etc. wird nur bedingt zu gelassen. Nun, nicht dass ich das verkörpere im Gegenteil... J ... ABER: So sozial bin ich dann schon, dass ich mich mit meinem Gummibärchensack unauffällig verhalte.. natürlich auch ein klein wenig meinem Egoismus zu Liebe... .

1 Kommentar:

  1. Gummibärchen
    Zugegeben, ich habe meiner Lebtag noch nie ein solches Ding durch meinen Verdauungstrakt geschleust. Das hat sich heute geändert.
    Zugegeben, sie schmecken fein, diese Bärchen. Meine Bewertung: 5.5

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