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Montag, 18. April 2011

My personality is backckckckck!!!!

Donnerstag, 14. April 2011

Um 00.03 war ich noch wach und schaute Fern. Da kam mir in den Sinn: Oha Elsbethina; es geht ab sofort nur noch 65 Jahre, dann ist es aus mit dir. So sang ich mit voller Lunge ein Geburtstagsliedchen für mich und war froh, war es das einzige was ich hören musste(dachte ich). Es war mein erster Bootztag, welcher ich nicht Zuhause bei der Familie verbrachte. Böse war ich bestimmt nicht. Da mein Natel hier auch keinen Empfang hat, habe ich bestimmt eine wunderbare Ruhe, so wie in den letzten Tagen. Es kann ein ganz normaler Tag wie jeder andere zum geniessen sein. Mit diesem Gefühl schlief ich dann kurze Zeit später ein.

Um 8 Uhr piepste mein Wecker, machte mich startklar und begab mich in den Frühstücksraum. Butter, Konfi, 2 Brötchen, Müesli, Apfel, 2 Süssteiggipfeli und ein feiner Saft waren mein Morgenessen. Beim Essenholen, sprach mich ein Mann vom Hotel an und frage ob ich im Zimmer 108 wohne. Oh-oh ich hatte sofort ein ungutes Gefühl und dachte es habe jemand reklamiert, da ich im Zimmer etwas lauter Musik gehört habe(mein Laptop ist aber nicht gerade extrem laut),- bei Frank Sinatra, James Brown und/oder auch Donna Summer(und noch viiielen anderen) muss man doch einfach lauter Musik hören, nicht? Ich tanzte mich bis heute in meinen Ferien immer so wach...hot, hot, hot stuuuff...mmmmmmyyyyy wayyyyy.... i feel good, schalalalalalala... . Ja wer kann denn da bitte schön ruhig sitzen??? Ich bestimmt nicht. Auf seine Frage ob ich Zimmer 108 sei, meinte ich leicht irritiert: „ I think so...“. Auf das er mir zu meinem Geburtstag alles Gute wünscht, wäre ich im Leben nie gekommen. Auf die eine Seite war das ja schön, ich freute mich und so,- alles gut, aber ich wäre bestimmt niemandem böse gewesen, wenn da einfach nichts gewesen wäre. Es reicht doch durchaus, wenn ich der Alleinwissende bin.

Zu heute: Das Wetter war heute richtig mies. Es regnete und war einfach nur „wüescht“. Ich begab mich nach Rapollo am Morgen, da dort ein Markt war. Ich fuhr mit dem Bus hin(zu Fuss wären es etwa 20 Minuten), weil das Wetter am Morgen schon bewölkt war und hinter den Hügeln richtig schwarze Wolken zu sehen waren, so war es unsicher wie lange das es noch halten könnte und wie viel Zeit ich noch hätte zum „schneugge“. Genau 30 Minuten konnte ich den Markt geniessen, bevor es stürmte was das Zeug hielt. Windböhen, schwarzer Himmel, Donner, Blitze und riiiesen Regentropfen waren die Folge. Ich stellte mich daraufhin zum Meer, wurde zwar etwas mehr nass als die welche unter einem Dach standen und sah dem Meer zu und dem Sturm. Ein richtiges Gewitter kann wunderschön sein, noch mehr am Meer, wie ich feststellen konnte. Als sich die schwarzen Wolken wegzogen und es nur noch regnete, ging ich zur Busstation zurück und wartete auf den Bus. Eine Nonna mit ihren 2 Enkeln wartete auch. Sie sprach ein schönes britisches(aber nicht ganz so breites) Englisch. Plötzlich krachte es. Ein Rollerfahrer fiel an den Boden und der Roller, welcher am Boden weiter schliff zog die Frau einfach mit. Bevor überhaupt eine Autotür aufging war Elsbethina am rennen was das Zeug hielt. Keine Ahnung, aber das ist bei mir reflexartig. Da muss was gehen, also los. Ich rannte zur Verletzten, stellte den Roller auf und holte sie hervor. Mit einer anderen Person trugen wir sie weg von der Strasse. Danach stellten wir den Roller auf die Seite, so dass der Verkehr weitergehen konnte. Die Ambulanz wurde gerufen und ich ging wieder. Sie stand unter Schock, war aber stabil und ansprechbar. Gott sei Dank sind die Italiener etwas vernünftiger und tragen einen Helm. Wieder bei meiner Bushaltestelle angekommen, redete die Frau plötzlich ein perfektes Italienisch und wollte von mir wissen ob es ihr gut gehe. Nun ja ich gab ihr eine kurze Antwort so gut es ging auf Italienisch, woraufhin sie wieder Englisch sprach und meinte, dass das anscheinend nochmals gut gegangen wäre und woher ich komme. Switzerland. Sie viel aus allen Wolken und hatte riesen Freude. Sofort erzählte sie mir, dass sie von Genf kommt und redete plötzlich unaufgefordert ein schönes Französisch. Ich gab ihr dann auf Franzöisch eine Antwort und sagte im gleichen Atemzug, dass Englisch besser zum Sprechen sei. So kamen wir ins Gespräch. Eine Frau wo mein Vorbild hätte sein können.

Ein ca. 70-jährige Frau mit roten Haaren und einer Hornbrille. Sah sehr crazy and funny aus. Sie, gebürtige Genferin, lebte schon in jeglichen Orten der Welt: Australien, England, Amerika, Italien, um kurz einige zu nennen. Sie heiratete einen Italiener mit dem sie Familie hat und um die Welt zog. Der daraus entstandene Sohn lebt nun in England und hat 2 Kinder die 2 Mädchen waren in diesen Tagen bei ihrer Nonna zu Besuch. Eine ca. 4 und 7 Jährige. 2 Herzige. Die 7 jährige wollte meinen Namen wissen und machte mir ein Kompliment für meine schöne Brille. J Das ging natürlich runter wie Öl. Wir redeten über die Mentalitäten, das Essen und und und. Schlussendlich meinte sie, dass mein Englisch aber recht gut sei. Oha da war meine „Personality“ wieder komplett hergestellt. Diese 2 Schnederhexen welche mir in Napoli sagten mein Englisch sei aber auch nicht gerade gut, waren nun definitiv unter dem Tisch. Meine grammatischen Sätze sind teilweise nicht gerade der Hit, aber ich kann mich sehr gut verständigen und verstehe sehr viel. Englisch macht mir Spass. Nach dieser schönen aber kurzen Bekanntschaft, machte ich mich auf die Suche zum Restaurant Alfredo. Die Nonna gab mir den Tipp dort super Pasta zu bekommen.

Dort angekommen, stellt euch vor, bestellte ich alles auf Italienisch und bekam genau das was ich bestellt hatte

1 Salata mista

1 Portione Spaghetti di Bolognese

e 1 Aqua (frizzante)

Der Salat war frisch und gut. Nun mal eine Frage; dass man bei einer Pfeffermühle drehen muss damit geriebener Pfeffer rauskommen ist mir klar, aber hat dieses Vorgehen schon mal einer bei Salz gesehen? Ich nicht. Beim Salat, nahm ich das Salz zum würzen und gab ohne die Salzdose zu drehen einfach mal ein Paar Briesen in meinen Teller dazu. 10 Sekunden später stand die Bedienung auf der Matte, welche Freude an meinem Versuchsitalienisch hatte und zeigte mir, dass man den Salzbehälter auch drehen kann. Mann war das peinlich. Die Spaghetti kamen und Elsbethina wurde zufrieden mehr als satt. Mamas Saghetti Bolognese sind schon die Besten, aber Alfredo war „mamma mia“ auch nicht von schlechten Eltern. Zufrieden lief ich zu meinem Hotel und hielt Siesta. Die kleinen Familienläden, welche es hier überall gibt, haben meistens von 13-15:00 Uhr geschlossen.

Bevor ich ins Hotel kam, kaufte ich mir zum ersten Mal ein richtiges Eis(ich habe zuvor schon auch Eis gegessen aber eben nur so Zeug aus dem Tiefkühler welches ich noch nicht kannte J). Schokolade sollte es sein. Mit meiner noch nie so fein gegessener Schokoladenglace, lief ich dann Richtung Hotel zurück. Der Wind war wahnsinnig bissig, so dass mein Schal in alle Richtungen flatterte und er natürlich irgendwann in meinem Eis landete. Ja suuper jetzt hatte ich einen braun-gepünktelten blauen Schal.

So kam ich dann in das Hotel rein gelaufen und bekam ein Geburtstagsständchen vom Hotelpersonal vorgesungen. Dass ich rot anlief muss ich ja wohl kaum erwähnen.

Im Zimmer waschte ich meinen Schal aus und blieb etwas auf dem Bett liegen. War von dem vielen Essen müde geworden.

Um halb 4 Uhr nachmittags ging ich dann trotz schlechtem Wetter nochmals raus und kaufte Postkarten ein. Mit diesen setzte ich mich in ein Restaurant und schrieb. Dazu bestellte ich eine heisse Schokolade mit Schlagsahne welche 6 Euro kostete. Warum ich so viel Geld für so was ausgab? Keine Ahnung, ich dachte mir einfach, dass da noch ein Special-Effect kommen musste bei einem solchen Preis. Es ist im Allgemeinen eine sehr teure Stadt aber 6 Euro ist ja wohl mehr als teuer. Enttäuscht wurde ich nicht. Meine Güte. Eine 2 dl Tasse mit feiner (italienischer Art) heisser Schokolade drin und einem riesen Turm voll Schlagsahne oben drauf. Eigentlich bin ich nicht so der Schlagsahne-Freund aber die war sooo lecker. Nicht so fluffig wie man sie sonst kennt sondern viel „härter“. Dazu streusselten sie noch jede Menge Schokopulver drauf und ich Zucker hinterher. Mann war das lecka!

Postkarten zu schreiben macht mir eine Menge Spass, habe so um die 8 verschickt. Bei jeder steht irgendwas anderes verkehrtes darauf. Um die 2 Stunden sass ich an diesen und so verging dieser Nachmittag im Nu und ich konnte es trotz schlechtem Wetter geniessen.

Mehr kann ich zu diesem Tag nicht sagen. Auch der war trotz schlechtem Wetter durch viele Erlebnisse toll.

Morgen ist Abreisetag. 3 Mal umsteigen. Das ist Nervenkitzel pur, denn auf die italienische Bahn ist nicht zu 100% verlass. So was mag ich sehr. Man weiss einfach gleich null, was einem erwartet und wie es weiter geht.

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