3. Februar 2011
Gestern Abend sind noch ein paar Dinge passiert. (Am Besten ein Diagramm erstellen, für alle die, die es beim ersten Mal lesen nicht verstehen;). Vorgestern und Gestern versuchte ich meinen Dienst von Heute auf 8 Uhr Morgens zu tauschen, da meine Kollegin mich und meine andere Freundin zu ihr zum Nachtessen eingeladen hat (Weihnachtsgeschenk=5 Gang-MenüJ). Es war ein harter Kampf, dies durchzubringen, aber geklappt hat es. Sitze nun im pünktlichen 7 Uhr Zug Richtung Basel. Dann die sofortige Kehrtwendung Gestern Abend: „Sorry, es duet mer leid, ich chome erscht am Fritig zrog, de Kors hani chorzfreschtig chöne ha.“ Sie sitzt gerade in den Bergen fest. Ja das hat mich genervt. Jetzt rufe ich noch die andere Kollegin an welche aus Luzern kommt um zufragen, ob wir trotzdem etwas unternehmen wollen. Sie geht Morgen sowieso in Richtung Kanton Aargau. Würde mich freuen.
Gestern Abend habe ich wieder Mal gekocht. Nein, nein, hab danach keinen Toten gesehn! Es ist ein Gemüseeintopf entstanden ohne dazugewürfelte Finger oder sonstig Ähnlichem. Ich erörtere das, da ich vor ca. 2 Monaten an einem Mittwoch Abend die Messer geschliffen habe, mit meinem frisch gekauften Schleifbolzen. Am nächsten Abend probierte ich meine kleinen Töter an einem Blumenkohl aus. Sie haben es zu gut gemeint. Auf jeden Fall schnitt das Messer geradewegs in meine Hand, wobei ich danach für eine Woche eine Gipsschiene tragen durfte. Da war ich nicht Schuld dran!, die Messer meinten es einfach zu gut und ausserdem haben die schon lange kein Fleisch mehr gesehn, daher war ich nur wenig böse und zeigte Verständnis.
Nun bin ich im Zug. 1 Stunde früher. Alles ist Dunkel(wie immer) und wenn ich Feierabend haben werde genauso. Wie schön. Auf den Zug bin ich gerannt und nun bin ich wie immer eine von diesen, welche aus dem Zug ins Nichts schaut und ein langes Gesicht zieht.
Arbeitstag vorbei und bin so was von guter Dinge nach Hause losgezogen. Ich konnte vielen heute helfen, hatte kluge Arbeiten und war viel am PC(am PC arbeite ich sehr gerne).
Am Nachmittag als ich meiner Kollegin schreiben wollte ob wir uns trotzdem sehen, kam geradewegs eine SMS, dass wir 3 einen anderen Tag ausmachen sollten. Nun gut jetzt bin ich auf dem Heimweg, gehe verlassen und alleine in meine Wohnung und freue mich auf einen weiteren in dieser Woche Alleine-Abend. Heute Abend finde ich es aber sehr gut alleine. So kann ich besser schwärmen. Meine 2 Jungs kommen nämlich im Fernsehen, heute ist doch Donnerstag. Bin bevor ich auf den Zug bin noch kurz einkaufen gegangen. Hatte wieder mal alles wahnsinnig im Griff. Zuerst vergesse ich das Hasenfutter, welches im hintersten Eck steht, dann gehe ich zur Kasse um dann zu bemerken, dass ich mein Wasser vergessen habe, welches neben dem Rüeblifutter steht. Dann gehe ich an den Früchten vorbei um dann zuerkenne, dass ich doch noch Joghurt nach Hause nehmen könnte. Ja dann laufe ich halt noch querfeldein die ganze Migros entlang. Auf den Zug hab ichs natürlich mit kitschigen 3 Minuten Überpünktlichkeit geschafft. Nun zu den schlechten Nachrichten; mein kleiner Bruder hat die Autoprüfung zum 2. Mal nicht geschafft. Er ist sehr entäuscht. Nach der Prüfung musste er an ein Vorstellungsgespräch; naja mit solchen Gefühlen nicht gerade der Hit. Erfahren habe ich das von meiner Mama, ihr ging es auch nicht gerade gut. Dies stimmte mich dann traurig. In diesem Moment wäre es schön einen Menschen,- welcher man in sein Herzen lassen kann,- zu haben. Manchmal weiss und fühle ich, dass ich zu fest alleine war und bin. Kaum jemand lasse ich an mich ran. Das habe ich mir selbst zuzuschreiben. Ich bin halt einfach faul. Alleine, finde ich, lebt sichs besser. Die einzige Rücksicht welche man haben muss; ist der Respekt für andere Mitmenschen. Man muss auf keine 2.-Termine schauen, kann schlafen so lange man will, kann schnauzig am Morgen sein, es stört niemand wenn man einen riesen Lärm am Morgen macht(da mir ständig etwas herunterfällt), kann anziehen was ich will, ohne dass sich neben mir jemand schämt, kann kochen und essen wies mir passt, kann die ganze Decke haben, darf schwarzhumorig und pesimistisch sein, meinen eigener Sarkasmus und Ironie hegen und pflegen und darf tun und lasse was ich will, keiner ist da und will mich ausbremsen. Dies ist mir so wahnsinnig wichtig meine Freiheiten zu haben, dass ich schlussendlich sage, alleine lebt sichs viel besser. Einzig und alleine beim Sonntag Morgen habe ich manchmal eine schüchterne Gefühlskrise. Bei jemand Geliebtem an diesem Morgen im Arm zu liegen und völlig verschlafen mit einem Lächeln im Gesicht einen guten Morgen zu wünschen das vermisse ich manchmal. Aber auch ein Sonntag Morgen ist nur von kurzer Dauer. Tja meine lieben Rüeblis, ihr wisst bestimmt was euch erwartet. Hab ich eigentlich schon mal von meinen 2 Plüschtieren erzählt? Ich denke nicht. 2 Stück liegen bei mir im Bett und es sollte niemand auf die Idee kommen, diese weg zu nehmen sonst fliegt er mit hohem Bogen, die sind nämlich heilig. Meinem „Müsli“,-welches ich seit meiner Geburt habe,- habe ich früher immer meine Sorgen berichtet. Mein „Ufpassi-Müüsli“ hat stehts in der Nacht auf mich aufgepasst. Diese Maus enthält eine Spieluhr. Sie trällert ein Ständchen, wenn man sie am Schwanz aufzieht. Meine Mama hat sie mir als ich etwa 3 Jahre alt war geschenkt. Früher hatte ich wahnsinnige Alpträume von Nacht zu Nacht. Mit diesem Plüschtier musste ich nicht mehr so Angst haben und belagerte das Bett meiner Eltern nur noch 2-3 Mal in der Woche. Die Träume damals waren fies. Viele Male konnte ich im Traum einfach nicht atmen, worauf ich selber auch nicht mehr atmete, wenn ich dann aufwachte ringte ich nach Atem und war ganz rot. Der 2. schlimmste Traum war, dass ich nicht weglaufen konnte. Ich erwachte immer dann, wenn mich der Verfolger auf der Seite des Rücken berührte, ich spürte das vielfach fast wie Wirklichkeit auf der Haut und beim aufwachen brennte es und hatte wie einen Druck auf der Haut. Heute träume ich auch noch sehr viel. Aber zum Glück nicht mehr so extrem wie früher. Das heutige Problem besteht darin, dass ich im Schlaf akrobatisch wahnsinnig begabt bin. Manchmal liege ich verdreht oder verkehrt im Bett. Zum Teil strample ich mit den Beinen und fahre so wie Velo. Wenn ich jemanden im Traum verschlage sollte sich jeder der sich mir nähert mit einer Kampfausrüstung begegnen, denn Vorsicht; ICH SCHLAGE AUS. Wenn nur eine Decke zur Verfügung ist, ist sie mir(auch wenn ich sie teilen möchte), jeden Morgen bin ich so eingemummelt, dass man kaum den Kopf noch sieht, die Decke ist rund um mich eingerollt. Mit mir ist im Schlaf nicht zu spassen!!! Und zum Schluss: Falls mich jemand anruft und ich am schlafen bin ja dann nehme ich natürlich das Telefon ab. Ob mit oder ohne Telefon, im Schlaf redet sichs am Besten. Wenn man mich am Telfon was fragt gebe ich so ziemlich wahrheitsgetreu Antwort. Wenn ein 9-mal-Kluger mit mir noch einen Termin ausmachen will, tut euch keinen Zwang an! Am nächsten Tag weiss ich eh nichts mehr, rein gar nichts! Also vergesst alle Liebeserklärungen, Lottogewinne oder Mutterschaftsbestätigungen. Wartet bis die Sonne scheint. Dann bin ich wieder für euch da. J
Der gebundene und der ungebundene Mensch beide beneiden sich gegenseitig.
AntwortenLöschenAbsolut korrekt!
AntwortenLöschen