Mittwoch, 13. April 2011
Heute war der schönste Ferientag auf meiner gesammten Reise! Nun gut, eigentlich fing er ziemlich mies an. Ich verschlief und blieb bis um 9:45 Uhr unter der Decke, der Wecker muss ich anscheinend abgestellt haben, ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern. Als ich dies merkte, hatte ich noch genau 15 Minuten Zeit um unten zu frühstücken. Elsbethina kennt da nichts. Ich hüpfte ins Wc, kurz Wasser ins Gesicht Haare zusammen stecken und nach unten springen. Sie mussten ab mir lachen. „My sleep was to deep.“ Kein Problem hiess es und so konnte ich mich doch noch an einem „continental breakfast“ beteiligen. Zusätzlich gab es Süssgebäckgipfeli. Ich verschlang geradewegs 2 Stück davon. Ja beim Morgenessen bin ich wie ein Bagger. Nach meiner Baggerinitiative ging ich mit vollem Bauch in mein Zimmer und verzierte mich wie all morgentlich so, dass man mich erkennt.
Dann ging es nach Camogli,- eine Nachbars“stadt“. Dort soll ein Markt(ein Stadtmarkt wie wir es in der Schweiz kennen) sein. Meine Güte ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal so was Schönes gesehen habe. Es ist eine typische Elsbethina Stadt, winzig, viele Farben, ein warmes, quirliges, ruhiges und fröhliches Städtchen. Das Meer und die gelbe Burg neben an, rundet das Ganze dann noch perfekt ab! Es war einfach traumhaft! Nach dem lustigen, aber auch teuren Markt ging ich dann Richtung Meer und ass meine ersten italienischen Erdbeeren. Die waren fein, so wie wir sie im Sommer in der Schweiz essen. Süsse Erdbeeren im Frühling...daran hätte ich mich auch im Nu gewöhnt! J
Das Wetter war heute wunderbar. Der erste Tag welcher so warm war mit 25 Grad und es war einfach nur sonnig. Die vielen Farben hier von den Häusern, der Natur und dem Meer kommen mit der scheinenden Sonne noch viel mehr zur Geltung. Danke Petrus!
Danach ging ich wieder zurück nach Santa Margherita. Ich zog mich um und machte mich auf einen 20 minütigen Fussmarsch auf. Ich wollte an den Strand in einem kleinen Nebendörfchen, welcher,- so sagte man mir im Hotel,- wunderschön sei. Das war er!!!! Durch mein verschlafen konnte ich leider nicht mehr stundenlang am Meer liegen und das Pracht Wetter geniessen welches wir heute hatten, aber für gute 2 Stunden reichte es dann doch noch.
Zurück lief ich natürlich auch bei einem so schönen Sonnenuntergang. Beim Hotel angekommen wollte ich mir eine Take-away Pizza holen. So fragte ich wo es die beste Take-Away Pizza gab. Nicht weit von meinem Hotel entfernt, also machte ich mich auf die Socken. In der richtigen Strasse sah ich die Pizzeria nicht sofort und so stand ich einen Moment lang verwirrt da und wurde sofort angesprochen. Auf Englisch! „Ob ich Hilfe brauche!?!“,- fragte man mich. Ihr hättet meinen Gesichtsausdruck sehen sollen. War ich erstaunt. Eine Italienerin sprach mich an und dann noch auf Englisch. Ja ich merkte, dass ich immer noch in einem Kulturschock nach Napoli stecken musste. Die meisten Leute sprechen hier Englisch. Wie nett, aber eigentlich kann ich mittlerweile einige Fragen und Sätze bilden und auch richtig aussprechen!, das Problem ist,- bis ich aussprechen konnte was ich möchte, fragen sie mich bereits schon ob ich Englisch spreche! Natürlich geht das schneller! Aber hey!!!! Es geht alles ein wenig langsamer diese Woche, schliesslich habe ich Ferien.
Zurück zu meiner Take-away Pizza. Ich fand meine Pizzeria und stand in einem kleinen familiären Restaurant mit (selbstverständlichem) Steinofen. Die Mama war beim Telefon und nahm die Bestellung auf. Papa machte nach Notiz seiner Ehefrau die Pizzas und die 2 Söhne kurierten die Pizzas zum jeweiligen angegebenen Ort aus. Ich bestellte meine Pizza auf italienisch, plus zusätzlich Zwiebeln. Und es endete imfall nicht in einem Desaster! Ich bekam meine Pizza genau so wie ich sie bestellt hatte. Da sie gerade an einer Grossbestellung waren, musste ich einen Moment warten. Plötzlich fragte mich die Mama auf Englisch ob ich bezahlen wollte! Am liebsten hätte ich so getan, dass ich kein Wort verstanden habe. Hee, wenn sie mich auf Italienisch gefragt hätte wegen dem Zahlen, hätte ich das genauso verstanden, denn zahlen heisst signora e signore; pagare! Claro?
Was ich sonst noch über Santa Margherita berichten kann: (Ich habe oben schon viel erwähnt.) Zusammengefasst:
Santa Margherita ist:
-ein Städtchen so gross wie das Städtchen Sursee.
-Die Mentalität ist typisch italienisch,- also tutto bene.
- Es ist alles schlicht und klein gehalten, aber das ist das Flair der Stadt. Sehr angenehm.
-Es ist eine teure Stadt, wobei sehr viele der oberen Mittelklasse Ferien machen. Die Einwohner haben ein, denke ich, normales Einkommen um gut über die Runden zu kommen. Die Häuser sind von der Fassade her schon eher runtergekommen, aber sie haben Pflanzen auf den Balkonen. Meine Theorie dazu: Ein Mensch der Arm ist, ziert nicht noch dutzende Jahreszeit-Pflanzen, welche am Ende des Frühling oder Herbst verblühen. Wenn dann eher noch „Baum“-pflanzen, welche bestehend sind. Auf den Balkonen sind einige blühende Pflanzen vorzufinden. Also geht es ihnen nicht schlecht. Ich habe bis jetzt 2 Bettler gesehen.
-Es ist eine persönlich-familiäre Stadt. Man kennt sich untereinander.
-Die Stadt lebt vom Tourismus und der Fischerei
-Die Strände sind eher steinig, aber es gibt einige Sandstrände.
-Es ist eine Sommer-Touristenstadt. Viele Strandbars, Badi`s werden zur Zeit vorbereitet für den Sommer, wenn die Touristen für Badeferien kommen.
-Das Meerwasser war noch etwas kalt. Niemand ging baden. Elsbethina streckte ihre Beine mal rein, wobei ein älteres Ehepärchen mich ansprach und meinte ich soll aufpassen es sei noch sehr kalt. Wahrscheinlich meinten sie wegen den Muskelkrämpfen. Ich wäre rein gegangen, aber sie beobachteten mich.. die machten sich tatsächlich Sorgen. So ging ich auf mein Badetuch zurück und liess meine Haut an der Sonne brutzeln. Das war wohl nix L.
Dieser Tag war nach meiner super Pizza perfekt. Ach übrigens! Auch die war nicht vorgeschnitten. Bei der Rezeption fragte ich daher freundlich nach einem Messer und bekam natürlich eines inklusiv ein Paar Servietten, als hätte sie mich gekannt (auch ohne PA-Sackmesser eines Ada gings!) Ich liebe Essen, das einzige Problemo besteht darin, dass ich auch dort ein riesen Chrüsimüsi bin. Es ist schon fast Standart ein wunderschön, weisses Tischtuch zu versauen, nicht schön zu essen, das Besteck zum fliegen zu bewegen etc. etc. etc. Danke für die Servietten, ich konnte sie gebrauchen.
Überglücklich schrieb ich hier weiter am Abend, schaute Fernseh und genoss es in vollen Zügen.
Ja ich hatte tatsächlich Ferien, war abseits von allem, mein Natel hatte keinen Empfang(ach wie Schade) und konnte alles machen was ich wollte und genoss es dementsprechend. Die Ruhe tat so gut.
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