6. Januar 2011
Wieder mal auf dem Weg zur Arbeit. Heute durfte ich bis um halb 8 schlafen, aufgestanden bin ich um kurz vor 8. Ja das Leben ist manchmal quälend. Eigentlich stellte ich den Wecker so früh um zu duschen und noch ein paar Sachen zu verräumen. Um 8:32h fährt der Zug. Da ich 25 Minuten ein Kampf mit dem Wecker hatte und der Wecker gewonnen hat, war meine Stimmung auf dem Tiefpunkt. Es kam noch schlimmer: Das Duschen!!! Am Morgen duschen ist die grösste Qual überhaupt. Normalerweise gehe ich Abends duschen. Gestern war ich aber einfach müde. Zähneputzen und ab. Nicht mal fürs Fernsehschlafen hats gereicht und das heisst etwas. Nun die Sachen habe ich am Morgen dann im Eiltemp und grösster Verachtung verräumt. Zum Glück habe ich meine Rüeblis, die stellen mich wieder auf und so bin ich dann als ganz normaler Morgenmuffel auf den Zug gerannt. Also schlussendlich ein ganz normaler Morgen.
Bin auf dem Heimweg. Nun der Tag war einfach sehr speziell. 1. Streng, 2. Unüberblickbar, 3. Desorientiert. Meine Arbeit begann um 10 Uhr, um 12 hatte ich den ersten Patient. Bis dahin half ich beim Drumherum. Betten, Kärtchen schreiben, neu Einteilen. Zu meinem Entsetzten war es in Nullkommanichts 12 Uhr. Konnte kaum ein Kind (von 2) fertig machen und schon musste ich an einen Kurs. Zum Kurs: Der arme PC-Heini. Er musste uns das neue Bestellsystem vom Labor vermitteln. Glaubt mir nach so einer einfühlsamen und geduldigen Erklärung hätte ein Kind sogar alles im Griff... wenn nur die hochstudierten und selbst ernannten überqualifizierten Ärzte nicht wären. Der PC-Heini, ich nenne ihn ab sofort Max(ist viel kürzer,- und passt überhaupt nicht zu ihm, da er ein junger Mann, etwa 25 Jahre, um die 185 gross und schlank ist), erklärte sehr ruhig das Ganze. Immer wieder wollte er wissen ob jemand Fragen hätte. Nach einer geschlagen Stunde und 20 Minuten streckte ein oberkluger um die 50 Jahre alter Mann auf und meinte, er wolle mit ihm das ganze Bestellen vom Aufstarten des Programmes, bis zum abschicken alles nochmals repetieren, da er bis jetzt kaum etwas verstanden habe! HALLO??? Ein Berner hätte sich sogar nicht auf einer Autobahn gefühlt! Tja, Bücher können auch Leute dazu bringen keine Seite mehr umzuschlagen und stehen zu bleiben. Der arme Max. Später streckte ein werter Herr Doktor auf und wollte fragen, ob wir auch mal Pause haben. Was macht Max? Er war ganz ruhig, respektvoll und freundlich und gab Antwort. Meine Herren; bei mir wären Tische und Stühle geflogen. Die ganze Zeit schnatterten die Zuhörer untereinander, Handys klingelten etc. Wo bitte bleibt der nötige Respekt???? Glaubt ihr Max hätte es Freude bereitet dort vorne zu stehen und das Ganze zu erzählen??? Ich glaube nicht! Und nicht einmal das lies er sich anmerken. Nein, er erklärte ganz ruhig weiter, dass wenn man auf ein Kästchen klickt, dass dies ausgewählt wird. Drückt man nochmals darauf, wird es wieder abgewählt. Ja der Max war der Held vom Tag.
Bin fast zu Hause und gehe dann direkt mit meiner Nachbarin Chinesisch essen. Hab wieder mal „mortz“ Hunger.
Mit dickem Bauch geht’s ab ins Bett. So schläfts sich am Besten. Gute Nacht.
Ja, ja diesen Max
AntwortenLöschenden gibt es nur tags
im nächtlichen Traum
erscheint er wohl kaum