Freitag, 8. April 2011
Kurz zu Gestern. Ich danke meinem Vater, dass er mir geholfen hatte, meine Rüeblis zu transportieren. Ich wäre sonst in einem Gefühlsdesaster verflossen. Ja ich musste einige Male auf die Zähne beissen, da ich Tränen in den Augen hatte. Es viel mir sichtlich schwer. Dort wo sie jetzt sind haben sie es alle mehr als gut. Meine kleinen Würmchen haben den Transport gut überstanden und ich bin guter Dinge, dass sie es über die Runden schaffen. Steve macht das gut. Um Elvis mach ich mir gar keine Sorgen. Er ist eben mein Elvis. Stur, völlig nicht von dieser Welt, am falschen Weg abgebogen,- eben speziell und mehr als liebenswert. Als ich ihn in seine neue Heimat gab, kam er zu mir gelaufen und liess sich nur von mir streicheln(was sonst nicht gross seinen Bedürfnissen entsprach), das heisst also, dass ich nicht alles kreuz- und quer falsch gemacht habe. Ich war überaus froh, dass die neue Mama nur kurz einen Knuddelversuch startete und es danach liess. Ich hätte ihr vermutlich auf die Finger gehauen.
Auf dem Heimweg, wollte ich eigentlich nicht mehr darüber sprechen, da mir das Herz schon ein wenig brach. Es tönt vielleicht absurd, aber für mich waren meine zwei Rüeblis meine kleine Familie. Ich sagte, dass ein Themawechsel angebracht wäre. So kamen wir auf; Rüeblitorte, Rüeblisalat, Rüeblikuchen, gekochte Rüebli(damit ist Gemüse gemeint,- speziell für den Leser Walter erläutert!) und noch viele andere rüeblihaltige Themen. Zu jedem wussten wir mindestens einen Satz zu sagen. Um halb 10 Uhr Abends kamen wir bei mir Zuhause halb verhungert an. Die eigentlich nette 2er-Rüebli-neu-besitzer-Frau hatte jede Menge zu erzählen, so dass wir ungewollt 1 ganze Stunde dort waren. Ohne dass sie es gewusst hätte, nahm sie bei mir eine psychologische Therapie vor. Danke. Auf jeden Fall hatte mein Babi und ich noch kein Nachtessen(um ehrlich zu sein hatte ich den ganzen Tag noch kaum was gegessen). So kam es, dass wir um halb 10 Uhr am Abend in einem Restaurant eine Pizza al tonne und Pizza quattro Jahreszeiten(keine Ahnung wie man das auf italienisch schreibt)verschlangen.
Mit kleiner Freude für meine 2 Kleinen und etwas grösserer Trauer schlief ich mit vollem Bauch,-das erste Mal an diesem Tag,- dann schliesslich ein.
Zu heute: Dieser Tag wurde ganz nach Trauer-Schlucken, bester und grösster Ablenkung und extra engem Zeitplan verplant und gelebt.
12:00- Aufstehen
13:00-Putzen und Klarschiff machen
15:00-Migros einkaufen
15:45 Ins Reisebüro und Reise auswählen um ab Morgen weg zu sein
16:00- Wäsche waschen(leider nur 1 Waschmaschine frei,- wir haben 4 von diesen Dinger und 5 Tumbler)+weiterputzen
17:00- Rollkoffer kaufen und Zuhause weiter machen
17:45 Ticket lösen und planen(musste mich noch bei 2 Orten entscheiden)
18:30- Zug nach Basel
19:00- Einkaufen für Morgen da ich mit dem Zug knapp 10 Stunden unterwegs sein werde
19:30 Trämli fahren zum Tanzstudio(letzter Standartkurs)
21:30- Zug nach Hause
Ab 22:15- kurz Kochen für meinen Magen, Wäsche waschen, packen, Wohnung herrichten,- damit ich mich freue, wenn ich nach Hause komme
Um 3:00 bin ich eingeschlafen.
Auf Deutsch: Keine Zeit um meine Rüeblis zu sehr zu vermissen
Da ich teilweise intensive lebe und fühle und in meinem kurzen Leben doch schon einige Sachen erlebt habe, entscheidet mein Unterbewusstsein bewusst, wie ich traurig sein soll.
So now I`m busy.
1. Betr. Rüebli:
AntwortenLöschenDer Kanton Aargau ist auch unter der Bezeichnung "Rüebliland bekannt. (Nicht nur für Träger von weissen Socken und unmöglichen Autofahrern.
2. Die Pizza mit den 4 Jahreszeiten auf dem mürben Teig heisst: "Quattro Stagione". Buon Appetito.
Ich hoffe Ihnen Herr Walter ist bewusst; ICH bin gebürtige Aargauerin! Und ja auch ich habe schöne weisse Socken und gegen die unmöglichen Autofahrer halte ich dagegen! Waren Sie schon Mal im Kanton Solothurn??? :-)
AntwortenLöschenIch habe diesen Protest erwartet, da ich weiss, dass du eben aus dem Rüebliland stammst, und du sicher eine schlagfertige und gesalzene Antwort bereit hast.
AntwortenLöschenUnd noch den da:
Frage: Warum ist der Kanton Aargau so gross?
Antwort: Weil niemand Nachbar sein will.
Buon viaggio. - Schöne Reise