Sonntag, 24. April 2011
Beim Aufstehen „plämperlete“ ich ziemlich ziellos in der Gegend rum. Dabei hätte ich schon längst meine Familie besuchen können.
Heute ist Ostern! Jupi. Wers glaubt oder nicht, auch in meinen älteren Jährchen bin ich immer noch ein begabter Osternestchen-Sucher! Jeder wer mir ein Nestchen versteckt, hat eine wahre Freude an mir. In all den osternestsuchenden Jahren begab ich mich durchschnittlich 1 Stunde auf die Suche,- mit Leidenschaft. Wie auch dieses Jahr. Das war natürlich das Erste was ich machte als ich bei meinen Eltern ankam. Nach rund einer halben Stunde war es gefunden. HA! Unter dem Durchschnitt! Wichtig zu sagen ist, dass der Durchschnitt nur mit den Jahren ohne Hilfe gerechnet wird. Letztes Jahr zählt nicht dazu zum Beispiel! Aus Spass sagte ich zu meinem Osterhasen-Papi: „Hee du geb mer bitte en Tipp!“. Den bekam ich... leider. Nach 3 Minuten war das Nestchen gefunden und Elsbeth war traurig über dieses schnelle Finder-Ende. L Welcher Tipp hab ich da wohl bekommen?? : „Es esch ned Dosse, aber au ned Denne!“. Wer erräts? Wo wars? Meine Lieben an 3 Orten hätte es so sein können, nämlich: Im Briefkastchen, Garage oder in der „Werk“hütte“ meines Bruders. Wo wars versteckt? Im Briefkasten. Wo hab ich zuerst nachgesehen? Im Briefkasten.= Die Osterschokolade war gut, aber nach 1 Stunde suchen issts sich die Schokolade viel toller und erfreulicher. Dieses Jahr war mein Nestchen in der Waschküche im Wäscheschrank versteckt. Ich nahm unser Hund,- sie heisst Bella die 2(abgeleitet von Bello und das 2 daher weils der 2 Nachfolger des ersten Hundes ist) mit auf die Suche. Sie drehte fast durch, denn sie kam ganz und gar nicht nach was los war. „Wo isches, wo? Such!“ „Wauwauwauwau „ etc. Nach gefundener Tat setzte ich mich nach Draussen und Bella die 2 und ich assen abwechslungsweise „Gutzis“.
Später ging mein Vater, Regula und ich mit dem abgefüllten Gutzi-Hund „spatziogelen“. Tannzapfenschlacht= nächste Klappe!- Bitte schöne,- go! Auch einen grösseren Stamm über ein Bächchen fanden wir. Der war so gross dass man drüber laufen konnte. Ich klettere gerne an solchen Sachen rum. Davon trug ich ein dreckiges Oberteil + Hose inkl. 2 blaue Flecken wegen dem Rumgehange.
Auf der Rückfahrt im Auto hatten wir wieder Mal Party. Kennt ihr Sweet? Eine suuper Band aus den 70ern. Die macht wahnsinnig Spass, auch daher weil unser Babi und wir auf die gleiche Musik stehen. Das unberechenbare, wundervolle und überaus qualvolle Mitsing-Gedusle welches wir von uns geben wenn wir aus tiefstem Fussgelenk mitquitschen, einfach hervorragend!
Gegen den Abend ging ich nach Hause und räumte etwas meine Wohnung auf. Viel Zeit hatte ich jedoch nicht, denn meine Schwester kam an diesem Abend wieder vorbei. Wir starteten an diesem Wochenende Ausgang Nummer 2. Mit normalen Freizeitschuhen, Jeans, normalo Oberteil und etwas Farbe im Gesicht machten wir uns auf den Weg Richtung Musikpark A2 BASEL! Durch meinen Geburtstag in diesem Monat bekamen wir gratis Eintritt plus eine Flasche Prosecco. Schon bei mir Zuhause tanzten wir wie wild umher, tranken 1,2 über den Durst und hatten es sichtlich lustig. Schon kurz nach dem Eintritt vielen uns 2 Männer auf. Wie schon mal erwähnt ist es mir wahnsinnig wichtig, dass der Mann ein wirklich schönes Gesicht hat. Wenn er dann keine Traummasse- sprich 6-pack vorweist, ist mir das ziemlich egal, ich mag lieber ein Mann welcher nicht zu muckimässig, nicht zu dick und nicht zu dünn ist,- also ganz normal. An der Bar stand ein Mann, welcher ein kleiner Pizzabauch hatte aber ein wirklich schönes Gesicht. Daneben stand ein Kollege welcher meiner Schwester Regula gefiel. Es hielt uns nicht ab zu tanzen und zu tanzen. Ich genoss es in vollen Zügen. Auf einmal lag mir ein Mann in meinen Armen und sagte: „Hallo, Loscht zum Tanze?“, mit einer nicht zu übersehender Alkoholfahne. Das war der Mann welcher meiner Schwester gefiel,- ich nenne ihn Ruedi. Ich brachte ohne zu zögern Ruedi zu meiner Schwester und sie verstanden sich auf Anhieb,- sie hatten es lustig. Ich tanzte etwas weiter und bemerkte dann, dass der andere Mann, also der Kollege welcher vom Gesicht her mir gefiel, alleine da stand. Ohne zu zögern und als hätte Elsbeth nie was anderes gemacht, begab sie sich zu ihm rüber. Schnell im Gespräch angekommen, musste ich feststellen, dass er langweilig-freundlich und nett war. Ach herje. Ich werde kurz über ihn (absofort Heinrich) berichten:
-25 Jahre alt
-Geschäftsführer eines Warenladens
-Hobby: Schwingen(daher die Füllung)
-Absolut ein nicht Tänzer
Ein sehr, sehr langweiliger Mister. Ich fragte ihn ob er tanzen kommt; seine Antwort: „Ich kann nicht tanzen“. Ich: „Jeder Mensch kann tanzen.“ Er kam mit und es war im sichtlich unangenehm. Sehr langweilig. Irgendwann reichte es mir und ich holte meine Schwester welche sich gerade mit Ruedi unterhielt und verschwand mit ihr auf die andere Tanzfläche in den anderen Raum. Ich weiss nicht wie viele Male ich langweilig erwähnt habe als ich von Heinrich erzählte, aber es waren einige Male. Die andere Tanzfläche war eher für jüngere normalo Leute. Mainstream, House, HipHop. Heute Abend gab es Special Guests. 2 lustig angezogene DJ`s mit riesen Hüten, Tigermuster auf der Kleidung, überall Bling-Bling und riesen Brille waren einige Merkmale der 2. Einer der 2 grinste mich an und ich hätte zu gerne diesen Hut getragen, also grinste ich zurück und zeigte auf seinen Hut. Wir sollten auf die kleine Bühne kommen wo sie standen. Mit Vergnügen. Da standen wir nun bei den 2 DJ`s hatten Spass und tanzten. Meine Güte tat das gut nach so einer langweiligen „Periode“ vorhin.
Irgendwann gingen wir zurück und meine Schwester hatte schnell ihren „Ruedi“ wieder gefunden. Meine Schwester hat auch Mal Spass verdient, sie musste schon einige Male unten durch, also gönnte ich ihr dies in vollen Zügen. Ich wollte einfach für mich weiter tanzen, kam aber keine 2 Schritte weit. Da stand der freundlich, nette, mit einem schönen Lächeln, aber wahnsinnig langweilige Heinrich wieder da und gab sich Mühe mitzutanzen. Mögt ihr euch an den Mann vom Salsa-Abend erinnern, welcher die Gewichtsverlagerung vom linken zum rechten Bein hervorragend beherrschte?!? Heinrich war ein starker Konkurrent. Er war eigentlich wirklich nett, aber völlig überfordert. Und auf einmal war er dann zusätzlich noch unsympathisch. Der hatte doch tatsächlich das Gefühl, dass der mich aus reiner Selbstüberzeugung oder auch aus evtl. reiner Überforderung bepackt mit riesen Unsicherheit einfach Mal küssen kann!?! Hallo? Geht’s denn noch? Ich bin ja im Allgemeinen sicherlich nicht die Anständigste auch ich lebe mein Leben aus, aber das ging ja wohl gar nicht. Ich bin ein Mensch welcher perfekte Momente sucht oder zumindest sehr passende Momente. Hatte der wirklich das Gefühl, dass das so einer war? Nicht im Geringsten!!!! Ich schaute an den Boden und wünschte mir einen Retter!!!...dann machte es Krach und da stand plötzlich ein Mann neben der Tanzfläche. Mein erster Eindruck:
-Südländisch(schwarze Haare, dunkle Augen, dunkle Haut, gut gebaut)
-Macho
-wunderschönes Gesicht
-weiss dass er viele Frauen anspricht und deshalb sehr selbstüberzogen ist
-erinnert mich an meinen verstorbenen Freund von den Augen her
Da ich immer noch am Tanzen war und ich nicht wusste wohin von Heinrich weg zu fliehen, versuchte ich diesen braun-gebrannten Macho anzustarren und zu hoffen, dass er mich evtl. rettet. Ein selbstüberzogener Mucki-Macho ist eigentlich nicht mein Typ,- auch nicht mit Hundebick-Augen,-welche er verdammt gut drauf hatte, wie ich fand. Meine Blicke waren ihm glaube ich sehr unangenehm, da ich ja mit Heinrich auf der Tanzfläche stand und ein Auge auf ihn warf. Irgendwann verlohr ich denn Geduldsfaden und sagte zu Heinrich(böse wie ich sein kann): „War schön mit dir, vielleicht sehen wir uns später nochmals, aber ich muss jetzt gehen, tschüüüss.“ Was machte Elsbeth? Klar sie setzte sich neben den Macho mit schönem Gesicht und fing mit ihm an zu „pleuderle“ in der Hoffnung, dass er irgendwo ein nicht so Macho-mässigen Fleck in seiner Seele besass. Er war eigentlich noch ziemlich nett. Das Getue kenne ich relativ gut und ziemlich auswendig von den selbstempfindenden-überdurchschnittlichen,-wunderschönsten Männer. Er war da wohl auf dem Boden geblieben. Was mir ein wenig weh tat war, dass wenn ich in seine Augen schaute, mir mein verstorbenen Freund in den Sinn kam. Sie waren doch sehr ähnlich. Auf einmal stand der Kollege von ihm vor uns und schrie; „wow, passe der guet zäme“. Wir schauten uns gegenseitig an und ich hatte das Gefühl; er hatte genauso üble und sarkastische Gedanken wie ich in diesem Augenblick nach so einer Aussage. Der Abend verging und siehe da erkam mit mir tanzen. Er war kein Mensch der das Tanzen liebte,- durch seine Muckis waren die Bewegungen eher abgehakt, aber er gab sich Mühe und es war schon noch lustig. Ich kann es Himmel-Herr-Gott auch nicht gut, aber Musik und Tanzen ist eines der schönsten Dinge auf dieser Welt. Ach ich wünschte mir einen richtig tollen und durchgeknallten Tanzpartner,- 1000 Mal mehr als eine Liebe(falls es in der Migros aber im Multipack angeboten werden würde, würde ich es auch ohne Cumuluskarte nehmen!).
Am Ende von dieser Nacht tauschten wir Nummern. Er entpuppte sich als wirklich real nett..irgendwie. Darf ich erwähnen, dass er aussieht wie ein ca. 26-jähriger Mann aber erst knapp 23 Jahre alt ist!?! Also etwas jünger als ich. Ich flog fast ab meinem Stuhl als ich das hörte. Bin gespannt wie das wohl weiter geht. Bin aber doch sehr voreingenommen. Ich möchte als aller erstes mein Leben geniessen und mich nicht binden. Gegen eine neue Bekanntschaft habe ich aber nichts.
Meine Schwester und ich kamen um 7 Uhr am Morgen bei mir zu Hause an und gingen schon bald tot müde schlafen. Meine Güte dieses Osterwochenende war einfach toll!
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