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Samstag, 12. Februar 2011

Isch bin in Lausanne!

12. Februar 2011

Es ist 20 nach 9 Uhr am Abend. Ich sitze gerade im Zug Richtung Lausanne. Was ich dort mache? Ich geh in ein Hotel übernachten. Warum? Kennt ihr das Wort Hobby nicht? Nein?= Selber Schuld. Ja?= Elsbeth muss sofort in die Klapse. Jaja ist mir schon bewusst. Ich liebe halt das rumreisen. Auch wenns nur in der Schweiz ist. Es ist doch fast an der Grenze. Nach den Flugzeugen welche ich Liebe, liebe ich Hotels. Nun gehe ich in das Nash Carlton Hotel in Lausanne. Als ich vor einiger Zeit bei meinem Expo-Papi war, habe ich kurz auch wenns dunkel war, ein klein wenig von der Stadt Lausanne mitbekommen. Was ich gesehen habe, gefiel mir und daher will ich kurz in das Leben von Lausanne einhauchen. Dort angekommen, werde ich kurz meine Sachen verräumen und gehe dann in die Bar/Lounge. Dies mache ich immer. Dort schreibe ich viel und geniesse einen Drink. Dies ist für mich Entspannung. Das Einzige was mir gerade ein wenig fehlt sind meine 2 Rüeblis. Ansonsten lasse ich immer wieder gerne alles zurück. Ein Sprichwort sagt: „Lass einen Menschen ziehen, kommt er wieder, hat du einen Platz in seinem Herzen. Meine Lieben wissen, dass ich sie niemals verlassen würde und sicherlich nie, nie mehr zurückkommen würde. Natürlich weiss ich wer meine Familie und Freunde sind und das diese sehr wichtig sind, aber dieses Sprichwort trifft genau auf mich zu. Fühle ich mich wohl, verspüre ich den Drang, weg zu gehen und mit Freude wieder zu kommen. Ich denke, wenn ich den perfekten Mann gefunden hätte, hätte er es nicht einfach mit mir, sicher nicht aus dem Grund weil ich nicht ungeschminkt aus dem Haus gehen kann(bevorzuge ungeschminkt am Morgen früh, geht eben schneller!). Eher daher, dass ich in meinem Leben so extrem koordiniert bin, genau weiss welchen Weg ich gehe und für mich selber übermässig spontan bin. Wenn sich dann die Liebe in den Weg stellt und mir einen Strich durch die Rechnung macht, ist das am Anfang in Ordnung, merke ich aber, dass ich mein Leben nicht mehr so leben kann mit der Zeit, nicht mehr auf mein Herz hören kann, wenn es mal wieder ausbrechen will, werde ich sehr unzufrieden. Da ich niemanden verletzten möchte, gebe ich mir dann immer alle akrobatische Mühe, dass es dann trotzdem passt, um zuletzt vor dem Schrebenhaufen zu stehen und zu sehen, dass ich das gar nicht mehr war. Daher lieber kein Mann. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass ein Mensch so viel Grösse zeigen kann und mich ziehen lässt, mich mit all meinen Macken, nehmen kann so wie ich bin und schon gar nicht, dass ein Mensch mit mir teilweise meine Hobbies teilt. Wer gibt denn gerne schon für gerade Mal 1 Nacht eine Menge Geld für ein Hotel aus, für so ziemlich nichts.., wer findet Flugzeuge genau so toll? Wer geniesst mit mir die Flohmärkte auf der ganzen Welt und wer hasst frühe Mörgen genauso wie ich und verstellt sich nicht, sondern zeigt es geradewegs, dass das nicht seine Stunden sind, wobei man mit ihm nicht reden soll. Und doch wenn ich sage, nein lieber keinen Mann, lässt es mich letztlich doch nicht ganz in Ruhe. Vor allem seit dem Suizidtot verstecke ich mich hinter mir selbst und gebe mir alle Mühe, dass man mich nicht noch mehr verletzt. Vor einigen Monaten war Schluss mit meinem damaligen Freund, welcher ich über 2 Jahre hatte. Ich weinte bitterlich am Telefon, als er mir dies am Apparat bekannt gab, danach rief ich meine Kollegin und weinte auch dort. Ganze 20 Minuten. Nein bestimmt nicht wegen dem verlohrenen Mann, ich war froh, hatte ich ihn nicht mehr. Ich weinte um das Gefühl, welches man nicht mehr haben kann wenn man erwacht am Morgen und an jemanden denken darf, wenn man sich über etwas Freud oder wenn man traurig ist. Dass jemand da ist, welcher mit dir dein Glück, Erfolg oder Traurigkeit teilt ist einfach schön. Es machts halt irgendwie einfacher. Nach 20 Minuten, „gigeleten“ wir wieder. Kein Druck mehr, wieder frei sein. Niemand der sich in den Weg stellt. Das war das erste und letzte Mal, dass ich um ihn oder besser gesagt um die schönen Gefühle weinen musste.

Ich musste einmal in Biel umsteigen. Bis dort war es eine mehr oder weniger Horrorfahrt. 2 ca. 20 Jährige Zürcherinnen sassen hinter mir. Ein furchtbares Gelächter die ganze Zeit. „Düend nÖÖd bitte,“ waren meine Gedanken. Über so depperte Themen haben die 2 Gesprochen, dass dies ansteckend war. Ich überlegte mir, wie man am Besten ihr Gelächter beschreiben kann. Mein Ergebnis: Sie lachen wie Frösche. Fröschen quaken, wenn man dieses Quaken schneller und immer wieder wiederholt, die Tonlage etwas verstellt, hat man die ZH(Zwenig-Herni)-Frauen. Dann bin ich in Biel in meinen Anschlusszug nach Lausanne eingestiegen. Am Abend spät, begebe ich mich gerne in das unbediente Zugsrestaurant. Meistens ist so gut wie niemand drin und dort lässt sichs wunderbar schreiben. Und was passiert? Die dummen Frösche laufen natürlich durchs Restaurant und haben das Gefühl sie müssen vor mich hinsitzen. Eigentlich sollte ich nun auch so doof lachen, wie ein Sau zum Beispiel. Bei meiner Aussprache beim Lachen könnte ich noch etwas Spucke benötigen, mal schauen ob sich das Gelächter der Frösche erledigen würde und ob sie wenigstens einmal auf ihr Mund sitzen. Prozentual wäre es doch 100% möglich, mit einem solch grossen Mund wie die Zürcher haben.

Nun ist es 2 Uhr Morgens. Ich bin nicht in die Bar gegangen, sondern habe mich geradewegs in Zimmer verschanzt, habe ein Bad genossen und siehe nun Fern. Ich mag baden eigentlich überhaupt nicht. Im Alltag ist duschen viel bequemer, weil es schneller geht. Wenn ich bade dann nur im Hotel. Das letzte Mal als ich badete, war im Grand Hotel Eden in Lugano. Dieses Hotel war grossartig und kostspielig. Ich hatte Seesicht vom Zimmer aus. Die Sonne weckte mich am Morgen. Ich kam mir vor wie im Traum. Ich gehe nur in Hotels, welche ein Flair von alten Tagen haben. Hohe Wände mit Stuck. Wunderschöne Krohnläuchter, ein Ambiente aus den Jahren 1900. Ich liebe im allgemeinen einfach die ältern Sachen. Daher auch die Flohmärkte, alte Gebäude etc. Ich möchte unbedingt nach Basel ziehen, bin aber noch nicht über meine Traumwohnung gestolpert. Meine Traumwohnung sieht in etwa so aus:

->Knacksende Böden

->Hohe Wände mit Stuck

->Die Duschkabine ist in der Küche

->Ein Quadratmeter WC, welches ich hellblau bestreichen könnte.

->Wenn ich Milionär wäre Morgen, würde ich das ganze mit Rheinblick geniessen.

->Einen Balkon für meine Rüeblis

->Wunderschöne Vergoldete Spiegel(ich liebe Spiegel, nicht um mich den ganzen Tag zu bestaunen, sonder weil ich Spiegel sehe wie Bilder)

Ja das wäre mein Traum.

Noch zu Gestern Abend im Ausgang. 1. Hatte ich wieder mal Kopfschmerzen wobei ich merkte, ein weiteres Mal sagt mein Virus alias J.P. Love guten Tag. Weiter kannte ich nicht viele Leute und wenn waren die immer am Tanzen. Ich sass einfach da. Ein einziges Mal habe ich getanzt. Mehr nicht. War nicht ein schöner Abend. Danach ging ich zu meiner Kollegin nach Zofingen und schlief bei ihr. Am nächsten Morgen nach 5.5 Stunden Schlaf, ging ich wieder auf den Zug. Meine Kollegin war so herzig. Hat extra den Wecker gestellt und kam mich wecken. Daher gab ich mir alle Mühe, nett zu sein am Morgen früh.

Mit dem Zug ging es wieder zurück nach Hause, wobei ich zuerst noch meine Nägel machen liess. 2 Stunden sass ich da. Das war nervenaufreibend. Aber ich muss sagen ich bin sehr zufrieden. Ich lasse meine Nägel wirklich in Ruhe und auch die Häutchen aussenrum. Ich hoffe das bleibt so. Eine Praktikantin machte mir meine Nägel. Sie kommt von Afrika und war höchst bemüht, es perfekt zu machen. Dies war wirklich toll. Auch als Mensch mag ich sie. Sie hat 2 Kinder und ist freundlich und offen. Ein eher ruhiger Mensch. Ich werde sie sicher wieder besuchen.

Über meine viel redende Coiffeusse in Basel habe ich mir auch Gedanken gemacht. Ich denke ich ertrag es auch ein weiteres Mal sie aufzusuchen und meine Haare schneiden zu lassen. Irgendwie ist sie herzig. Trotz dem vielen Geschwafel. Sie freut sich, wenn sie auch mal was von sich erzählen kann. J

Nun gehe ich schlafen. Morgen um 9 Uhr wieder aufstehen mit zu wenig Schlaf. Dann Frühstücke ich, gehe noch kurz an den See und dann zurück, direkt zu meiner Familie.

Gute Nacht.

Übrigens: Herr Zwerg welcher immer sehr erfreuliche und kluge Kommentare schreibt, möchte ich loben. Ich konnte Faulenzen nie in geeignete Worte fassen, er hat es geschafft. Faulenzen macht wirklich nur Spass, wenn man eigentlich jede Menge Arbeit hätte. Besten Dank dafür.

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