Samstag, 16. April 2011
Es war eine kurze Nacht für uns 3. Um 9 Uhr mussten wir aufstehen. Die eine Kollegin musste in die Schule und die andere musste dringend für die Familie einkaufen und sonstiges Erledigen. Obwohl ich von uns 3 die einzige nichts-Vorhabende war, war ich die Erste die wach war! Warum? Wann bitte schön ergibt sich schon die Gelegenheit in Basel aufzuwachen????
Ein perfekter Moment war es als ich aufgewacht bin. Ich war eigentlich totmüde, aber aufgeregt weil die Tatsache bestand, dass ich in Basel bin. Mir kam im nächsten Moment mein verstorbener Freund in Sinn(welcher auch in Basel Zuhause war) und war einfach so zufrieden und genoss den Moment.
Am Bahnhof gab es Frühstück, dann war Zugfahren angesagt und danach die immer wieder etwas wehmütige Verabschiedung. Denn die eine Kollegin wohnt von uns aus ca. 1.5 Stunden entfernt. Ich ging nach Hause und jede von uns nahm sich vor noch nachzuschlafen. Elsbeth`s Gedanke war das für ca. 2 Gedankengänge, dann war der wieder verloren gegangen. Ich war schon wieder aufgeregt auf den Abend. Es gab wieder eine Kizomba-Party. Dort, nahm ich an, werde ich wieder auf den lieben Zürcher treffen, welcher ich als (freundschaftlicher) Freund gerne hätte, da ich ihn wirklich schätze und mag. Ich bin etwas aufgeregt ihn wieder zusehen, da ich nicht möchte, dass ich falsch rüberkomme. Manchmal gibt es doch einfach so Momente wo wenn man einen Menschen kennenlernt sofort weiss, den geb ich nicht mehr her, hab ihn sofort ins Herz geschlossen. Ich habe im Vergleich zu andern eher weniger Freunde. Nicht aus dem Grund weil ich asozial bin(ich glaube nicht, dass ich das bin, trotz meinem sarkastischen Verhalten teilweiseJ), nein weil wenn ich einen Menschen Freund nenne, dann ist er ein richtiger Freund, durch dick und dünn. Man steht für einander ein und auch wenn es manchmal nicht für ein Sehen reicht, dann hat man sie im Herzen. Dies braucht viel Zeit und ich brauche auch viel Zeit für mich und so bin ich sehr zufrieden wie es ist. Ich möchte nicht so wie die meisten jungen Leute sagen „jo weisch das esch en Kolleg vom er“ und kenn ihn gerade knapp noch aus der Schulzeit welche schon 5 Jahre her sind. Das ist dumm. Ich möchte diese Leute welche in meinem leben sind schon Ernst nehmen dürfen, schätzen und einen respektvollen und harmonischen Umgang pflegen können.
Ich hoffe wir, also der nette Züricher und ich, finden als Freunde zueinander. Absofort heisst er übrigens Jo. Am Nachmittag genoss ich das Daheim sein und ging noch schnell einkaufen.
Um halb 9 Uhr gings auf zu meiner Kollegin, ich wollte unbedingt mit ihr noch etwas Kizomba üben und ein Kleid auslehnen. Wow sah das gut aus. Wir plabberten noch ein wenig und machten uns bereit und gingen auf den Zug. Als ich in Santa Margherita war, habe ich auch eine Postkarte für Jo geschrieben, die ich ihm, wenn ich finde es könnte gelingen mit einer Freundschaft überreichen möchte. Dort habe ich in etwa geschrieben, dass ich an ihn gedacht habe und hoffe dass wir uns als Freunde nicht mehr so schnell aus den Augen verlieren, ich habe ihn halt einfach wahnsinnig lieb.
Das letzte Mal als wir auf eine Kizomba-Party gingen, kauften wir uns am Bahnhof in Zürich je eine Banane. Jetzt ratet mal wie viel diese Banane gekostet hat? 2.80Fr.-. Ohne Witz. Als wir dort an diesem Stand vorbei gingen, mussten wir grinsen und ohne Beachtung auf die Bananen gingen wir dann auf den Zug Richtung Hardbrücke. Angekommen stellten wir fest, dass nicht so viel los war wie letztes Mal. Das kam daher, dass ein anderer DJ da war. Der Letzte nahm noch seine Kumpels mit und auch die nahmen Freunde mit. Da Kizomba noch kaum bekannt ist hier in der Schweiz, gibt es eben noch nicht so viele Tänzer und wenn kommen die meisten von anderen Ländern.
Nun gut wir nahmen Platz und nach kurzer Zeit war ich etwas enttäuscht, Denn der Gedanke, dass Jo nicht kommt, hatte ich da zum ersten Mal und dieser bestätigte sich. Es war sehr schade. Zu gerne hätte ich mit im geredet und zu gerne hätte ich daran gelaubt, dass sich alles zum Guten wendet und eine neue Freundschaft beginnen kann. Ich hatte ja den Vorschlag gemacht, dass wir uns etwas Zeit nehmen sollten, um auf einem neutral Boden auf einander zugehen zu können und als Freunde nochmals von vorne anzufangen. Dies dadurch, weil er mir ja gesagt hat, dass er sich durchaus mit der Zeit mehr hätte vorstellen können. Zu meinem Geburtstag kam ein kurzes SMS von ihm mit Glückwünschen. Dies schätzte ich sehr, vorallem dadurch, dass er sich danach sofort wieder zurückzog. Er nahm die Zeit, dachte ich, welche wir uns geben Ernst. Er war halt nun mal nicht da. Der Abend war trotzdem schön und es gab viele Momente, wobei wir vom Bauch heraus gelacht haben.
An diesem Abend habe ich wieder einiges dazugelernt. Kizomba tanzt man sehr Nahe aneinander. Die Frau muss das Vertrauen ganz auf den Mann stützen, denn man kommt schnell aus dem Gleichgewicht, man darf nicht denken sondern einfach führen lassen und geniessen. Ich denke gerne mit, wobei dies bei Paartanz nicht sehr hilfreich ist. Ich bin nicht ein Mensch der gerne vertraut und so lasse ich mich bei diesem Tanz nicht gut führen. Ich habe viele hilfreiche Tipps erhalten, wobei ich noch mit einer Kizomba-Lehrerin tanzen konnte. Bei ihr gings. Ich liess mich einfach führen, machte kaum Fehler und konnte wirklich gut tanzen, mit Schritten welche nicht nur für Anfänger waren. Phuu war ich stolz. Ja das tut an meiner Seele wahnsinnig gut.
Wie üblich futterten wir nach der Party bei einem Kebapstand die Bäuche voll um 4 Uhr Morgens und um 7 Uhr war ich dann im Bett. Ich schlief wie ein Engel. Es war supa. Ein tolles Wochenende und ein schöner Start in der Schweiz.
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