5. Januar 2011
Heute ist Mittwoch. Suupa! Freue mich schon sehr auf die Salsastunde heute Abend. Ansonsten wird der Tag zu tun geben. Mittwochs kommen meist die HNO Ärzte und operieren. Also jede Menge Mandeln, Öhrchen etc.
Gestern Abend war ich wieder einmal mehr faul. Eigentlich sollte ich noch ein Abwasch beseitigen und bei meinen Rüeblis misten. Nöö ich träumte in der Gegend rum und machte Unwichtigkeiten,- leider sind dies meist viel interessantere Dinge, als Dinge die man könnte, müsste oder sollte. Da heute Abfalltag ist bin ich um 6 Uhr aufgestanden und hab dann doch noch kurz bei meinen Rüeblis Ordnung gemacht. Ein Anfang.
Übrigens: Anderes Thema. Man sieht in vielen Komödien und Trickfilmen, dass wenn man die Hände in die Steckdose hält, die Haare zu Berge stehen. Im Abteil gegenüber sitzt ein lebendiger Beweis. Die Wahrheit hat gesiegt und nicht die Bücher. Da können Menschen 10 Jahre studieren und auf ein Ergebnis kommen, dass der Mensch sterben würde, würde er es tun. Aber; ich glaube meist einem Mensch mehr welcher lebt, als einem Buch, dass nicht mal seine eigenen Seiten umblättern kann.
Sehr geehrter Herr Steckdose. Ich bedanke mich recht herzlich für Ihren Mut!
Geschafft! Feierabend. Sitze in einem Restaurant am Bahnhof und esse was. Muss noch etwas Geduld haben, bis die Salsastunde anfängt. Zuvor war ich beim Coiffeur. Ganze 20 Minuten. Ein Rekord!!! Ich lies mir sofort eine Kundenkarte geben und sicherte mich ab, dass ich das nächste Mal bei ihr Haare schneiden darf. Ich mag im Allgemeinen den Coiffeur nicht, die wollen immer unnötig reden(Themen bei denen ich keine Ahnung habe) und da ich viel zu nett bin, lächle ich auch immer schön brav und zeige Interesse. Wenn es um mein Leben, meine Ziele und meine Träume geht, bin ich die erste die das Maul aufreist, aber bis dahin habe ich wahnsinnige Nerven. Ich fand die Coiffeuse heute sehr sympathisch. Redete nicht viel, sagte was Sache ist und Punkt. Bei Tätigkeiten die mir nicht liegen, finde ich dies fantastisch.
Der Arbeitstag war heute anders als erwartet, sehr ruhig. Hatte einen richtiger „Schnuggibollen“. J
Salsastunde beendet. Mein Tanzpartner welcher mir die Tanzschule zur Verfügung gestellt hat, ist heute nicht gekommen. Ich hatte das Vergnügen mit dem Lehrer zu tanzen. Er hat einen speziell- quirligen und leicht dominanten Tanzstil. Ich find es toll mit ihm zu tanzen. Heute habe ich sogar einiges gelernt. Da ich im Ausgang früher immer getanzt habe ohne schulische Erfahrung, weiss ich nun so ziemlich alles im Einführungskurs an Figuren, Drehungen, Schritte, etc. Bei Kleinigkeiten auf welche man eigentlich Wert legen sollte, aber nicht darüber spricht, habe ich null Ahnung. Heute habe ich etwa 3 kleine aber wichtige Sachen gelernt, wobei ich schon nach ein paar Figuren gemerkt habe, dass es so viel besser ist. Tanzen bereitet mir wirklich richtig Freude. Ich merke jedes Mal mit welcher Freude ich hingehe und mit welcher Erleichterung ich gehe und mich dann wieder frisch und fröhlich fühle.
Als ich heute auf den Zug ging, musste ich noch kurz eine Kleinigkeit einkaufen gehen. Bei der Kasse angekommen, nahm der Verkäufer meine Lebensmittel mit einer wahnsinnigen Geschwindkeit und gab sie im System ein, wobei ICH nicht mal mehr mitkam, mein 20 Franken entnahm er mir so Flink aus der Hand wie ein Räuber. Mein Kommentar(da ich wieder mal nicht auf meinem Mund sitzten konnte): „Heieiei si sind denn aber schnäll!!!“ Er: „Joo kei Stress!“ Das letzte Wort nicht mal fertig gesprochen, lagen meine gekauften Artikel auf der Seite und darauf das Wechselgeld. Ein Blitzkasten wäre in Frühpension. Error! Jaja kein Stress. Ein Berner läge jetzt sicherlich mit einem stressbedingtem überreaktionellem Bewegungstrauma im Spital. „Dä armi Cheibe J“.
So flink wie dieser nette Verkäufer nimmt mir jeweils das Steueramt das Geld aus der Hand, allerdings ohne mir eine Gegenleistung auf den Ladentisch zu legen.
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